Handy richtig reinigen

Das Handy wird viele Male am Tag in die Hand genommen. Daher landen Fettschlieren, aber auch Schmutz auf dem Display. Dabei sammeln sich Keime an, die auf Dauer schädlich für die Gesundheit sein können. Auch die Optik wird durch den Schmutz getrübt. Der Bildschirminhalt ist dann schlechter zu erkennen. Bei der Reinigung kommt es darauf an, dass die Technik des Handys und die Abdeckung des Displays nicht geschädigt werden.
Mangelnde Hygiene beim Smartphone
Geht es um Hygiene und Sauberkeit, wird das Smartphone häufig vernachlässigt, auch wenn es am Tag häufig in die Hand genommen und mitunter auch ans Ohr gehalten wird. Schweiß, Fett und Keime landen auf dem Display, aber auch an anderen Stellen des Smartphones. Die Keime können sich unter günstigen Bedingungen wie Wärme schnell vermehren.
Fett und Schmutz trüben nicht nur die Optik des Smartphones. Sie können auch dazu führen, dass die Bildschirminhalte schlecht erkennbar sind. Dabei werden die Augen unnötig angestrengt.
Das Handy sollte daher aus hygienischen, aber auch aus praktischen Gründen regelmäßig gereinigt werden. Mit der richtigen Vorgehensweise wird es dabei nicht beschädigt.

Keime auf dem Smartphone vermeiden
Eine Studie der Hochschule Furtwangen aus dem Jahr 2015 untersuchte Bakterien, die sich auf den Smartphones von Studenten befanden. Auf Displays, die mit einem handelsüblichen Mikrofasertuch oder einem alkoholgetränkten Linsenreinigungstuch abgewischt worden waren, befanden sich signifikant weniger Bakterien als auf ungereinigten Displays. Mit den Alkoholtüchern waren es am wenigsten.
Studien zufolge können humane Coronaviren auf Oberflächen wie Glas oder Kunststoff bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang infektiös bleiben. Mit Desinfektionsmitteln auf Basis von 62 bis 71 Prozent Ethanol lassen sich Coronaviren auf Oberflächen innerhalb einer Minute sehr wirksam inaktivieren. Befinden sich Keime auf dem Smartphone, können sie auf die Hände und dann auch ins Gesicht gelangen.
Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Hände zur Vermeidung von Infektionen regelmäßig gewaschen werden. Zusätzlich sollte das Handy regelmäßig gereinigt werden, um eine gute Hygiene zu gewährleisten.

Mikrofasertuch für die Reinigung verwenden
Ein Mikrofasertuch reinigt gründlich und ist einfach in der Anwendung. Auch Hersteller wie Apple und Samsung empfehlen weiche, fusselfreie Tücher, Samsung nennt Mikrofasertücher sogar ausdrücklich. Allerdings ist es nicht gerade umweltfreundlich, da sich beim Waschen des Tuchs winzige Mikrofaserpartikel lösen. Sie gelangen ins Abwasser und damit auch ins Ökosystem. Dort können sie von Tieren aufgenommen werden und mitunter auch in die Nahrungskette des Menschen gelangen. Umweltberatungen empfehlen Mikrofasertücher dennoch, weil sie Reinigungsmittel einsparen. Wer sie nutzt, kann sie seltener und ohne Weichspüler waschen.
Kein Tuch erreicht die Ritzen und Anschlüsse, egal ob aus Mikrofaser oder Baumwolle. Dort sammeln sich im Laufe der Zeit viel Schmutz und Bakterien an.
Gute Möglichkeiten zur Reinigung des Smartphones
Als Alternative zum Mikrofasertuch eignen sich andere weiche, fusselfreie Tücher. Vor jeder Reinigung sollte das Smartphone ausgeschaltet, von Kabeln getrennt und aus der Hülle genommen werden.
Regelmäßig sollte das Display des Smartphones mit einem weichen, fusselfreien Baumwolltuch abgewischt werden, das leicht mit Wasser angefeuchtet ist.
Grober Schmutz wird damit entfernt und Keime werden deutlich reduziert. Allerdings darf nicht zu viel Flüssigkeit verwendet werden, da sie schnell ins Innere des Geräts eindringen und die empfindliche Elektronik schädigen kann.
Um Viren wie Coronaviren wirksam zu inaktivieren, eignet sich ein alkoholhaltiges Desinfektionsmittel mit etwa 70 Prozent Alkohol oder ein entsprechendes Desinfektionstuch. Das Spray wird für die Reinigung des Smartphones auf ein Baumwolltuch gegeben und nie direkt auf das Gerät. Die großen Hersteller erlauben das vorsichtige Abwischen mit 70-prozentigem Alkohol. Häufiger und langer Alkoholkontakt kann laut Samsung aber die Wasserbeständigkeit beeinträchtigen. Daher sollte sparsam desinfiziert und nicht übermäßig gerieben werden.
Zusätzlichen Schutz für das Display bietet eine selbstklebende Schutzfolie. Diese Folie kann mit einem Baumwolltuch und Desinfektionsspray abgewischt werden. So kommt die Alkohollösung nicht in direkten Kontakt mit dem Display. Die Schutzfolie kann von Zeit zu Zeit gewechselt werden.
Auch die Hülle des Smartphones sollte regelmäßig desinfiziert werden und danach gut trocknen. Um auch die Anschlüsse des Smartphones zu reinigen, sollte das Smartphone vor der Reinigung ausgeschaltet werden. Mit einer weichen, sauberen Zahnbürste lassen sich die Anschlüsse reinigen.
Das sollten Sie vermeiden
Flüssigkeit sollte nie direkt auf das Smartphone gesprüht werden und keine Feuchtigkeit in Öffnungen gelangen. Auf Druckluft und Bleichmittel sollte verzichtet werden, laut Apple auch auf Wasserstoffperoxid. Raue Stoffe, Handtücher und Papiertücher sind ebenfalls ungeeignet.





