Durch kontaktloses Bezahlen wird die Kreditkartenzahlung noch schneller und bequemer

Wenn Sie häufig mit dem Auto unterwegs sind, dann können Sie an vielen Orten schon die Zukunft des Bezahlens live und mit einem Bündel an Mehrkomfort und schnellerem Bezahlen erleben. Die Kreditkartenherausgeber VISA, Mastercard und American Express statten die meisten Kreditkarten sukzessive mit Transponder-Antennen aus, die die für kleinere Zahlungen notwendige Daten direkt an die Kasse übertragen. Media Markt und Saturn als technikaffine Unternehmen waren 2015 die Vorreiter, inzwischen ziehen die großen Tankstellennetze und auch einige Supermärkte nach. Aral und Mastercard incentivieren das kontaktlose Bezahlen zusätzlich mit einem attraktiven Gewinnspiel für alle „mit Benzin im Blut“: Es können Reisen zu einem DTM-Rennen ebenso gewonnen werden wie DTM-Sonderausgaben der Aral Card.

Es ist damit zu rechnen, dass das kontaktlose Bezahlen unseren Alltag noch bequemer machen wird. Die Vorteile des kontaktlosen Bezahlens im Überblick:

  • Zahlungen bis 25 Euro können schnell durchgeführt werden
  • Unschlagbar schnell: Keine Eingabe von Geheimzahl, PIN oder ähnlichem notwendig
  • Keine zusätzliche Technik auf Seiten des Kunden notwendig – Komfortgewinn ohne Mehrkosten
  • Sicherer als Bargeld: Die Buchungen erfolgen ausschließlich zugunsten des Händlerkontos, Bargeld kann weder gestohlen noch veruntreut werden. Damit schützen NFC-Zahlungen sowohl den Kunden, als auch den Händler.
  • In der nächsten Innovationsstufe könnten Kreditkarten-Daten auch auf dem Chip eines Smartphones gespeichert werden.

Verbindung erprobter Technologie mit modernen Zahlungskarten

Für die Kreditkarten-Branche und die Handelsunternehmen ist der Einsatz von NFC-Chips ein echter Innovationsschritt. Angesichts der Bequemlichkeit und Schnelligkeit fragt sich unsere Redaktion allerdings, warum diese Technologie nicht schon früher übertragen worden ist. Ein Blick nach England und auch Hong Kong zeigt: Dort sind ähnliche Systeme – allerdings mit oftmals nicht personalisierten Karten – schon seit etwa 2003 in den öffentlichen Verkehrsmitteln Standard. Und werden millionenfach problemlos genutzt. Allerdings mussten die dortigen Verkehrsbetriebe eigene Lösungen aufbauen, die nicht auf Standardzahlkarten oder Kreditkarten aufbauten. Mit NFC-Technologie auf Kreditkarten würde sich auch der Kauf und die Nutzung des Nahverkehrs in einigen Jahren überaus komfortabel darstellen lassen. Ohne dass jedes Verkehrsunternehmen oder jeder Verkehrsverbund eigene Anwendungen entwickeln müssten.

Damit wird eine erprobte Technologie auf ein ganz neues Anwendungsfeld übertragen. Zudem gab es bereits Feldversuche bei der Lufthansa, bei dem die Bordkarten durch die Nutzung von NFC-Cards ersetzt wurden. Die Lufthansa-Kreditkarte bzw. Statuskarte würde dann für NFC-Zahlungen und ähnliche Anwendungen genutzt werden können.

Die Verbuchung der NFC-Zahlungen erfolgt bequem auf der Kreditkarten-Monatsabrechnung, so dass sich weiterhin ein kleiner Liquiditätsvorteil gegenüber der Zahlung mit der girocard/ec-Karte ergibt.