Technik

Handys – Alltagsbegleiter im Wandel der Zeit

Handys im Wandel der Zeit
Handys – Alltagsbegleiter im Wandel der Zeit - Bild: © Nikolay N. Antonov #162948270 – stock.adobe.com

Ohne Smartphones ist unser heutiger Alltag nicht mehr vorstellbar. Was einst als schier unbezahlbares und überdimensional großes Telefon begann, verbindet heute im Miniformat und zum Schnäppchenpreis Menschen aus aller Welt miteinander.
Ein Ende des Smartphone-Booms ist nicht in Sicht. Stattdessen trumpfen die handlichen technischen Geräte immer wieder mit neuen Novitäten auf.

Der Siegeszug von Handys

Im Jahr 1983 war es soweit: Das Motorola Dynatac wurde als erstes Handy der Welt kommerziell beworben. Die Ladedauer betrug immense zehn Stunden. Anschließend konnten Nutzer für 30 Minuten damit telefonieren. Allerdings konnten sich nur die wenigsten Anwender das Motorola leisten.

Der Kaufpreis belief sich auf knapp 4.000 US-Dollar.

Daraufhin dauerte es elf Jahre, bis SMS auf dem Handy kommerziell eingeführt wurden.
Wiederum galt Motorola ab 1996 mit dem Motorola StarTAC als Vorreiter und präsentierte der Öffentlichkeit erstmals ein Handy mit Vibrationsalarm und Flipmechanismus. Mittlerweile belief sich der Preis für die Geräte auf etwa 1.000 US-Dollar.

Motorola Dynatac erstes Handy der Welt
Das Motorola Dynatac wurde als erstes Handy der Welt kommerziell beworben – Bild: © thawornnurak #231016925 – stock.adobe.com

Großer Einfluss durch Nokia und Toshiba

Im Laufe der nächsten Jahre überschlugen sich die Ereignisse. In der Mitte der 1990er Jahre schrieb ebenfalls Nokia Geschichte, indem der Hersteller den Nokia Communicator mit Schreib- und Empfangsfunktionen für Faxe und E-Mails vorstellte. Mit dieser Technologie war es möglich, sogar von unterwegs zu arbeiten.
Nachdem im Jahr 1999 mit dem Toshiba Camesse das erste Handy mit Kamera vorstellte, galten integrierte Kameras ab 2002 bereits als Standard. Preise für die Geräte reduzierten sich deutlich, so dass sich immer mehr Menschen ein mobiles Telefon leisten konnten.

Exakt fünf Jahre später feierte das iPhone seinen Durchbruch. Mit einer bahnbrechenden Software ausgestattet, definierte der Hersteller erstmals, was ein Smartphone eigentlich bedeutet. Plötzlich war es möglich, Fotos zu bearbeiten und mobil im World Wide Web unterwegs zu sein. Das Handy beeindruckte im völlig neuen Design und fand bequem in jeder kleinen Tasche Platz.

Nokia Communicator
In der Mitte der 1990er Jahre schrieb ebenfalls Nokia Geschichte, indem der Hersteller den Nokia Communicator mit Schreib- und Empfangsfunktionen für Faxe und E-Mails vorstellte – Bild: © Albo #260852 – stock.adobe.com

Das erste Smartphone-Betriebssystem

Ein Jahr nach der Vorstellung des ersten iPhones feierte das mobile Smartphone-Betriebssystem Weltpremiere und avancierte als Android zur größten Apple-Konkurrenz.

In den Folgejahren ereigneten sich weitere Highlights, darunter die Vorstellung des HTC Dream als erstem Android-Smartphone im Oktober 2008.

Im Laufe der Zeit etablierte sich Android zum Kassenschlager, der inzwischen einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent einnimmt. Einige der bekanntesten Anbieter für Tablets und Smartphones sind Huawei, OnePlus, Motorola, Xiaomi oder Samsung.

Eine zunehmende Vielfalt an Funktionen

Während frühe Smartphones Mobiltelefonie und die Rechenleistung von Tabletcomputern miteinander kombinierten, integrierten iPhones erstmals Funktionen wie GPS-Navigation oder die Wiedergabe von Musik und Videos.

Das Internet stand jedem Anwender immer und überall zur Verfügung. Wirklich „smart“ wurden die Smartphones allerdings erst durch Anwendungen und Apps von Drittanbietern. Heute konzipieren Entwickler immer wieder neue Software, um neue Anwendungen zu ermöglichen oder das Handling zu vereinfachen.

iPhone 2G
Eine zunehmende Vielfalt an Funktionen – Bild: © ifeelstock #283971340 – stock.adobe.com

Hardware mit großer Bedeutung

Neben der Software spielt die Hardware ebenfalls eine tragende Rolle. Neben stetig zunehmender Leistung sowie dem Arbeitsspeicher nimmt das sogenannte SoC – das System on a Chip – eine tragende Rolle ein. Größere Displays erleichtern den Umgang mit den Geräten ebenfalls.

Da Smartphones heutzutage als universell einsetzbare Unterhaltungsgeräte genutzt werden, kommen Fans von Handyspielen ebenfalls auf ihre Kosten.

Hinsichtlich auf in Handys integrierte Kameras geht der Trend eindeutig zu mehreren Objektiven, so dass die Kameras beispielsweise mit Weitwinkel oder Zoom-Objektiven ausgestattet sind.
Zukünftig wird sich die Hardware nicht nur merklich verbessern. Zunehmend stehen ebenfalls Kamera-Apps zur Verfügung, welche die Bildqualität verbessern. Dazu gehören neben einer automatischen Erkennung ebenfalls der Nachtmodus, die Autokorrektur oder Bildstabilisation.

Formbare Geräte als Handys der Zukunft?

Auch wenn sich Smartphone-Technologien stetig verbessern, sind nicht alle Innovationen bahnbrechend. Besonders spannend sind aktuell jedoch Ideen zu formbaren Geräten, die beispielsweise faltbare Displays einschließen. Der Einsatz sogenannter Nanotechnologie oder Hologramm-Abbildungen sind derzeit dennoch reine Zukunftsmelodie.
In greifbarer Nähe ist hingegen sogenannte Augmented Reality oder Virtual Reality, die unter anderem für eine Bildung interaktiver bzw. dreidimensionaler Abbildungen oder Kommunikation zum Tragen kommt.

Galaxy Flip 3 - faltbares Display
Besonders spannend sind aktuell jedoch Ideen zu formbaren Geräten, die beispielsweise faltbare Displays einschließen – Bild: © fifg #455785768 – stock.adobe.com

Die Vision: Handys mit längerer Laufzeit

Durch leistungsfähige Hardware sowie Displays erhöht sich automatisch der Stromverbrauch. Diese Entwicklungen führen zu dem Anspruch die Akkuleistung der Handys weiter zu verbessern. Der Trend geht eindeutig zu Akkus mit langer Ladezeit und großen Kapazität. Trotz hoher Leistungsfähigkeit sollten Batterien für Handys in Zukunft so klein wie möglich sein.

Hinsichtlich der Energieversorgung lassen Hersteller keine Bemühungen unversucht, um die Akkus so schnell wie möglich aufzuladen. Setzen sich formbare und flexible Nano-Batterien durch, können auch Handys im völlig neuen Design brillieren. Software und Künstliche Intelligenz werden noch enger miteinander verbunden sein. So ist es zukünftig nicht ausgeschlossen, dass Einstellungen automatisch verwaltet werden oder ein direkter Kontakt mit Handynutzern erfolgt.