
Batterien gehören auf keinen Fall in den Hausmüll. Wer an die richtige Entsorgung denkt, hilft, Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen. Erhebungen des Umweltbundesamtes zufolge wird ungefähr die Hälfte der in Deutschland verkauften Batterien nicht richtig entsorgt.
Warum Batterien nicht in den Hausmüll gehören
In Deutschland werden jährlich ungefähr 1,5 Milliarden Batterien verkauft, was pro Verbraucher mehr als 20 Stück ausmacht. Das Umweltbundesamt berichtet davon, dass nicht einmal die Hälfte der verkauften Batterien korrekt entsorgt wird.
Die nicht korrekte Entsorgung belastet die Umwelt, da Schadstoffe freigesetzt werden. Wertvolle Ressourcen, die in den leeren Batterien noch enthalten sind, gehen verloren.
Zink und Mangan aus diesen Batterien könnten noch verwendet werden und müssten nicht verstärkt abgebaut werden.
Die alten Batterien gehören nicht in den Hausmüll und auch nicht in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Sie können eine ernsthafte Gefahr für die Umwelt darstellen, da sie Schadstoffe wie Cadmium, Blei und in geringen Mengen auch Quecksilber freisetzen. Bei Lithium-Ionen-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus besteht die Gefahr, dass sie sich durch einen Kurzschluss leicht entzünden können.

Batterierecht-Durchführungsgesetz zur Entsorgung von Batterien
In Deutschland ist seit dem 18. August 2025 das Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG) in Kraft, das erlassen wurde, um die Umweltbelastung durch nicht fachgerechte Entsorgung von Batterien zu verringern. Es löste das alte Batteriegesetz (BattG) ab.
Das Batterierecht-Durchführungsgesetz verpflichtet den Einzelhandel und die Hersteller zur kostenlosen Rücknahme alter Batterien. Die Einzelhandelsgeschäfte und die Hersteller sind zur Bereitstellung von Sammelsystemen für alte Batterietypen verpflichtet. Die Bundesregierung will mit dem neuen Gesetz die Rückgabe von Batterien für die Verbraucher erleichtern und erreichen, dass mehr alte Batterien zurückgegeben und fachgerecht entsorgt werden.

Batterien richtig entsorgen – das ist möglich
Alte Batterien können grundsätzlich in allen Verkaufsstellen, in denen Batterien und Akkus gehandelt werden, zurückgegeben werden. Dazu zählen Elektrofachgeschäfte, Warenhäuser, Tankstellen, aber auch Drogeriemärkte und Supermärkte. Dort gibt es für die handelsüblichen Batterien aus dem Haushalt grüne Sammelboxen. Mitunter sind auch gelbe Boxen vorhanden, in denen Hochenergiebatterien gesammelt werden.
Kommunale Wertstoffhöfe nehmen größere Batterien entgegen, zu denen Akkus von E-Bikes und Autobatterien gehören. Auch diese größeren Batterien können im Fachhandel abgegeben werden, wenn sie zum Sortiment gehören. Wer eine neue Autobatterie kauft und in dieser Verkaufsstelle gleichzeitig eine alte Autobatterie abgibt, bekommt sogar Pfandgeld zurück.
Mitunter können Batterien auslaufen, was an einer kristallinen Flüssigkeit erkennbar ist. Die Batterien sollten nur mit einem Tuch oder Handschuhen angefasst werden, da diese Flüssigkeit ein gesundheitliches Risiko darstellt. Mit einem Tuch wird die ausgelaufene Flüssigkeit abgewischt. Auch die ausgelaufenen Batterien können an den Sammelstellen zurückgegeben werden.
Akkus als Alternative zu Batterien
Akkus sind eine sinnvolle Alternative zu Batterien, da sie länger halten und demzufolge nicht so schnell entsorgt werden müssen. Sie sind für häufig verwendete Geräte geeignet, in denen die Batterien häufiger als alle zwei Monate gewechselt werden.
Akkus sind zwar in den Anschaffungskosten teurer als Batterien, doch lässt sich langfristig mit ihnen sparen, da sie immer wieder aufgeladen werden können.
Für die Akkus gibt es spezielle Ladegeräte.
Weniger entsorgen mit dem Verzicht auf Batterien
Batterien sind in ihrer Herstellung nicht umweltfreundlich, da sie viele Ressourcen und Energie erfordern. Für die Herstellung von Batterien wird die hundertfache Menge an Energie benötigt, die von den fertigen Batterien bereitgestellt wird.
In stationären Geräten, die nur in der Nähe einer Steckdose betrieben werden, sind Batterien überflüssig. Anstelle von Geräten mit Batterien können Geräte mit Netzkabel gekauft werden. Das betrifft beispielsweise elektrische Zahnbürsten, Rasierer oder Bohrmaschinen.
Nicht immer sind elektrische Haushaltsgeräte erforderlich. Dosenöffner oder Bleistiftanspitzer müssen nicht mit Batterie betrieben werden. Einfache Geräte für den Handbetrieb sind deutlich preiswerter und nachhaltiger.








