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« Für Freiberufler Steuernummer sehr wichtig Selbständig werden: Ein großer Schritt im Leben »

Freiberufliche Tätigkeiten haben eigene Regelungen

Ob eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt, entscheidet das zuständige Finanzamt aufgrund von vorgegebenen Grundlagen. Beim Ausüben freiberuflicher Tätigkeiten unterliegt man besonderen Steuer- und Abgaberegelungen.

Um ein freiberufliche Tätigkeit anzumelden, genügt ein kurzes Informationsschreiben an das zuständige Wohnsitzfinanzamt. Das Schreiben muss den Beginn der Arbeitsaufnahme und den Tätigkeitsbereich beinhalten. Ob tatsächlich eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt, entscheidet das Finanzamt.

Als Freiberufler ist es nicht notwendig, ein Gewerbe anzumelden, zum Gewerbetreibenden bestehen trotz großer Gemeinsamkeiten auch entscheidende Unterschiede. Der wichtigste Punkt, den beide gemeinsam haben, ist die Selbstständigkeit der Berufsausübung, des Weiteren sind auch noch Nachhaltigkeit, Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr und die Absicht, mit der Tätigkeit eine Gewinn zu erzielen, Faktoren, die sowohl ein Gewerbetreibender als auch ein Freiberufler gemeinsam haben. Allerdings gibt es bei freiberuflicher Tätigkeit die Definition der sogenannten Katalogberufe und der den Katalogberufen ähnliche Berufe. Katalogberufe werden im EStG aufgelistet und umfassen eine Vielzahl an Berufsbildern, z. B. Arzt, Tierarzt, Lotse, Dolmetscher, Rechtsanwalt und viele weitere. Es gibt vorgeschriebene Betätigungsfelder, anhand derer eine Zugehörigkeit zur entsprechenden Berufssparte festgestellt werden kann. Ist für einen Beruf eine bestimmte Ausbildung erforderlich, muss man diese absolviert haben, um die betreffende Berufsbezeichnung führen und den Beruf ausüben zu dürfen. Den Katalogberufen ähnliche Berufe müssen in Ausbildung und Ausübung der beruflichen Tätigkeit mit einem Katalogberuf in wichtigen Punkten vergleichbar sein. Allerdings darf man sich die Ausbildung auch selbst, also autodidaktisch aneignen.

Bei freiberuflicher Tätigkeit gibt es keine Versicherung, daher sollten Freiberufliche unbedingt vorsorgen

Bezahlt wird bei freiberuflicher Tätigkeit Einkommenssteuer vom Gewinn, der innerhalb eines Kalenderjahres anfällt. Pensionsabgaben und Krankenversicherungsbeiträge allerdings sind nicht wie bei einem in einem Betrieb angestellten Arbeitnehmer vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass der Freiberufler selbst für eine entsprechende Krankenversicherung und Rente sorgen muss. Staatliche Krankenkassen stehen nur mit großen Vorbehalten freiberuflich tätigen offen, meist bleibt hier nur der Weg zu einem privaten Krankenversicherer. Auch bei der Pensionsvorsorge wird auf dem privaten Sektor einiges angeboten. Eine zuverlässige Absicherung ist für einen Freiberufler ein sehr wichtiges Thema, das jeder, der freiberuflich tätig ist, auf jeden Fall bedenken sollte.