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Weihnachten in Dänemark

Weihnachten in Dänemark
Weihnachten in Dänemark

Nur wenige Länder sind für ein gemütliches Weihnachtsfest so gut geeignet wie Dänemark. Mit einem Glas Glühwein in der Hand Weihnachtslieder singen, um den Christbaum tanzen und eine Gaumenfreude nach der anderen genießen. So schön ist Weihnachten in Dänemark. Doch eigentlich beginnt die gemütliche Zeit schon viel eher, da der ganze Advent einer großen Weihnachtsfeier gleicht.

Viele Traditionen ähneln dem Brauchtum in Deutschland

In weiten Teilen ist die Weihnachtszeit in Dänemark durchaus mit deutschen Traditionen vergleichbar. Adventskalender, Plätzchen, der Adventskranz oder Weihnachtsbaum dürfen auch in dänischen Häusern nicht fehlen.

Allerdings ist der wichtigste Feiertag in dem skandinavischen Land der 25. Dezember.

Familien treffen aufeinander, um miteinander zu schlemmen, zu basteln und zu singen. Dennoch ist einiges anders. Während sich der Stresspegel der Deutschen insbesondere in der Vorweihnachtszeit deutlich erhöht, lassen Dänen in den letzten Tagen des Jahres tatsächlich Ruhe einkehren. In Dänemark ist es hyggelig.
Hygge ist für Dänen allerdings nicht nur ein Begriff, sondern ein Lebensgefühl. Hygge – das bedeutet so viel wie Gemütlichkeit, Ruhe, Geselligkeit und ein chilliges Ambiente. Eigentlich erfreuen sich die Einwohner des Landes im ganzen Jahr an diesem besonderen Lebensgefühl. Doch zur Weihnachtszeit perfektionieren sie die Hygge. Deshalb hat die Weihnachtshygge mit “julehygge” auch ihren eigenen Namen.

Viele ähnliche Traditionen
In weiten Teilen ist die Weihnachtszeit in Dänemark durchaus mit deutschen Traditionen vergleichbar

Ein riesiges Lichtermeer

Weil sich Dänen eigentlich über das gesamte Jahr hinweg an Kerzenschein erfreuen, erstrahlen Häuser und Wohnungen im ganzen Land zur Weihnachtszeit im Lichtermeer. Nur wenige Tage vergehen ohne weihnachtliche Aktionen. Der Nikolaus schaut zwar nicht in Dänemark vorbei. Doch dafür warten Kinder am 13. Dezember geduldig auf die Ankunft von Lucia aus Schweden. Zu Ehren der Lichtheiligen tragen Mädchen an diesem Tag einen Kerzenkranz auf ihrem Kopf. An diesem Tag verwandelt sich der Vergnügungspark Tivoli in Kopenhagen in eine Winterwunderwelt.

Zudem haben rote Bommelmützen in Dänemark eine lange Tradition. Schließlich wird der Weihnachtsmann in dem skandinavischen Land von den Nisser begleitet. Diese lustigen Wichtel sorgen dafür, dass in jedem Haushalt gute Laune einkehrt.

Schlemmen im Überfluss: Die Julefrokoster

In Dänemark gibt es zwar keinen wie in Deutschland bekannten Weihnachtsmarkt. Doch stattdessen kommt bei den Julefrokoster weihnachtliche Stimmung auf.

Das Julefrokost begeistert als typisch dänische Weihnachtsfeier, bei der nach Herzenslust geschlemmt wird.

Spätestens ab dem ersten Advent veranstalten Familien und Freunde diese kulinarischen Gelage mehrfach pro Woche, um gemeinsam im kulinarischen Überfluss zu schwelgen. Ob Kirche, Institution, Familie, Vereine oder Firmen: Jeder trifft mindestens einmal aufeinander. Was hierzulande eher als lästige Pflicht gilt, ist in Dänemark reine Herzenssache. Jedes Mal werden traditionelle Gerichte aufgetischt, die in Deutschland eigentlich nur an den Feiertagen auf dem Tisch stehen. Weihnachten ist in Dänemark eine Zeit der Völlerei.

Julefrokoster
Die Julefrokoster begeistern als typisch dänische Weihnachtsfeiern, bei denen nach Herzenslust geschlemmt wird

Cremig-sahnige Kuchen und Torten

Völlerei ist tatsächlich der richtige Begriff, um das weihnachtliche Treiben in Dänemark zu erklären. Riesige Torten und Kuchen verzieren den Tisch, ebenso wie Kaffee. Dänemark gleicht im Advent einem Wintermärchen. Für diese Atmosphäre bietet das dänische Klima auch die besten Bedingungen.
Aufkommende Kälte und Dunkelheit lassen Gemütlichkeit einkehren. Zudem scheinen die Einwohner des Landes weihnachtliche Traditionen viel ernster zu nehmen als hierzulande.

Kulinarische Köstlichkeiten, wohin man auch schaut

Um der Weihnachtszeit in vollen Zügen zu frönen, führten die Einwohner des Landes sogar noch einen vierten Feiertag ein. Am 23. Dezember findet der Lille Juleaften – der kleine Heiligabend – statt. In dänischen Wohnzimmern erreicht Gemütlichkeit ihren Höhepunkt. Freunde und Familien begegnen sich zwischen Kamin und modernen Designermöbeln, um miteinander traditionelle Menüs zu genießen.

Von gefüllter Gans oder Ente über kandierte Kartoffeln und Weißkohl bis hin zu brauner Sauce – hier fehlt es an nichts.

Auf Naschkatzen wartet mit dem Nachtisch die wahre Spezialität. Die Rede ist von Ris a l’amande, einer Art Milchreis mit Kirschsauce. Doch dieses Menü ist nicht nur ein einfacher Milchreis, sondern wird mit besonders viel Milch und Sahne angereichert. Neben Vanille und gehackten Mandeln wird die Nachspeise mit einer ganzen Mandel gekrönt. Wer diese Mandel erhascht, erhält ein extra Geschenk. Bräuche wie diese verwandeln dänische Weihnachten in ein besonderes Fest.

Pure Harmonie zur Weihnachtszeit

Nach der Mahlzeit ist vor der Bescherung. Allerdings liegen die Geschenke in Dänemark unter dem Weihnachtsbaum. Dieser Christbaum ist Dreh- und Angelpunkt eines jeden Wohnzimmers. Schließlich möchten Dänen um dieses weihnachtliche Symbol tanzen. Wurde der Weihnachtsbaum ein paarmal umrundet, macht die gesamte Familie eine Polonaise durchs Haus. Dazu singen alle Familienmitglieder Weihnachtslieder, die sich häufiger um die Wichtel drehen.
Eines ist klar. In Dänemark gaukeln Menschen keine harmonische Idylle vor. Hier werden Traditionen gelebt und geliebt.