Sport und Gesundheit

Training mit Vibrationsplatte – Worauf achten?

Training mit Vibrationsplatte
Training mit Vibrationsplatte – Worauf achten?

Große Trainingseffekte mit kurzer Übungszeit erzielen: Eine Vibrationsplatte verspricht wirkungsvolle sportliche Einheiten.
Doch der Umgang mit der Trainings-Wundermaschine birgt auch einige Risiken.

Nicht uneingeschränkt empfehlenswert

Das Prinzip einer Vibrationsplatte ist schnell erklärt. In dem Gerät befindet sich ein kleiner Motor, der die Platte in Schwingungen versetzt.
Die Schwingungen werden auf den Körper übertragen. Als Ausgleich zu diesen Vibrationen durchlebt die Muskulatur ein Wechselspiel aus An- und Entspannung – einschließlich der Tiefenmuskulatur, welche den Körper stabilisiert. Der Muskelaufbau wird forciert.

Zusätzlich erhalten die Knochen durch das Training weitere Impulse für deren Aufbau.

Dennoch ist der Einsatz der Trainingsplatten nicht uneingeschränkt empfehlenswert.

Prinzip einer Vibrationsplatte
In einer Vibrationsplatte befindet sich ein kleiner Motor, der die Platte in Schwingungen versetzt

Nicht für jedermann geeignet

Zunächst sollten Hobbysportler wissen, dass die Vibrationsplatte nur bei regelmäßigem sportlichem Training den gewünschten Effekt erzielt. Ein Trainingseffekt an der Muskulatur stellt sich nur ein, falls auch Muskeln vorhanden sind. Wer regelmäßig joggt oder Nordic Walking betreibt, profitiert durch das Training auf einer Vibrationsplatte von einer Leistungssteigerung.

Doch wer sich nur wenig bewegt oder überhaupt nicht sportlich betätigt, darf von einer Vibrationsplatte auch keine Wunderwirkung erwarten. Die Vibrationen belasten den Körper massiv. Es drohen sogar Schäden, falls die Muskulatur zur Stabilisierung des Körpers nicht stark genug ist.

Vibrationsplatte Training
Zunächst sollten Hobbysportler wissen, dass die Vibrationsplatte nur bei regelmäßigem sportlichem Training den gewünschten Effekt erzielt

Keine Vibrationsplatte bei Gelenkbeschwerden

Von Gelenkbeschwerden wie einer Arthrose betroffene Personen sollten ebenso auf das Training auf einer Vibrationsplatte verzichten wie Träger von Endoprothesen bzw. künstlichen Gelenken.

Zugleich sollten all die Betroffenen von dem Gerät Abstand nehmen, die unter einer neurologischen Erkrankung wie Muskelhypertonie oder rheumatischen Krankheiten leiden.

Im Zweifelsfall können sich Betroffene ebenfalls an ihren Arzt wenden.

Vorteile einer breiten Standfläche

Damit die Übungen auf der Vibrationsplatte stabil ausgeführt werden können, ist eine breite Standfläche unerlässlich. Etwas kostenintensiver sind mit einer Haltestange ausgestattete Modelle. Ein idealer Trainingseffekt wird zudem mit einer dreidimensional funktionierenden Platte erreicht, die nicht nur wippt, sondern sich in alle Richtungen eines Zimmers bewegt.

Ein weiterer Indikator ist die in Hertz gemessene Schwingungsfrequenz, da verschiedene physische Strukturen auch unterschiedlich auf Vibrationen reagieren. Für eine Prävention vor Osteoporose ist eine kräftige und ruhige Frequenz von acht bis zehn Hertz optimal für den Knochenaufbau geeignet. Zur Aktivierung sogenannter schneller Muskelfasern empfiehlt sich ein Bereich von 25 bis 40 Hertz.
Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Vibrationsplatte gut beraten zu lassen.

Breite Standfläche auf Vibrationsplatte
Damit die Übungen auf der Vibrationsplatte stabil ausgeführt werden können, ist eine breite Standfläche unerlässlich

Dämpfende Matten als Unterlage

Zudem stellt sich die Frage, wie Hobbysportler das Gerät so effizient wie möglich anwenden. Hierbei ist es sinnvoll, eine dämpfende Matte unter die Platte zu legen.

Die meisten Übungen erfolgen im Stehen mit leicht gebeugten Hüft- und Kniegelenken.

In dieser Position ist die Muskulatur unter Spannung. Der Körper fängt die Vibrationen dadurch am besten ab. Die Übungen dauern jeweils zehn bis 20 Minuten an.

Kniebeuge als wichtige Übung

Generell sind Vibrationsplatten in erster Linie dazu geeignet, die unteren Extremitäten zu trainieren. Deshalb ist der Trainingseffekt in der Gesäßmuskulatur, an den Beinen sowie der unteren Rückenmuskulatur besonders hoch. Eine wichtige Übung ist Kniebeuge in sämtlichen Varianten.

Zusätzlich gibt es online zahlreiche Übungsvideos, die Übungen für den Oberkörper wie Liegestütze zeigen. Doch bei diesen Trainingseinheiten ist eine gut ausgebildete Muskulatur besonders wichtig. Mangelt es an einem ausreichenden Muskelkorsett im oberen Rücken und an den Schultern, dringen die Vibrationen schlimmstenfalls bis zu den inneren Organen vor.
Schlimmstenfalls wird dadurch sogar der Sehnerv in Mitleidenschaft gezogen.