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Wann gilt jemand als spießig?

Wann gilt jemand als spießig?
Wann gilt jemand als spießig?

In jedem von uns steckt ein kleiner Spießer. Glauben Sie nicht? Dann stellen Sie sich mal folgende Szenarios vor: Ihr Mitbewohner trinkt heute Abend anstelle von einem Bier lieber eine Apfelschorle, denn morgen muss er wieder lernen. Deine Mitarbeiterin lädt dich zu einer Tupperparty ein. Du bist bei einer Freundin zu Besuch und darfst die Wohnung keinesfalls mit Schuhen betreten. Ein Haus im Grünen oder mit Garten klingt plötzlich sehr verlockend? Der Urlaub mit Halbpension oder All Inclusive wird auf einmal als angenehm und praktisch empfunden und einer Rucksacktour vorgezogen?

Na, denken Sie vielleicht bei einem der drei Fälle an spießiges Verhalten? Dann wären Sie zumindest nicht alleine mit Ihren Gedanken. Unterbewusst schlecht sich spießiges Verhalten in unseren Alltag.

Die Definition des Spießers

Abwertend meint man mit Spießer eine Person, die durch ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit charakterisiert ist. Außerdem hegt Sie eine Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ist geistlich unbeweglich sowie überaus konform mit gesellschaftlichen Normen.

Gemeint sind also engstirnige Menschen, die viel Wert auf geordnete Lebensverhältnisse legen und sich anders lebenden Personen gegenüber recht intolerant verhalten.

Der Begriff gilt seit dem 19. Jahrhundert als Kurzwort für die sogenannten Spießbürger. Vermutlich geht die allgemeine Bezeichnung auf das Mittelalter zurück. Dort wohnten Bürger in der Stadt, die diese mit dem Spieß als Waffe verteidigten. Heute ist diese Bedeutung natürliche Kokolores.

Was genau bedeutet es, „spießig“ zu sein?

Was bedeutet es überhaupt, „spießig“ zu sein? Grundsätzlich ist das Urteil eher subjektiv. Und nicht zu verleugnen ist, dass dieser Begriff eher negativ behaftet ist. Sicher kennen Sie Floskeln wie „Einen Stock im Arsch haben“ oder „Zum Lachen in den Keller gehen“. Für einige Menschen bedeutet spießig sein, wenn man nichts riskiert oder immer hyperanständig agiert.

Außerdem halten sich „Spießer“ irgendwie immer an Regeln und sind übervorsichtig. Wenig Spontanität und ein hohes Sicherheitsbedürfnis stehen an oberster Stelle. Ob das wirklich negativ ist oder nicht, liegt ebenfalls im Auge des Betrachters.

Anzeichen dafür, dass Sie so werden, wie Ihre „spießigen“ Eltern

Gestern hielten Sie Ihre Eltern noch für kleinkariert und morgen sehen Sie sich die gleichen Dinge machen und sehen die gleichen Werte als wichtig?

Hier sind noch weitere Beispiele, die als Anzeichen fürs Spießer-Dasein gelten.

  1. Sie sind ständig müde und müssen das auch jeden wissen lassen.
  2. Sie schalten beim Feiern jetzt einen Gang zurück und eskalieren nicht, damit Sie am Montagmorgen bloß nicht verkatert auf der Arbeit erscheinen
  3. „Früher war alles besser“ zählt nun zu Ihren Lieblingssetzen?
  4. Sie ziehen praktische und sichere Kleidung einem perfekten Style vor? Fahrradhelme stehen nun auch ganz oben auf der Fahrrad-Tagesordnung.
  5. Sie bekommen keine Trends mehr mit und verbringen jeden Abend mit „Netflix and Chill.“
  6. Ihre aktuelle Bettwäsche wird ins Farbschema integriert und jede Woche putzen Sie Ihr Auto
  7. Sie planen heute schon, was Sie morgen kochen werden
  8. Sie beschweren sich beim Vermieter wegen der lauten Kinder und der wilden Partys
  9. Sonntagabend schauen Sie Tatort mit Ihrem Liebsten
  10. 22 Uhr ist die neue Schlafenszeit
  11. Ihre Wohnung ist keine Jugendherberge mehr
  12. Sie erkennen nun den „guten“ Wein
  13. Sie regen sich übers Wetter auf
  14. Das Grüne in Ihrem Fenstersims ist nun eine Orchidee und auch andere Pflanzen finden in Ihrer Wohnung Platz