Eine Umschuldung richtig durchführen

Eine Umschuldung hilft, aufgelaufene Verbindlichkeiten oder bereits vorhandene Kredite zusammenzufassen beziehungsweise zu besseren Konditionen als bisher an die Bank zurückzuzahlen. Ob eine Umschuldung kostenlos durchgeführt werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Um Sie optimal zu informieren, haben wir mit unserer Finanzredaktion und erfahrenen Experten einen Umschuldungs-Vergleich erstellt. Er soll Ihnen nicht nur einen guten Überblick über die Thematik bieten, sondern auch gleichzeitig aufzeigen, wo Sie eine Umschuldung im besten Falle durchführen lassen können.

Wenn Sie spezielle Aspekte zu diesem Thema interessieren, finden Sie unter dem Vergleich unseren umfangreichen Ratgeber. Finden Sie jetzt die beste Lösung für Ihre Umschuldung und führen Sie diese jetzt online durch!

Umschuldung Vergleich & Test [sc name=“currentyear“]

Auf einen Blick – was ist eine Umschuldung?

Eine Umschuldung verfolgt das Ziel, eine finanziell überlastete Person zu entlasten und deren wirtschaftliche Lage zu verbessern. Sie wird vorgenommen, wenn es damit gelingt, Schulden, die bei verschiedenen Gläubigern aufgelaufen sind, zusammenzufassen und in kleinen verträglichen Raten zu tilgen. Eine Umschuldung kann aber auch dann sinnvoll sein, wenn ein großer Kredit mit einer langen Laufzeit besteht, der durch einen Umschuldungskredit abgelöst und mit besseren Konditionen versehen werden kann. Wichtig ist bei einer Umschuldung immer, dass der Betroffene aus der Maßnahme einen Vorteil ziehen kann. Sprich – dass er weniger Geld in die Hand nehmen muss, um seinen Verbindlichkeiten nachkommen zu können.

Eine Umschuldung kann auch dann sinnvoll sein, wenn bereits mehrere Kredite bestehen, die mit Hilfe von einem Umschuldungskredit zusammengefasst werden sollen. Die Möglichkeiten rund um eine solche Maßnahme sind somit recht vielfältig und zeigen auf, dass eine Umschuldung nicht nur dann lohnt, wenn die Bank oder die Sparkasse dies bei einem großen Immobilienkredit vorschlägt, sondern oftmals auch dann, wenn finanzielle Belange einfach neu geordnet und besser aufgestellt werden sollen. Schließlich leben wir in einer Konsumgesellschaft, in der wir überall mit Finanzierungsangeboten überschüttet werden. Schnell kann da der Überblick verloren werden und die eigenen finanziellen Möglichkeiten werden überschätzt.

Wer dann nicht in der Lage ist, schnell wieder für Ordnung zu sorgen, der geht mit großen Schritten in Richtung Schuldenfalle, aus der ein Entkommen nur schwer möglich ist. Im eigenen Interesse sollten Sie daher immer wieder einmal Ihre finanzielle Situation überdenken und überlegen, ob es Verbesserungen geben kann. Vielleicht ja sogar mithilfe einer Umschuldung.

Wann lohnt eine Umschuldung?

Ob sich eine Umschuldung für Sie lohnt, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Auf der einen Seite muss natürlich geschaut werden, wie hoch die Zinsen der aktuellen Verbindlichkeiten sind und welche Zinsen und Gebühren bei einem Umschuldungskredit entstehen würden. Ziel ist es immer, dass Sie eine finanzielle Erleichterung erreichen können. Und dies geht nun einmal nur dann, wenn die Zinsen des Umschuldungskredites unter den Zinsen der Verbindlichkeiten liegen, die Sie aktuell bedienen. Doch es gibt noch viel mehr Kriterien, die etwas darüber aussagen, ob eine Umschuldung lohnt oder nicht und in welcher Form diese stattfinden kann.

Achten Sie auf:

  • eine geringere monatliche Rate
  • einen besseren Effektivzins
  • negative Einträge in der Schufa
  • Gläubiger, die bereits mit gerichtlichen Maßnahmen drohen

Können Sie all dies mit einer Umschuldung erreichen oder ausschließen, dann sollten Sie die Umschuldung auf jeden Fall vornehmen. Besonders bei den letzten beiden Punkten sollten Sie unter Umständen auch einmal ein Auge zudrücken, falls der Zinssatz für den Kredit, den Sie für die Umschuldung benötigen, nicht ganz so optimal erscheint. Denn wenn Sie durch die Umschuldung negative Einträge in der Schufa vermeiden können oder gar Gläubiger abwimmeln, die Ihnen mit einem Mahnbescheid drohen, kann die Umschuldung nur empfohlen werden und sollte schnellstmöglich durchgeführt werden. Denn den Schaden, den diese Maßnahmen anrichten würden, spüren Sie viel deutlicher als die paar Euro, die Sie durch den erhöhten Effektivzins für die Rückzahlung des Umschuldungskredites vielleicht in die Hand nehmen müssen.

Welche Kredite können umgeschuldet werden?

Möchten Sie einen Kredit umschulden, dann können Sie dies mit einem:

  • Ratenkredit
  • Dispositionskredit
  • Immobilienkredit

tun.

Sollten Sie den Wunsch haben, Verbindlichkeiten zusammenzufassen, die außerhalb von einem Kredit bestehen, dann können Sie dies immer tun, indem Sie einen Ratenkredit für die Tilgung der entsprechenden Schulden aufnehmen.

Die drei wichtigsten Vorteile einer Umschuldung im Test

Wenn Sie sich für eine Umschuldung entscheiden, dann tun Sie dies in erster Linie, um von deren Vorteilen zu profitieren. Schaut man genau, sind es 3 wichtige Vorteile, die für eine Umschuldung sprechen.

1. Reduzierung von Kreditkosten und Zinsen

Wenn Sie in der Lage sind, durch die Umschuldung mehrere Darlehensschulden zu nur einer großen Schuld zusammenzufassen, dann werden Sie dies an der sinkenden Zinsbelastung und auch am deutlich geringeren monatlichen Ratenbeitrag merken.

Die Zinsen sinken, weil Sie nur noch eine Kreditschuld haben, für die Sie zahlen müssen und nicht mehr mehrere Kredite. Denn Sie zahlen jeden Monat Zinsen, und wenn Sie dies für einen Kredit anstatt für drei oder vier Kredite tun müssen, werden Sie die finanzielle Erleichterung sehr schnell merken.

Gleiches gilt für die monatliche Rate, die selbstverständlich deutlich geringer ausfallen wird, als wenn Sie alle Raten zusammenziehen, die Sie sonst pro Monat aufbringen mussten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie bei der Aufnahme des Umschuldungskredites darauf achten, dass die monatliche Rate auch entsprechend niedrig angesetzt wird.

2. Transparenz und Kontrolle

Haben Sie mehrere Gläubiger, die Sie gleichzeitig bedienen müssen, dann kann dies schnell recht unübersichtlich werden. Denn jeder Gläubiger hat seine Bedürfnisse, die er schnellstmöglich bedient haben will.

Gelingt es Ihnen mit der Umschuldung, die Anzahl der Gläubiger auf einen einzigen zu reduzieren, haben Sie auch weniger Aufwand bei der Bedürfniserfüllung. Sie überblicken die Lage schneller können transparenter arbeiten und haben eine bessere Kontrolle über Ihr Geld. Versuchen Sie daher, bei einer Umschuldung immer so wenige Gläubiger wie nur möglich am Ende übrig zu behalten. Im besten Falle gelingt es Ihnen, mit dem Umschuldungskredit alle Verbindlichkeiten zusammenzufassen und auf eine große Verbindlichkeit zu reduzieren.

3. Neue wirtschaftliche Freiräume

In der Regel erreichen Sie durch die Umschuldung, dass Sie weniger finanzielle Verpflichtungen haben. Daraus ergeben sich auch neue finanzielle Freiräume, die für mehr Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit sorgen, dass Sie nun nicht mehr auf jeden Cent achten müssen, sondern auch etwas Geld ansparen oder in andere Projekte investieren können. Achten Sie jedoch immer darauf, dass sich keine neuen Schulden ansammeln, damit Sie nicht wieder in die missliche Situation rutschen, mit der Sie vor der Umschuldung klarkommen mussten.

Die Nachteile von einer Umschuldung

Wo Sonne ist, da ist auch Schatten. Daher möchten wir Ihnen auch nicht die Nachteile vorenthalten, die mit einer Umschuldung einhergehen können. Beachten Sie jedoch, dass diese Nachteile nicht zwangsläufig sind, sondern lediglich vorkommen können. Dies wären unter anderem:

  • Bearbeitungs- und Vermittlungskosten für Neukredit
  • Bearbeitungskosten für Altkredit
  • Bearbeitungsgebühr und Vorfälligkeitsentschädigung
  • Restschuldversicherung

Welche Voraussetzungen müssen für eine Umschuldung erfüllt sein?

Die Schufa bei einer Umschuldung

Die Schufa spielt bekanntlich eine tragende Rolle bei der Aufnahme von einem Kredit. Auch wenn dies niemand gerne hört und auch niemand großes Interesse daran hat, dass die Daten der Schufa von einem möglichen Kreditpartner abgefragt werden.

Haben Sie den Wunsch, einen Umschuldungskredit aufzunehmen, um Ihre Verbindlichkeiten neu zu ordnen, dann müssen Sie dafür leider auch Ihre Schufa abfragen lassen. Zudem wird sich der potenzielle Geldgeber mit aller Wahrscheinlichkeit auch für Ihre Einkünfte interessieren.

Ein Umschuldungsdarlehen ist nichts weiter als ein Kredit, den Sie aufnehmen. Auch wenn Sie damit im Anschluss alte Verbindlichkeiten bereinigen, bleibt es doch alledem ein Kredit, der nach Sicherheiten verlangt. Und diese Sicherheiten werden auf jeden Fall abgefragt.

Richten Sie sich daher darauf ein, dass sich die Bank oder Sparkasse, die Ihnen den Umschuldungskredit zur Verfügung stellen möchte, alle relevanten Daten für eine Kreditaufnahme abfragen wird. Erwähnen Sie bei der Beantragung ruhig, dass der Kredit als Umschuldung gedacht ist. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie die Umschuldung nutzen möchten, um einen oder mehrere alte Kredite abzulösen. Der neue Geldgeber wird in der Schufa nämlich sehen, dass bereits Kredite vorhanden sind und mitunter seine Kreditentscheidung daran ausrichten. Wenn Sie ihm mitteilen, dass die alten Kredite der Vergangenheit angehören, sobald Sie die Umschuldung haben, wird ihn dies mit Sicherheit milde stimmen und die Kreditaufnahme positiv beeinflussen.

Was tun, wenn die Schufa beziehungsweise Bonität schlecht ist?

Viele Umschuldungswillige haben das Problem, dass die Schufa beziehungsweise die gesamte Bonität gegen eine Umschuldung sprechen. Negative Einträge haben sich in der Schufa angesammelt oder das Einkommen entspricht nicht dem, was sich die Bankhäuser für eine Umschuldung gerne wünschen. Kurzum – die Voraussetzungen sind miserabel und die Situation verlangt nach einer umfassenden und sinnvollen Lösung.

Bei einer negativen Schufa wird sich innerhalb der Angebote der traditionellen Bankhäuser nur dann ein passender Umschuldungskredit finden lassen, wenn dieser mithilfe eines zweiten Kreditnehmers aufgenommen werden kann. Nicht unbedingt das, was sich Umschuldungswillige vorstellen, da niemand gerne seine Schulden und Verbindlichkeiten auf andere Schultern überträgt, sondern gerne selbst versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Schließlich würde der zweite Kreditnehmer eine große Last und Verantwortung auf sich nehmen, da er in vollem Umfang für den Kredit haften würde und dann zur Kasse gebeten wird, wenn der eigentliche Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen kann. Obendrein muss während der Rückzahlungsphase ein sehr enger Kontakt zwischen dem ersten und dem zweiten Kreditnehmer bestehen, damit alle Belange rund um den Umschuldungskredit zeitnah abgesprochen und geklärt werden können.

Bei einer schlechten Schufa beziehungsweise Bonität wird daher gerne einmal nach anderen Wegen für die Kreditaufnahme gesucht. Möglich wäre unter anderem ein Privatkredit, der auch ohne die Abfrage der Schufa aufgenommen werden kann. Allerdings gilt es hier, mit sehr spitzer Feder zu rechnen, in welchem Ausmaß am Ende wirklich noch eine finanzielle Erleichterung erzielt werden kann. Kredite ohne Schufa haben nämlich die Angewohnheit, mit einem deutlich höheren Effektivzins aufzuwarten als die Angebote der traditionellen Bankhäuser. Wir empfehlen Ihnen daher, auf den Kredit ohne Schufa beziehungsweise Privatkredit nur dann auszuweichen, wenn sich keine andere Lösung bietet und wenn Sie mit gutem Gewissen einen solchen Schritt gehen können.

Gleiches gilt für den Auslandskredit, der auch gerne einmal als Schweizer Kredit bezeichnet wird und den Vorteil mit sich bringt, dass auch dieser ohne die Abfrage der Schufa auskommt. Doch auch hier ist der Effektivzins höher als bei klassischen Bankangeboten, was zu einer genauen Kalkulation führen sollte. Hinzu kommt, dass der Auslandskredit in vielen Fällen nur als Kleinkredit gewährt wird und daher mitunter nicht ausreicht, um Ihre Umschuldung in vollem Umfang zu finanzieren.

Tipp: Wenn die Schufa als Hindernis zwischen Ihnen und einem Umschuldungskredit steht, sollten Sie versuchen, diesen bei der Bank aufzunehmen, die den aktuellen Kredit bereitgestellt hat. Dies kann jedoch nur dann geschehen, wenn Sie lediglich einen großen Kredit neu aufstellen wollen und nicht dann, wenn Sie mehrere Kredite oder offenen Verbindlichkeiten zusammenfassen möchten. Wenn Sie die Bank um eine interne Umschuldung bitten, kann es sein, dass lediglich der alte Kreditvertrag abgeändert wird und es daher zu keiner Abfrage der Schufa kommt. Sobald Sie jedoch einen neuen Kredit für die Umschuldung aufnehmen müssen, werden Sie um eine Abfrage der Schufa nicht herum kommen.

Ist eine Umschuldung kostenlos möglich?

Um eine Umschuldung kostenlos vonstatten gehen lassen zu können, müssen verschiedene Faktoren stimmen und alle Schritte während des Ablaufs müssen perfekt zueinander passen. Dann kann eine Umschuldung erfolgen, ohne dass für diese zusätzliche Kosten entstehen.

Vermeiden können Sie allerdings nur die Kosten, die unmittelbar mit der Durchführung der Umschuldung in Zusammenhang stehen. Also etwaige Bearbeitungsgebühren und Ablösegebühren. Für den Umschuldungskredit selbst müssen Sie im Anschluss selbstverständlich wie einen Effektivzins zahlen, der im besten Falle geringer ausfällt als die Zinsen und Gebühren, die Sie im Vorfeld entrichten mussten.

Bestmögliche Umschuldung: Die 6 wichtigsten Kriterien

1. Die Verbindlichkeiten

Um eine Umschuldung durchführen zu können, müssen Sie Verbindlichkeiten haben, die sich auch umschulden lassen. Prüfen Sie daher, welche Werte Sie umschulden wollen und warum Sie dies tun wollen. Tragen Sie alle offenen Rechnungen, Kredite und sonstige Zahlungsverpflichtungen zusammen und schauen Sie, welche sich dafür für eine Umschuldung eignen. Nicht alle bereits vorhandenen Kredite lassen sich umschulden. Einerseits, weil keine Umschuldungsvereinbarung getroffen wurde. Andererseits, weil die Verbindlichkeit so gering von Wert ist, dass der Aufwand zu groß wäre, diese kleine Verbindlichkeit umzuschulden.

2. Die Summe

Umschuldungen lohnen sich nur dann, wenn eine größere Summe damit in Verbindung steht. Sie brauchen keine 500 Euro umzuschulden, nur weil die Person, die Ihnen das Geld geliehen hat, nun ein wenig Stress macht. Bei kleinen Summen können Sie schauen, ob Sie ihre finanziellen Belange anderweitig lösen können. Handelt es sich jedoch um mehrere Tausend Euro, dann lohnt es, über eine Umschuldung nachzudenken.

3. Die Bonität

Ohne eine gute Bonität keine Umschuldung. Bedenken Sie dies, bevor Sie sich auf die Suche nach einem guten Kreditangebot für eine Umschuldung begeben. Im besten Falle prüfen Sie selbst im Vorfeld, wie gut Ihre Bonität ist. So ist es Ihnen möglich, einmal pro Jahr Ihre eigene Schufa kostenlos abzurufen. Schauen Sie so, ob negative Einträge vorhanden sind oder ob die Schufa – so wie es eigentlich sein sollte – sich im besten Lichte präsentiert.

Prüfen Sie im Anschluss Ihre Einnahmen und auch Ihre Ausgaben. Legen Sie dabei ein besonderes Augenmerk auf Ihr Einkommen, welches aus einer festen Anstellung bezogen werden sollte. Es muss deutlich über dem Pfändungsfreibetrag liegen und so hoch sein, dass alle monatlichen Fixkosten und der neue Kredit aus der Umschuldung damit beglichen werden können.

4. Die Voraussetzungen

Nicht jeder Kredit lässt sich umschulden. Um hohe Kosten bei einer Umschuldung zu vermeiden, sollten Sie daher darauf achten, dass im Kreditvertrag der alten Verbindlichkeiten eine Umschuldung vorgesehen ist. Schauen Sie dafür bitte im berühmten Kleingedruckten nach und prüfen Sie, ob eine entsprechende Klausel vorhanden ist. Tests zeigen, oftmals steht dort nichts von einer Umschuldung, aber von einer vorzeitigen Ablöse des Kredites und von Sondertilgungen. Ist dem so, entlässt Sie die Bank des alten Vertrages meist ohne große Kosten und Gebühren aus dem Vertrag und Sie können umschulden.

Ist dem jedoch nicht so, wird die Umschuldung nur dann möglich sein, wenn Sie hohe Strafzinsen zahlen. Oftmals lohnt die Umschuldung dann gar nicht mehr, weil die Ersparnis, die eigentlich damit erzielt werden soll, durch die hohen Strafzinsen aufgefressen wird. Sie tun sich daher selbst einen Gefallen, wenn Sie bei jeder Kreditaufnahme immer darauf achten, dass im Kreditvertrag eine Klausel vorhanden ist, die Ihnen eine kostenlose Umschuldung, Sondertilgungen und/oder eine vorzeitige Ablöse des Kredites erlaubt. Egal ob Sie in diesem Moment schon an eine mögliche Umschuldung denken oder nicht.

5. Die Vorgehensweise

Wichtig ist, dass Sie bei der Umschuldung Schritt für Schritt vorgehen. Wie dies funktioniert, haben wir Ihnen unter der Überschrift „So funktioniert eine Umschuldung“ detailliert dargestellt. Kündigen Sie zu schnell alte Verbindlichkeiten auf, kann es sein, dass Sie im Anschluss ohne Anschlussfinanzierung dastehen und einen großen Berg Schulden haben. Kündigen Sie die alten Verbindlichkeiten hingegen zu späte auf, kommt es zu Überschneidungen und Sie erzeugen mitunter Kosten, die nicht sein müssen. Versuchen Sie sich daher an unsere Erläuterung zu halten, um eine schnell und vor allen Dingen korrekte Umschuldung vornehmen zu können.

6. Das Ziel

Jede Umschuldung sollte ein Ziel haben. Ihr Ziel sollte es sein, durch die Umschuldung eine finanzielle und wirtschaftliche Erleichterung zu erreichen. Die Übersichtlichkeit bezüglich der Verbindlichkeiten sollte sich verbessern und das frei gewordene Geld sollte sinnvoll in andere Projekte fließen oder einfach angespart werden. Je nachdem, wie Ihre Lebensplanung aussieht und welche Ziele und Wünsche Sie verfolgen.

So funktioniert eine Umschuldung in 5 Schritten

Eine gelungene Umschuldung ist nur dann gegeben, wenn Sie sich bei der Durchführung an einen genauen Ablaufplan halten. Ansonsten kann nämlich viel schief gehen, was nicht nur für strapazierte Nerven, sondern auch für große finanzielle Nöte sorgt.

1. Konditionen alter Verbindlichkeiten prüfen

Wenn Sie über eine Umschuldung nachdenken, dann müssen Sie stets im ersten Schritt prüfen, was Sie umschulden wollen. Schauen Sie daher, welche Verbindlichkeiten aufgelaufen sind, welche Schuld besteht und welche Konditionen – sprich Zinsen und andere Kosten – damit einhergehen. Im besten Falle erstellen Sie eine kleine Übersicht, um einen genauen Überblick zu erhalten.

Denken Sie der Suche nach allen Verbindlichkeiten nicht nur an die großen Summen, die Ihnen spontan einfallen und vielleicht bereits seit Längerem schwer im Magen liegen. Denken Sie auch an die kleineren Beträge, die vielleicht beim Stromversorger, dem Telefonanbieter oder bei Freunden aufgelaufen sind. Beziehen Sie in ihre Auflistung auch all jene Ausgaben ein, die in naher Zukunft anfallen. Vielleicht muss das Auto repariert werden oder ein neuer Kühlschrank wird benötigt. Je umfassender Sie denken, umso erfolgreicher die Umschuldung. Schließlich nehmen Sie mit der Umschuldung ein neues Darlehen auf. Und bei dem kommt es nicht darauf an, ob es 500 Euro höher oder niedriger ausfällt.

Tipp: Bei Krediten sollten Sie sich mit dem Geldgeber in Verbindung setzen und den aktuellen Stand der Verbindlichkeiten zu einem gewissen Stichtag sagen lassen. So haben Sie eine exakte Summe, die umgeschuldet werden soll und müssen im Nachgang nicht mühsam erfragen, wie viel Geld denn nun genau überweisen werden muss.

2. Zinsen prüfen

Haben Sie alle Verbindlichkeiten zusammengetragen, geht es im zweiten Schritt darum zu schauen, was der Markt aktuell zu bieten hat. Wie hoch sind die Zinsen bei aktuellen Kreditangeboten. Liegen diese unter dem, was Sie gerade zahlen?

Da wir uns glücklicherweise gerade in einer Niedrigzinsphase befinden, dürfte es nicht schwer sein, bei einer guten Bonität gute Kreditangebote zu finden. Diese gilt es, im dritten Schritt zu suchen und zu prüfen.

3. Neue Kreditangebote unverbindlich suchen

Für die Suche nach einem passenden Kreditangebot empfehlen wir Ihnen unseren Vergleich oder unseren Vergleichsrechner, sowie Tests zu Umschuldungen online. Beide Varianten werden Ihnen innerhalb kürzester Zeit ein unverbindliches Kreditangebot in der gewünschten Höhe erstellen, welches Sie dann gerne mit anderen Angeboten und Ihrer derzeitigen finanziellen Lage vergleichen können.

Fällt das oder die Angebote besser aus als das, was Sie aktuell vorfinden, dann sollten Sie unbedingt eine Umschuldung anstreben.

4. Auswirkungen kalkulieren

Auch Ihnen wird sicherlich viel daran gelegen sein, dass die Umschuldung möglichst preiswert und ohne großen Aufwand über die Bühne geht. Bevor Sie daher einen neuen Kreditvertrag anschließen, sollten Sie schauen, welche finanziellen Auswirkungen die Umschuldung mit sich bringt. Wollen Sie einen bereits bestehenden Kredit oder gar mehrere Kredite umschulden, müssen Sie schauen, ob eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden muss. Ist dies der Fall, dann lohnt es zu rechnen, nämlich ob sich die Umschuldung auch finanziell lohnt oder ob Sie durch die Kosten keine oder nur eine sehr geringe finanzielle Entlastung erreichen.

5. Umschuldung vornehmen

Haben Sie sich für einen neuen Kredit bezüglich der Umschuldung entschieden, gilt es diesen zu unterzeichnen und somit unter Dach und Fach zu bringen. Erst danach sollten Sie ihre alten Verbindlichkeiten aufkündigen. Tun Sie dies nie im Vorfeld, da Sie zu keiner Zeit sicher sein können, dass Ihnen die Umschuldung auch gelingt. Zu viele Dinge können schiefgehen, sodass eine Sicherheit erst dann gegeben ist, wenn Sie den neuen Kreditvertrag unterschrieben haben und die Bank Ihnen eine verbindliche Zusage erteilt hat.

Wenn Sie die alten Verbindlichkeiten aufkündigen, sollten Sie im gleichen Zuge mitteilen, dass das Geld aus einem neuen Kredit stammt. So können Sie ihren neuen Geldgeber nämlich damit beauftragen, alle Verbindlichkeiten mit dem neuen Kredit abzulösen. Die Bank übernimmt das dann direkt und Sie müssen die entsprechenden Überweisungen nicht ausführen.

Damit dies gelingt, müssen Sie der Bank eine Liste mit den Gläubigern überreichen. Zudem sollten Sie einen Stichtag vereinbaren, an dem die Umschuldung durchgeführt wird.

Umschuldung im Test – Unser Fazit

Eine Umschuldung ist immer dann sinnvoll, wenn Sie durch diese Ihre wirtschaftliche und somit auch finanzielle Lage verbessern können. Dabei ist es nicht entscheidend, ob Sie lediglich einen bereits bestehenden Kredit mit besseren Konditionen ausstatten möchten. Sie können innerhalb einer Umschuldung auch mehrere Kredite zusammenfassen oder aufgelaufene Verbindlichkeiten außerhalb von Krediten mithilfe der Umschuldung begleichen und zu einer großen Summe zusammenfassen.

Wichtig ist dabei immer, dass Sie eine gute Bonität für die Umschuldung mit sich bringen, dass sich die bereits bestehenden Verbindlichkeiten ohne großen finanziellen Aufwand umschulden lassen und das Sie die Umschuldung Schritt für Schritt vornehmen, damit es zu keinen Überschneidungen aber auch zu keinen Ausfällen kommen kann.