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Ein Wochenende in Düsseldorf: Die wichtigsten Orte für Touristen

Ein Wochenende in Düsseldorf
Ein Wochenende in Düsseldorf: Die wichtigsten Orte für Touristen - Foto: © EdNurg #531402160 - stock.adobe.com

Die Rheinmetropole und nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf ist hervorragend für ein Wochenende geeignet. Die Altstadt ist reich an Sehenswürdigkeiten und bietet mit ihren Restaurants und Brauereien viele Möglichkeiten für eine Einkehr. Die Stadt am Rhein hat jedoch noch mehr zu bieten. Tradition trifft auf Moderne. Kunst und Kultur kommen nicht zu kurz.

Ein Bummel durch die Altstadt

Wer zum ersten Mal nach Düsseldorf kommt, sollte mit der Altstadt beginnen, die mit ihren schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen einen Hauch von Kleinstadtfeeling bietet. Einen Überblick über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten können sich Besucher in einem Hop-on-Hop-off-City-Bus verschaffen. Viele wichtige Informationen für einen Wochenendtrip hält der City-Guide für Düsseldorf bereit.

Am Marktplatz kann die Tour durch die Altstadt beginnen. Von dort ist es nicht weit zum Radschlägerbrunnen mit der Pegeluhr. Zu den schönsten Gebäuden in der Altstadt gehören die Kirche St. Lambertus, die Hofkirche Sankt Andreas und das Rathaus. Die Kunstakademie ist ebenso einen Besuch wert wie die Schneider-Wibbel-Gasse.

Zwischendurch bei einem Bummel, aber auch als Ausklang eines erlebnisreichen Tages lohnt sich ein frisch gezapftes Bier an der längsten Theke der Welt.

Sie befindet sich nicht in einer Kneipe, sondern es ist die Altstadt selbst mit ungefähr 260 Restaurants, Kneipen und Bars, die sich über einen halben Kilometer erstreckt. Sie gewährt Einblicke in die Kneipen- und Brauhauskultur.

Die Altstadt ist das Herz der Rheinmetropole und zeugt von den Anfängen Düsseldorfs als Fischerdorf. Am Burgplatz befindet sich der Schlossturm als letztes Überbleibsel der Schlossanlage. Er ist 33 Meter hoch und beherbergt ein Schiffermuseum. Einen 360-Grad-Panoramablick auf die Altstadt und den Rhein bietet das Café Laterne im Schlossturm.

Auf dem Carlsplatz findet der traditionsreiche Wochenmarkt statt. Auch dort gibt es Cafés. Wer in das pralle Leben eintauchen und viele Einheimische treffen möchte, kann auf der Rheinuferpromenade flanieren. Das Rheinufer bietet einen schönen Blick auf die Skyline von Düsseldorf.

Bummel durch die Düsseldorfer Altstadt
Wer zum ersten Mal nach Düsseldorf kommt, sollte mit der Altstadt beginnen, die mit ihren schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen einen Hauch von Kleinstadtfeeling bietet – Foto: © janvier #333419529 – stock.adobe.com

Die Königsallee als Luxusboulevard

Shopping gehört zu einem Wochenende in Düsseldorf dazu. Die berühmte Königsallee, von den Einwohnern liebevoll „Kö“ genannt, ist ein Luxusboulevard und auch dann sehenswert, wenn das nötige Kleingeld nicht vorhanden ist. Die mondäne Einkaufsmeile ist knapp einen Kilometer lang und 87 Meter breit. Sie gilt als breiteste Straße Deutschlands und befindet sich zwischen Altstadt und Carlstadt.

An sonnigen Tagen entfaltet die Kö ihre volle Pracht. Dort befinden sich Filialen großer Modeketten, Boutiquen weltbekannter Designer, Einrichtungsgeschäfte, Banken und Luxushotels. Selbstverständlich flanieren dort auch Modemutige und Fashionblogger.

Ein idyllischer Kanal verläuft in der Mitte der Kö und wird von Kastanienbäumen gesäumt. Er wird als Stadtgraben oder Kö-Graben bezeichnet. Auf den Bänken können Besucher zwischendurch entspannen oder das quirlige Treiben beobachten.

Bei schlechtem Wetter können Touristen im Kö-Center oder in der Kö-Galerie verweilen und sich dort stärken.

Der Kö-Bogen ist ein Architektur-Ensemble von Daniel Libeskind, das über geschwungene Schaufenster verfügt. Dort können Besucher in die Lifestyle-Welt eintauchen und internationale Trends von Topmarken aufspüren. Verschiedene Läden und gastronomische Einrichtungen befinden sich dort.

Nicht nur die Königsallee, sondern auch einige Nebenstraßen bieten noch verschiedene ausgefallene Läden und sollten bei einem Bummel nicht vergessen werden.

Königsallee als Luxusboulevard
Die berühmte Königsallee, von den Einwohnern liebevoll „Kö“ genannt, ist ein Luxusboulevard und auch dann sehenswert, wenn das nötige Kleingeld nicht vorhanden ist – Foto: © shokokoart #515324158 – stock.adobe.com

Das japanische Viertel Little Tokyo

Little Tokyo ist das japanische Viertel von Düsseldorf und befindet sich an der anderen Seite der Königsallee. Wer dorthin gelangen möchte, geht auf der Kö in Richtung Hauptbahnhof. In Little Tokyo lebt die größte japanische Community Deutschlands.

Little Tokyo ist die richtige Adresse für Freunde der fernöstlichen Küche und bietet authentisches japanisches Essen. Kleine Sushi-Imbisse, japanische Cafés, Bubbletea-Läden und Ramenlokale befinden sich rund um die Immermannstraße. Auch die Klosterstraße und die Bismarckstraße gehören zu Little Tokyo. Es gibt dort nicht nur japanische Küche, sondern auch asiatische Supermärkte, Karaokebars und Manga Stores.

Wer tiefer in die japanische Kultur eintauchen möchte, sollte unbedingt das EKÖ-Haus als japanisches Kulturzentrum besuchen.

Es verfügt über eine buddhistische Tempelstätte und einen kunstvoll gestalteten Garten. In Little Tokyo finden auch verschiedene Veranstaltungen statt. Auch im Rahmen einer Führung kann Little Tokyo erkundet werden.

Medienhafen mit den Gehry-Bauten

Das Hafenviertel von Düsseldorf verbindet Moderne mit Tradition. Wer Düsseldorf vom Wasser aus entdecken möchte, kann eine Schiffstour auf dem Rhein buchen und auch die futuristischen Gebäude des Medienhafens sehen. Ganz in der Nähe befinden sich historische Anlagen.

Wer die schrägen Gehry-Bauten sehen möchte, sollte am späten Nachmittag oder in der Abendsonne an der Rheinuferpromenade entlang zum Medienhafen schlendern. Besucher haben einen wunderschönen Blick auf den Sonnenuntergang.

Die drei von Frank Gehry geschaffenen skulpturalen, organisch geformten Gebäude unterwerfen sich keiner Geometrie. Sie unterscheiden sich in Höhe, Materialqualität und Formensprache. Die Fassaden bestehen aus Edelstahl, weißem Putz und Klinker. Im Erdgeschoss der Gehry-Bauten befinden sich zwei Restaurants und eine Meerbar.

Der Medienhafen bietet auch kreative und moderne Küche, zu der die asiatische Fusionsküche gehört. Im Zollhof 13 wartet das Restaurant Böser Chinese mit handgezogenen Nudeln auf die Besucher. Veganes Buffet wird im familiengeführten Restaurant Sattgrün serviert.

Medienhafen mit den Gehry-Bauten
Medienhafen mit den Gehry-Bauten – Foto: © janvier #499402040 – stock.adobe.com

Blick auf Düsseldorf vom markanten Rheinturm

Ein Wahrzeichen von Düsseldorf ist der markante Rheinturm mit einer Höhe von 240,5 Metern. Bei klarer Luft bietet die Aussichtsplattform einen faszinierenden Blick bis hin zum Kölner Dom.

Der Turm wurde von 1979 bis 1982 errichtet und bietet einen atemberaubenden Überblick über Düsseldorf und seine geografischen Gegebenheiten.

Auf einer Höhe von 172,5 Metern befindet sich das japanische Restaurant Qomo. Das Lokal dreht sich innerhalb von 72 Minuten einmal um die eigene Achse und lässt Düsseldorf im 360-Grad-Panorama an den Gästen vorbeigleiten.

Schloss Benrath mit einem schönen Schlossgarten

Das Schloss Benrath ist von Flingern gut erreichbar und von einem quadratischen Schlossgarten mit einer Größe von 61 Hektar umgeben. Der Schlossgarten reicht bis an das Rheinufer und ist von einem geometrischen System aus Wegen und Plätzen durchzogen. Direkt im Schlossgarten befindet sich ein Naturschutzgebiet in der Größe von 45 Hektar, das Heimat verschiedener seltener Vögel und Käfer ist.

Das rosafarbene barocke Sommerschloss in der Mitte der Parkanlage wurde von Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz im Jahr 1755 beauftragt und im französischen Rokokostil errichtet. Es kann bei einer Führung auf Schlosspantoffeln besichtigt werden und verfügt über goldverzierte Prunkzimmer mit Seidentapete sowie Badezimmer mit Stuck.

Wer die Führung „Verborgene Räume“ bucht, kann versteckte Räume und Treppen entdecken. Sie verbergen sich hinter Wänden, Treppen und Spiegeln. Es gibt eine geheime Zwischenetage, die Schlafstätte für das Personal war.

Das Museum für Europäische Gartenkunst befindet sich im Ostflügel des Schlosses. Es führt die Besucher durch die jahrhundertealte Geschichte der europäischen Park- und Gartenkunst. Es gibt auch einen Küchengarten, in dem abhängig von der Jahreszeit Kräuter und Schnittblumen angeboten werden.

Wer mag, kann den Besuch im Schloss im historischen Torgebäude bei Kuchenkreationen ausklingen lassen. Das Gebäude bietet einen schönen Blick auf das Lustschloss.

Schloss Benrath
Das Schloss Benrath ist von Flingern gut erreichbar und von einem quadratischen Schlossgarten mit einer Größe von 61 Hektar umgeben – Foto: © Klaus Büth #28692579 – stock.adobe.com

Botanischer Garten in Düsseldorf

Erlaubt es die Zeit an einem Wochenende, bietet sich ein Besuch im Botanischen Garten an. Der Eintritt ist frei. Das halbkugelige Schaugewächshaus ist 18 Meter hoch und Wahrzeichen des Botanischen Gartens im Süden der Stadt. Der Botanische Garten schließt sich unmittelbar an das Gelände der Heinrich-Heine-Universität an.

Das Schaugewächshaus ist eine Kalthalle mit einer Fläche von 1.000 Quadratmetern.

Dort gedeihen ungefähr 400 Pflanzenarten aus dem Mittelmeerraum, Südafrika, Chile, Kalifornien, Asien und Neuseeland. Es gibt tropische Nutz- und Arzneipflanzen, Kakteen und eine reiche Sammlung an Proteen. Die verschiedenen Abteilungen sind um eine große Wildblumenwiese herum angelegt.

Fazit

Düsseldorf ist ein ideales Ziel für einen abwechslungsreichen Wochenendtrip. Die Stadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten, lebendige Kultur und moderne Architektur auf engem Raum. Ob ein Bummel durch die Altstadt mit ihrer Brauhauskultur, Shopping auf der eleganten Königsallee, ein Abstecher nach Little Tokyo oder ein Besuch im modernen Medienhafen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Ergänzt durch beeindruckende Ausblicke vom Rheinturm, historische Orte wie Schloss Benrath und grüne Oasen wie den Botanischen Garten zeigt Düsseldorf, wie vielfältig und lebendig eine Reise an den Rhein sein kann.