Schöne und umweltfreundliche Alternativen zu Rasen

Gepflegter Zierrasen ist zwar schön anzusehen, doch benötigt er viel Wasser und Pflege. Er ist ökologisch nicht wertvoll, da er für Insekten nur wenig Nutzen hat. Es gibt verschiedene umweltfreundliche und naturnahe Alternative, die noch dazu pflegeleicht sind.
Rasenalternativen mit ökologischen Vorteilen
Englischer Rasen ist noch immer beliebt. Er benötigt regelmäßige Pflege, da er immer kurz gemäht werden muss. Er hat aus ökologischer Sicht viele Nachteile, da er viel Wasser und auch zusätzlichen Dünger benötigt. Für Tiere und andere Pflanzen bietet er kaum Lebensraum.
Wer sich mehr Nachhaltigkeit für den Garten wünscht, kann Alternativen zu Rasen anlegen, die Biodiversität fördern und pflegeleichter sind.
Es reicht oft schon aus, einzelne Bereiche des Rasens umzugestalten. Der Garten wird dadurch lebendiger und umweltfreundlicher.
Zumeist benötigen die Rasenalternativen kaum Dünger. In den Sommermonaten benötigen sie auch weniger Wasser als Zierrasen. Die Pflanzen können der Erosion vorbeugen und ziehen verschiedene nützliche Insekten wie Bienen oder Schmetterlinge an. Auch Vögel und Kleintiere können sich ansiedeln.
Die Rasenalternativen sparen Zeit und schonen Klima und Umwelt, da sie nicht gemäht werden müssen.

Richtiger Zeitpunkt für die Umgestaltung der Rasenflächen
Die Umgestaltung der Rasenflächen ist das ganze Jahr über möglich. Am besten eignen sich jedoch das Frühjahr und der frühe Herbst. Im Frühjahr, von April bis Mai, keimen Pflanzen gut, da der Boden feucht ist und die Temperaturen langsam steigen.
Der frühe Herbst von September bis Anfang Oktober eignet sich gut, da der Boden noch warm ist und oft mehr Regen fällt. Neue Pflanzen haben gute Startbedingungen.

Der Blumenrasen als Kompromiss zwischen Rasen und Wiese
Der Blumenrasen ist eine Mischung aus Gräsern und niedrig wachsenden, blühenden Kräutern, zu denen Klee, Gänseblümchen, Ehrenpreis und Braunelle gehören. Der Blumenrasen bleibt vergleichsweise trittfest und kann regelmäßig gemäht werden.
Blumenrasen eignet sich für häufig genutzte Flächen und für Gartenbesitzer mit Kindern oder Hunden.
Wer einen Blumenrasen anlegen möchte, mäht den vorhandenen Rasen kurz und raut ihn leicht auf. Die Samenmischung wird anschließend eingebracht und leicht angedrückt. Die Fläche muss feucht gehalten werden.
Biodiversität mit der Wildblumenwiese
Eine Wildblumenwiese bietet Nahrung für viele nützliche Insekten, aber auch Schutz für Kleintiere und Vögel. Sie muss ein- bis zweimal jährlich gemäht werden und kommt zumeist ohne Dünger aus. Viele Wildblumen sind empfindlich gegen Trittbelastung.
Die Wildblumenwiese eignet sich für größere Gärten und für Flächen, die nur wenig betreten werden.
Um eine Wildblumenwiese anzulegen, wird die alte Grasnarbe stark ausgedünnt oder komplett entfernt. Der Boden muss gelockert werden. Für Wildblumenwiesen gibt es Samenmischungen, die ausgesät werden. Die Fläche muss feucht gehalten werden. Der Boden sollte nährstoffarm sein, damit sich Gras nicht so schnell wieder ausbreitet. Das kann durch das Einarbeiten von etwas Sand erreicht werden.
Pflegeleichter Kleerasen
Kleerasen besteht aus Weißklee oder Mikroklee und ist pflegeleicht. Er muss nur selten gemäht werden, da Klee nur langsam in die Höhe wächst. Ein weiterer Vorteil besteht in der dichten Wuchsform, die Unkraut unterdrückt.
Kleerasen ist für sonnige bis halbschattige Flächen und für Familiengärten mit moderater Nutzung geeignet.
Der alte Rasen wird kurz gemäht, der Boden leicht aufgelockert. Der Kleesamen wird gleichmäßig ausgestreut, leicht eingeharkt und gut gewässert. Der Klee wächst nach wenigen Wochen zwischen dem vorhandenen Gras.

Bodendecker als pflegeleichte Pflanzen
Bodendecker sind pflegeleicht, werten den Garten ökologisch auf und bedecken den Boden vollständig. Beliebt sind Kriechender Günsel, Gundermann, Teppichphlox oder Thymian. Diese Pflanzen blühen häufig und reich, bieten Nahrung für Insekten und sind trockenheitsresistent. Viele Bodendecker sind nur wenig trittfest. Bodendecker eignen sich für selten betretene Bereiche wie Randflächen, Vorgärten, Steingärten und Beetränder.
Um Bodendecker anzulegen, wird der vorhandene Rasen entfernt. Der Boden muss aufgelockert werden. Die Bodendecker werden in Gruppen gepflanzt, gewässert und mit Mulch abgedeckt, um das Austrocknen der Erde zu verhindern. Gelegentlich werden die Bodendecker gegossen und das Unkraut entfernt.
Mehr Natur mit Blumeninseln
Wer nicht vollkommen auf Rasen verzichten möchte und größere Rasenflächen hat, kann Blumeninseln an einzelnen Bereichen anlegen. Der vorhandene Rasen bleibt größtenteils erhalten.
Für Blumeninseln wird an den gewünschten Stellen im Rasen die Grasnarbe entfernt.
Der Boden muss aufgelockert werden, bevor die Wildblumenmischung eingesät wird. Die Fläche zwischen den Blumeninseln muss weiterhin gemäht und bewässert werden. Die Blumeninseln werden nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht.
Moosflächen – geeignet für den Schatten
Über Moos im Rasen ärgern sich viele Gartenbesitzer. Moosrasen gedeiht dort, wo Gras schlecht wächst, da der Boden zu feucht und der Garten zu schattig ist.
Moos muss oft nicht angelegt werden, da es ohnehin schon wächst. Um es zu fördern, muss der Boden feucht gehalten und nicht gekalkt werden. Rasenfilz wird entfernt. Moosrasen muss nicht gemäht werden und benötigt keinen Dünger.





