
Wer die Natur liebt und Naturwunder erleben möchte, muss auf Reisen nicht immer weit fahren. Auch in Deutschland befinden sich einige Naturwunder. Verschiedene Felsformationen gehören ebenso dazu wie Schluchten oder weitläufige Strände.
Kniepsand auf der Insel Amrum
Die Insel Amrum in Schleswig-Holstein gehört zu den Nordfriesischen Inseln und liegt südlich von Sylt. Der Kniepsand mit einer Länge von zehn Kilometern ist einer der längsten Badestrände Europas. Er liegt am Westrand der Insel und ist nicht von Touristen überlaufen.
Geologen sprechen davon, dass der Kniepsand eigentlich nicht zu Amrum gehört.
Es ist eine vorgelagerte Sandbank, die immer näher an die Insel herangewandert ist. Im Sommer lädt der Strand zum Baden ein, während er in der Nebensaison vielen Vögeln als Rast- und Brutplatz dient.

Lange Anna als Wahrzeichen von Helgoland
Zu Schleswig-Holstein gehört auch Helgoland in der Deutschen Bucht, Deutschlands einzige Hochseeinsel. Das Wahrzeichen der Insel ist die Lange Anna, eine 47 Meter hohe Felsnadel aus Buntsandstein. Der weithin sichtbare Felsen befindet sich am nördlichen Ende der Insel und ist für Menschen nicht zugänglich.
Besucher können die Lange Anna von der Insel aus gut sehen und auch bei einer Bootstour umrunden. Die Lange Anna ist Brutstätte für Dreizehenmöwen, Basstölpel und Trottellummen. Am besten ist sie vom 2,8 Kilometer langen Klippenrandweg sichtbar.
Um die Lange Anna zu erhalten und vor Erosionen zu schützen, wurde der Hohlraum am Fuße der Felsnadel zugemauert und eine Mauer errichtet.

Blautopf als Karstquelle bei Blaubeuren
Der Blautopf bei Blaubeuren in Baden-Württemberg hat eine nahezu unwirkliche intensive blaue Farbe. Er ist eine Karstquelle in einem weit verzweigten natürlichen Höhlensystem. Einfallendes Tageslicht wird von Kalkpartikeln gebrochen und verleiht der Quelle ihre Farbe.
Aus der Quelle entspringt das Flüsschen Blau, das in die Donau mündet.
Nachdem sich mehrere Tauchunfälle ereignet hatten, ist das Tauchen in den Höhlen inzwischen verboten. Besucher können bei einer Führung oder nach Anmeldung jedoch die Brillenhöhle oder die Geißenklösterle-Höhle in der Nähe erkunden.
Breitachklamm bei Oberstdorf als tiefste mitteleuropäische Felsenschlucht
Die Breitachklamm bei Oberstdorf in Bayern ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas. Sie erstreckt sich von Oberstdorf bis ins Kleinwalsertal. Die Kraft des Wassers hat etwa 150 Höhenmeter in den Stein gefräst. Jährlich erkunden Tausende von Touristen den kurzen Wanderweg und hören, wie das Wasser mit beachtlicher Lautstärke und Geschwindigkeit durch die Klamm rauscht.
Am Eingang informiert eine interaktive Schau über die Entstehung des Naturwunders. Begehbare und gesicherte Pfade führen durch die Klamm. Wer die Breitachklamm erkunden möchte, sollte sich auf der Webseite dieses Naturwunders über mögliche Schließzeiten informieren.

Externsteine als Sandsteingiganten im Teutoburger Wald
Die Externsteine werden auch als Stonehenge des Teutoburger Waldes bezeichnet und befinden sich in Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Diese 40 Meter hohen Sandsteingiganten wurden zu verschiedenen Zeiten bearbeitet und verfügen über Höhlen und Reliefs.
Die Felsformation diente bereits in vorchristlicher Zeit als Kultstätte. Der anstrengende Aufstieg zur Aussichtsplattform wird mit einem atemberaubenden Blick auf Ostwestfalen belohnt.
Das Informationszentrum in der Nähe ist eintrittsfrei und bietet den Besuchern einen Einblick in die Natur- und Kulturgeschichte der Region. Rund um die Externsteine werden auch Führungen angeboten.
Zeckenstein als Kalkfelsen in der Fränkischen Schweiz
Der Zeckenstein in Tüchersfeld in der Fränkischen Schweiz befindet sich in Bayern, nördlich von Nürnberg. Der Kalkfelsen ist im Rahmen einer Wanderung von einem Wanderparkplatz im Norden von Tüchersfeld erreichbar. Der Aufstieg ist mit Treppen und Geländern gesichert.
Besucher gelangen über eine Eisentreppe durch einen Felsdurchstieg und dann über eine Holztreppe zum Aussichtspunkt.
Von dort haben Besucher einen faszinierenden Blick auf Tüchersfeld und die Fränkische Schweiz. Tüchersfeld gehört zu den schönsten Dörfern in Deutschland. Am Fuße des Felsen befindet sich das Fränkische Schweiz Museum.
Zwölf Apostel als eindrucksvolle Felsformation im Altmühltal
Die Zwölf Apostel sind eine Felsformation zwischen Solnhofen und Eßlingen, im Altmühltal in Bayern. Das Gebiet steht seit 1984 unter Naturschutz und umfasst mehr als 15 Hektar. Es eignet sich für Wander- und Radtouren.
Die Dolomitfelsen sind 12 bis 25 Meter hoch und ragen aus dem Flusstal. Sie können auf einer Kanufahrt auf der Altmühl, aber auch auf dem Altmühl-Panoramaweg erkundet werden.





