Dividendensaison beim DAX: Mit den Direkt-Brokern zuverlässig profitieren

Wie bereits kürzlich berichtet (https://www.blog.de/finanzen/erkenntnisse-der-invest-2017/) ist entgegen der bisherigen Ankündigungen kein Ende der Fast-Nullzinsphase in Sicht. Viele Bankeinlagen bringen nur noch 0,10 % oder sogar noch weniger. So manche Bank – wie eine Sparkasse in München – setzte sogar beinahe alle Tagesgeld-Formen auf komplette Zinsdiät: So finden sich dort 0,00 % Zinsen als Standardsatz im Preis- und Konditionenverzeichnis.

Um bei einer Inflation bzw. Geldentwertung von 2 % im Jahr nicht tatenlos zusehen zu müssen sollten Bankkunden Gegenmaßnahmen entwickeln. Und sich mit höher rentierlichen Anlageformen befassen. Diese sollten noch relativ sicher sein, aber einen guten bis hohen Wertzuwachs ermöglichen können.

Der erste Schritt zu einer besseren Geldanlage ist ein Blick auf den persönlichen Alltag: Welche Konsum- oder Verbrauchsgüter werden gerne verwendet und sind am Markt erfolgreich. Egal ob Autobauer wie BMW oder Mercedes, Waschmittel wie diejenigen von Henkel oder auch Nahrungsmittel: Viele der Firmen gehören – anders als Ferrero – nicht einer einzigen Familie oder einem Familienverband, sondern jeder kann gleichberechtigt Anteile und einen Anspruch auf den Unternehmenserfolg erwerben. Das Stichwort lautet: Investment in Aktien.

Standardaktien bringen eine Dividendenrendite zwischen 1 und mehr als 5 Prozent

Der Wertzuwachs bei Aktien besteht – langfristig gesehen – meist aus einer Addition der Steigerung des Firmenwertes bzw. Börsenkurses und der jährlichen Auszahlung eines Anteils am Firmengewinn. In den großen Nachrichtenportalen bzw. den Fernsehsendern findet sich eine Liste der erwarteten Dividende im Vergleich zu den aktuellen Kursen. Allianz, Daimler, Siemens werden als Werte mit hoher Dividendenrendite genannt. Die Dividende wird – anders als beispielsweise beim Sparbuch – nicht taggenau berechnet, sondern einmal im Jahr am Tag der Hauptversammlung berechnet. Wer an diesem einen Tag die Aktien hält, der erhält die Jahresdividende für das vergangene Jahr.

Aus diesem Grund sollten sich Anleger ansehen, wann die Aktie aus dem DAX die Hauptversammlung hat und möglichst einige Tage vorher die Aktie kaufen. Die Gebühren machen hierbei den Unterschied: Während bei den klassischen Filialbanken jeweils bei Kauf und Verkauf ein ganzes Prozent eigene Gebühren und die Börsengebühren von ein paar Euro anfallen gibt es den Aktienkauf und Verkauf bei vielen Brokern wesentlich günstiger. Und das sogar bei gleicher Leistung, weil:

  • Die Filialbanken oftmals zu einzelnen Aktien gar nicht mehr beraten oder beraten wollen. Und lieber einen provisionsintensiven Fonds verkaufen
  • Die Ordersysteme und der Ablauf absolut identisch ist: Die Order geht entweder von der Bankfiliale oder von Ihrem Computer zu Hause verzögerungsfrei an einen Börsenplatz. Damit wird der gleiche Ausführungskurs erreicht, nur die Gebührenaufschläge sind unterschiedlich.

Mit den Direktbroker-Töchtern der Banken Geld sparen

Interessanterweise beschränken sich die großen Banken mit Filialsystemen nicht mehr auf diesen einen Vertriebskanal, sondern haben Broker-Töchter gegründet. Mit diesen lassen sich Aktien zu wesentlich günstigeren Konditionen kaufen. Wer den typischen Preis einer Sparkasse von 1 % pro Transaktion, mindestens 25 Euro oder einer noch teureren Privatbank 1 % (mindestens 50 Euro) heranzieht, der kann durch den Vergleich jede Menge Geld sparen.

Neben einer günstigen Depotführung und schneller Ausführung sind es insbesondere die Order-Preise, die die Direktbroker attraktiv erscheinen lassen. Dies kann an den drei Beispielen (Postbank Easytrade, comdirect – Abspaltung der Commerzbank und Deutsche Bank Max Blue) verdeutlicht werden:

1. Postbank Easytrade: Die Broker-Tochter der Postbank

Die Postbank-Tochter wendet eine andere Preissystematik als die Filialbanken an und verzichtet auf die prozentuale Verprovisionierung von Wertpapieraufträgen. Aktienkäufe deutscher Standardaktien werden mit einem „Stufensystem“ berechnet: Bis 1.200 Euro beispielsweise mit einer Bankprovision von 7,95 Euro, bei bis zu 2.600 Euro 9,95 (also etwas mehr als ein Drittel der Filialbank-Provision), die größere Order mit bis zu 5.200 Euro mit nur 14,95 Euro.

2. comdirect – entstanden aus der Commerzbank:

Die comdirect Bank verändert Ende April 2017 das Preis- und Leistungsverzeichnis, bleibt aber weiterhin günstig. Ähnliche wie bei amxblkue besteht die Provision aus einem Grudnentgelt und einer geringen prozentualen Berechnungsgrundlage. Mindestprovision ist 9,90 Euro, bei höheren Beträgen sind es 4,90 Euro + 0,25 % des Transaktionsvolumens. Maximal werden für die Anlage großer Betrge 59,90 Euro berechnet. Im Vergleich dazu: Ein Kauf von Wertpapieren im Filialbanksystem von 10.000 Euro kann schon mal 100 Euro und mehr Gebühren ergeben.

3. Maxblue: die Broker-Tochter der Deutschen Bank

Beim Kauf und Verkauf von Aktien werden lediglich 0,25 % Provision berechnet – also nur ein Viertel der Filialbank. Das Minimum für kleinere Orders beträgt 8,90 Euro. Bei telefonischer Auftragserteilung oder einem Fax-Auftrag zusätzlich 9,90 Euro. Mit einer Maximalprovision von 49,90 Euro lassen sich auch große Posten handeln, der Abstand zur Sparkasse oder einer sonstigen Filialbank vergrößert sich dann zunehmend.

Fazit:

Mit Standardaktien aus dem DAX ist langfristig gesehen ein Vermögensaufbau möglich, auch kurzfristig können Dividenden mitgenommen werden. Dank günstiger Orderprovisionen und einer sicheren, schnellen Orderausführung kann der Kunde auch die zuverlässigen Direktbroker-Töchter der Banken wählen.