Sport und Gesundheit

Warum ist Schwimmen so gesund?

Schwimmen
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Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Schwimmen besonders gesund ist. Sportenthusiasten und Sportexperten schwören längst auf die Vorzüge der Sportart. Zugleich bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass Schwimmen gesund ist. Ist Schwimmen vielleicht sogar die gesündeste Sportart? Das ist gewiss eine Frage der Einstellung. Doch Fakt ist, dass Schwimmen nicht nur der Gesundheit gut tut, sondern auch sehr viel Freude bereitet.

Eine Wohltat für das Herz-Kreislauf-System

Weil sportliches Schwimmen den Herzmuskel trainiert, aktiviert die Sportart zugleich das Herz-Kreislauf-System. Durch den erhöhten Wasserdruck verengen sich an der Hautoberfläche befindliche Blutgefäße. Dadurch drängt das Blut zurück in den Brustbereich. Das Herz ist gezwungen, kräftiger zu schlagen.
Langfristig passt sich das Herz dieser erhöhten Belastung an. Es setzt automatisch eine Leistungssteigerung ein.

Schwimmen trainiert Herzmuskel
Weil sportliches Schwimmen den Herzmuskel trainiert, aktiviert die Sportart zugleich das Herz-Kreislauf-System – Bild: © Rawpixel.com #217291126 – stock.adobe.com

Vorbeugung für Schwangerschaftsbeschwerden

Zahlreiche schwangere Frauen empfinden es als besonders angenehm, sich im Wasser zu bewegen. Wasser erzeugt automatisch einen Auftrieb, dank dem sich der Körper im feuchten Element leichter anfühlt. Dadurch werden automatisch die Gelenke entlastet, die andernfalls im Alltag das hohe Gewicht tragen müssen.

Klassischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Krampfadern oder Wassereinlagerungen wirkt der Wassersport ebenfalls entgegen.

Schließlich baut sich durch den erhöhten Druck im Wasser eine Art Kompression auf, die eine Wohltat für die Beine ist. Zudem profitieren Schwangere von der geringen Verletzungsgefahr, die vom Aufenthalt im Wasser ausgeht.

Natürliche Unterstützung bei Asthma

Weil Schwimmen die Atemmuskulatur belastet, wird automatisch der Schleimtransport angeregt. Anfänger sollten jedoch darauf Acht geben, sich Schritt für Schritt an die zunehmende körperliche Belastung zu gewöhnen.

Zudem sind regelmäßige Erholungs- sowie Erwärmungsphasen dringend erforderlich. Weiterhin sollten sich Asthmatiker vor dem Sporttraining medizinisch beraten lassen und auf eine angemessene medikamentöse Einstellung achten.

Natürliche Unterstützung bei Asthma
Weil Schwimmen die Atemmuskulatur belastet, wird automatisch der Schleimtransport angeregt – Bild: © Halfpoint #195186757 – stock.adobe.com

Linderung von Gelenkproblemen und Rückenschmerzen

Wer häufig unter Rücken- und Gelenkschmerzen leidet, wählt mit Schwimmen ebenfalls die perfekte Sportart aus. Schließlich werden Gelenke und Bandscheiben beim Schwimmen im Wasser automatisch entlastet.

Wer unter Arthrose leidet, findet mit Schwimmen die ideale Sportart.

Diese Patienten unterstützen ihre Gesundheit schließlich, indem sie sich viel bewegen und im Gegenzug wenig belasten. Genau dieser Effekt tritt beim Schwimmen ein. Zugleich unterstützt die Sportart das Körpergefühl.

Die beste Sportart bei Übergewicht

Wasserauftrieb bietet übergewichtigen Personen direkt mehrere Vorteile. Beispielsweise können korpulente Menschen in den Schwimmbecken leicht trainieren, ohne sich überanstrengen zu müssen.

Im Gegenzug trägt regelmäßiges Schwimmen dazu bei, das Körpergefühl zu verbessern. Weil der Kreislauf, die Gelenke und Knochen bei Menschen mit starkem Übergewicht häufig in Mitleidenschaft gezogen sind, punktet Schwimmen als perfekter sanfter Einstieg in regelmäßiges sportliches Training. Wer besonders untrainiert ist, profitiert außerdem von der geringen Verletzungsgefahr.

Schwimmen gegen Übergewicht
Wasserauftrieb bietet übergewichtigen Personen direkt mehrere Vorteile – Bild: © Евгений Вершинин #266827196 – stock.adobe.com

Eine gesunde Gewichtsabnahme mit Schwimmen

Wer regelmäßig schwimmt, profitiert automatisch von einem hohen Kalorienverbrauch. Diesen Effekt betont nachfolgendes Rechenbeispiel: Eine 80 Kilogramm schwere Person benötigt bereits bei langsamem Brustschwimmen rund 344 Kilokalorien pro Stunde. Bei schnellem Brustschwimmen steigert sich der Kalorienverbrauch auf bis zu 768 Kilokalorien. Mit schnellem Kraulen kratzen Schwimmer innerhalb von 60 Minuten sogar an der 900-Kalorien-Marke.

Im Wasser erhöht sich der Kalorienverbrauch deshalb so deutlich, weil der Körper viel Energie aufwenden muss, um einen Ausgleich zum Temperaturunterschied im Wasser herzustellen.

Um einen dauerhaften Gewichtsverlust herbeizuführen, sollte allerdings regelmäßig ins Wasser steigen. Sportvereinigungen wie das European College of Sport Science empfehlen ein moderates Training von 250 Minuten pro Woche. Dieser Zeitansatz entspricht rund vier Stunden an Sport pro Woche. Doch vor allem im Anfangsstadium ist es wichtig, sich nicht übermäßig zu belasten und das Trainingspensum langsam zu erhöhen.

Schwimmen als Ganzkörpertraining

Schwimmen ist eine Sportart, die alle Muskelgruppen betrifft. Dieser Effekt stärkt sich bei variierenden Schwimmstilen noch einmal zusätzlich. Während Brustschwimmen in erster Linie die Arm-, Brust-, Schulter- und Beinmuskulatur trainiert, beansprucht Rückenschwimmen die Rücken- und Rumpfmuskulatur. Kraulen stärkt nicht nur die Armmuskulatur, sondern beansprucht ebenfalls Rumpf und Schultern.