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Depressionen erkennen und behandeln

Depression
Depressionen erkennen und behandeln

Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Im Laufe seines Lebens erkrankt etwa jeder fünfte Mensch an einer Depression. Bei Frauen ist die Erkrankungsrate rund doppelt so hoch wie bei Männern. Bei etwa zehn bis fünfzehn Prozent der Erkrankten endet die Depression tödlich in Form eines Suizids. Daher ist es besonders wichtig die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Was ist eine Depression?

Bei einer Depression handelt es sich um eine schwere psychische Erkrankung, unter der Menschen jeden Alters leiden können.

Die Depression zählt zu den sogenannten affektiven Störungen, bei denen es sich um Erkrankungen handelt, welche durch Schwankungen des Antriebs und der Stimmung gekennzeichnet sind.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Niedergeschlagenheit hält die Depression über einen längeren Zeitraum an und bessert sich in den meisten Fällen nicht von alleine.

Depressionen
Bei einer Depression handelt es sich um eine schwere psychische Erkrankung, unter der Menschen jeden Alters leiden können

Eine Depression erkennen – Symptome

Patienten, die unter einer Depression leiden, zeigen in der Regel folgende drei Hauptsymptome:

  • Gedrückte, depressive Stimmung: Die Tiefe Niedergeschlagenheit bei einer Depression ist nicht von außen beeinflussbar, sie ist fast ununterbrochen vorhanden und hält mindestens zwei Wochen lang an. Häufig ist die depressive Stimmung morgens am stärksten ausgeprägt.
  • Verlust von Interessen und Freude: Betroffene können in der Regel weder Freude noch andere Gefühle empfinden. Sie haben kein Interesse mehr an sozialen Kontakten und Hobbys. Sie fühlen eine innere Leere und die Stimmung bessert sich auch nicht durch positive Erlebnisse. Einige Betroffene verlieren sogar die Lust zum Leben.
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit: Menschen mit einer Depression fühlen sich sowohl geistig als auch körperlich erschöpft und es fällt ihnen schwer, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Auch das morgendliche Aufstehen ist nur schwer möglich, sodass einige das Bett kaum noch verlassen.
Gedrückte, depressive Stimmung bei Depression
Häufig ist die depressive Stimmung morgens am stärksten ausgeprägt

Neben diesen Hauptanzeichen können noch weitere Symptome auftreten, wie beispielsweise:

  • Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Schuldgefühle und starke Selbstzweifel
  • Appetitlosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Suizidgedanken

Auch körperliche Symptome, die keine erkennbare körperliche Ursache haben, sind als Folge einer Depression möglich. Dazu gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot und Kreislaufprobleme.

Eine Depression lässt sich daran erkennen, dass mindestens zwei der drei Hauptsymptome vorhanden sind, welche mindestens zwei Wochen lang andauern.

Je nach zusätzlichen Symptomen ist die Depression leicht, mittel oder schwer ausgeprägt.

Ursachen und Risikofaktoren

Bis heute ist noch nicht vollständig geklärt, wie eine Depression entsteht. Bei der Entstehung spielen innere und äußere Faktoren im Zusammenspiel eine Rolle, zu denen biologische, psychosoziale und genetische Auslöser gehören.

Zu den möglichen Risikofaktoren zählen:

  • Genetische Faktoren: Sind in der Familie bereits Erkrankungen aufgetreten, ist das Risiko an einer Depression zu erkranken, erhöht.
  • Frühere Depressionen: Personen, die bereits an einer Depression erkrankt waren, haben ein erhöhtes Risiko erneut daran zu erkranken.
  • Belastende Lebensereignisse: Psychosoziale Belastungen spielen bei der Entstehung einer Depression eine wichtige Rolle. So können belastende Lebensereignisse wie beispielsweise Beziehungsprobleme, Arbeitslosigkeit oder der Tod einer nahestehenden Person eine Depression begünstigen. Im Allgemeinen steigt das Risiko, an einer Depression zu erkranken, in Lebensphasen, die tiefgreifende Umstellungen mit sich bringen (z.B. Pubertät, Rentenbeginn).
  • Belastende körperliche und psychische Erkrankungen: Erkrankungen wie Krebs oder ein Herzinfarkt, aber auch hormonelle Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion können ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung einer Depression spielen.
  • Persönlichkeitsmerkmale und Lebenseinstellung: Menschen mit mangelndem Selbstvertrauen und Personen, die häufig pessimistische Gedanken über die Welt und die Zukunft hegen, sind anfälliger für Depressionen.
Belastende Lebensereignisse sind ein Risikofaktor einer Depression
Belastende Lebensereignisse, wie beispielsweise Beziehungsprobleme, Arbeitslosigkeit oder der Tod einer nahestehenden Person, können eine Depression begünstigen

Behandlung einer Depression

Wichtig ist, dass die Depression früh erkannt wird, damit die Behandlung frühzeitig beginnen kann.

Je früher die Krankheit behandelt wird, desto einfacher ist die Therapie und das Risiko, dass die Krankheit chronisch wird, steigt mit zunehmendem Verlauf.

Die Form der Behandlung ist abhängig von der Schwere der Depression.

Behandlung einer leichten Depression

Bei einer leichten Depression ist eine Psychotherapie in der Regel ausreichend. Hierbei gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, welche je nach individuellen Gegebenheiten gewählt werden.
Liegt nur eine leichte Depression vor, wird von dem Einsatz von Medikamenten abgeraten, da diese bei einer leichten Depression kaum Wirkung zeigen.

Behandlung einer mittleren Depression

Im Falle einer mittleren Depression sollte die Behandlung entweder in Form einer Psychotherapie oder durch die Behandlung mit Medikamenten erfolgen. Eine Kombination beider Behandlungsmöglichkeiten ist bei dieser Form nicht empfehlenswert.

Behandlung einer schweren Depression

Liegt eine schwere Depression vor, besteht die Behandlung aus einer Kombination aus Medikamenten und der Psychotherapie. Bei einer schweren Depression kann zudem der stationäre Aufenthalt in einer Klinik ratsam sein. Dort wird den Betroffenen geholfen zu einem strukturierten Tagesablauf zurückzukehren.
Bei einem erhöhten Suizidrisiko können Betroffene auch gegen ihren Willen in eine Klinik eingewiesen werden.