LifestyleSport und Gesundheit

Müde und erschöpft – Mögliche Ursachen und Behandlungsmethoden

Müde und erschöpft
Müde und erschöpft – Mögliche Ursachen und Behandlungsmethoden

Ständige Müdigkeit ist ein Problem, unter dem viele Menschen leiden. Dauerhafte Müdigkeit führt zudem zu mangelnder Leistungsfähigkeit. Wer sich antriebslos fühlt und keine Motivation für bevorstehende Herausforderungen hat, sollte reagieren.

Ist die Ursache harmlos oder ernst?

Stetige Müdigkeit ist keine Erkrankung im klassischen Sinne. Zudem ist es von Person zu Person sehr verschieden, wie viel Schlaf überhaupt benötigt wird. Fühlt sich die eine Person erst nach einer acht- oder neunstündigen Schlafpause fit und munter, kommen andere Menschen mit wesentlich weniger Schlaf aus. Wer jedoch ständig müde ist und gelegentlich tagsüber einschläft, sollte dem Körper die eingeforderten Pausen auch gönnen.

Möglicherweise ist stetige Müdigkeit sogar ein Warnsignal und Hinweis darauf, dass der Körper bestimmte Nährstoffe benötigt.

Eventuell droht eine Infektion, gegen die sich der eigene Organismus wehrt. Ebenso ist es nicht ausgeschlossen, dass sich hinter ständiger Müdigkeit eine ernstzunehmende Krankheit verbirgt.

Stetige Müdigkeit: Mögliche Ursachen

Die häufigsten Ursachen für stetige Müdigkeit sind Stress, Überarbeitung, chronischer Schlafmangel, seelische sowie physische Anstrengung. Zugleich ist es nicht ausgeschlossen, dass Diäten, Mangelernährung, Übergewicht, fett- und kalorienreiche Speisen, Flüssigkeits- oder Bewegungsmangel, Arzneimittel, Alkohol, Erkrankungen des Magen-Darm-Systems, Burnout, schlecht durchlüftete Räume oder Schad- und Giftstoffe aus der Umwelt für das Unwohlsein in Frage kommen. Stetige Müdigkeit ist kein Problem, das Betroffene einfach ignorieren sollten.

Schließlich ist eine ernstzunehmende Ursache als Grund für die Erkrankung nicht auzuschließen. Von Infektionen mit Viren oder Bakterien oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder eine Unterfunktion der Schilddrüse: Die Liste an etwaigen Krankheiten ist lang. Weitere Erkrankungen wie Schlafapnoe, Depression, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Krebs, Blutarmut, Angststörungen, Migräne oder das Schlafapnoe-Syndrom sollten im Ernstfall ebenfalls ausgeschlossen werden.

Wann sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen?

Müdigkeit ist eine völlig normale Erscheinung, insofern diese nicht permanent über einen längeren Zeitraum auftaucht. Mit Müdigkeit weist der menschliche Körper darauf hin, Schlaf zu benötigen. Wer sich trotz ausreichender Bewegung und viel Schlaf stetig müde fühlt, sollte sich zur Klärung der Ursache unbedingt an einen Mediziner wenden.

Eine Konsultation beim Arzt raten Schlafexperten außerdem an, wenn die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit im privaten und beruflichen Alltag durch die Müdigkeit stark eingeschränkt ist. Werden wache Phasen immer seltener und tritt die Müdigkeit ebenfalls ohne größere Anstrengung ein, ist ein Arztbesuch ebenfalls eine gute Wahl. Wird die Müdigkeit durch regelmäßigen Nachtschweiß, starken Durst, Blut im Stuhl, geschwollene Lymphknoten oder trockene Schleimhäute ergänzt, könnten diese Beschwerden auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen.

Ausgewogene Ernährung
Eine Wohltat für den Körper ist eine ausgewogene Ernährung

Ständige Müdigkeit: Was tun?

Generell gilt: Wer seinen Alltag nach der inneren Uhr gestaltet, lebt gesünder. Wer regelmäßig an Wochenenden arbeitet oder die Nacht zum Tag macht, setzt den Körper besonderen Stress aus. Deshalb ist es sinnvoll, der eigenen inneren Uhr zu folgen und tagsüber nach Möglichkeit kleine Nickerchen einzuplanen. Somit verringert sich nicht nur der Stresspegel. Zugleich lädt der Körper sein Energieniveau wieder auf.

Eine Wohltat für den Körper ist eine Kombination aus fettarmer, vitaminhaltiger und ausgewogener Ernährung, die mit genügend Trinken wie Wasser und ungesüßtem Tee kombiniert wird.

Diese Ernährungsweise steigert das Wohlbefinden und wirkt Übergewicht entgegen. Nikotin oder Alkohol schwächen den Wohlfühleffekt hingegen. Zu einem gesunden Lebensstil gehören ebenfalls regelmäßiger Sport und Bewegung dazu. Zugleich trägt genügend Bewegung zu seelischer Balance bei. Kalte Duschen oder Wechselduschen regen zusätzlich den Kreislauf an und wirken dadurch Müdigkeit entgegen.

Drohende Müdigkeit: Wie läuft der Arztbesuch ab?

Im ersten Gespräch thematisieren Mediziner und Patient die persönliche Krankheitsgeschichte. Bereits in diesem Gespräch bemüht sich der Arzt darum, eine Ursache für die stetige Müdigkeit zu finden. Nach der Anamnese nimmt der Mediziner eine körperliche Untersuchung vor, die der Kontrolle der Atemwege, der Lymphe sowie des Herzens dient.

Zusätzlich fordert der Arzt eventuell eine Blutzuckermessung, Blutuntersuchung, ein EKG sowie eine Untersuchung im Schlaflabor für eine Aufzeichnung der Hirnströme – ein sogenanntes EEG – an.

Details zur Behandlung

Die individuelle Behandlung hängt von der jeweiligen Ursache ab. Ist eine Infektion für die ständige Müdigkeit verantwortlich, geht die Müdigkeit zumeist nach einigen Tagen vorüber. Ist starker Eisenmangel die Ursache für die Müdigkeit, sind brüchige Nägel zumeist ein weiteres Symptom. Ruft der Eisenmangel Blutarmut hervor, wirken eisenhaltige Lebensmittel wie Nüsse, Rote Beete oder Vollkorngetreide den Beschwerden entgegen. Im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion sind Hormonpräparate hilfreich. Im Falle einer psychischen Erkrankung ist häufig eine Psychotherapie erforderlich.

Schlafapnoe ist zumeist auf Übergewicht zurückzuführen. Deshalb werden Betroffene zumeist gebeten, einige Kilogramm abzunehmen und dadurch die Schlafqualität zu verbessern. Wer außerdem auf Alkohol verzichtet und auf der Seite schläft, wird die nächtlichen Atemaussetzer gewiss minimieren. Andernfalls müssen Patienten Atemmasken oder Aufbissschienen verwenden.