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Keime in der Küche: Diese Gegenstände haben besonders viele Krankheitserreger

Keime in der Küche
Keime in der Küche: Diese Gegenstände haben besonders viele Krankheitserreger - Bild: © peopleimages.com #730022547 stock.adobe.com

Wer gesund leben möchte, sollte bei der Zubereitung und Verarbeitung von Speisen auf ein hohes Maß an Hygiene achten. Damit beugen wir unter anderem Erkrankungen des Magen-Darm-Systems vor. Doch oftmals tummeln sich Krankheitserreger in der Küche nicht auf deutlich sichtbaren Gegenständen oder offenen Flächen. Vielmehr ist der Blick fürs Detail erforderlich.

Hohe Keimbelastung auf Gewürzstreuern

Laut Aussagen von Wissenschaftlern der Rutgers University sowie der North Carolina State University sind Gewürzstreuer einige der Küchen-Gegenstände mit der höchsten Keimbelastung.

Dazu begibt es noch einige andere Utensilien mit einem ähnlich hohen Anteil an Keimen.

Hohe Keimbelastung auf Gewürzstreuern
Hohe Keimbelastung auf Gewürzstreuern – Bild: © v.poth #82281318 stock.adobe.com

Untersuchungen mit Burgern aus Putenfleisch

Für die Durchsuchung der Studie sollten Probanden einen Burger aus Putenfleisch zubereiten. Das für die Untersuchung genutzte Fleisch war mit einem Bakteriophagen mit der Bezeichnung MS2 infiziert. Die Viren sind für Menschen zwar ungefährlich.
Allerdings können aus den Krankheitserregern gesundheitsgefährdende Bakterien entstehen, die relativ leicht nachweisbar sind. Das bedeutet: Überall, wo sich die Krankheitserreger befinden können, werden bei der Studie die MS2 ebenfalls sichtbar.

Putenfleisch zubereiten
Für die Durchsuchung der Studie sollten Probanden einen Burger aus Putenfleisch zubereiten – Bild: © Racamani #531792631 stock.adobe.com

Relativ sauber in Spülbecken

Während der Studie kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass sich die meisten MS2-Viren auf Gewürzstreuern befinden. Auf den nachfolgenden Plätzen reihten sich Schneidebretter und Mülleimerdeckel ein. Demgegenüber ist es in Spülbecken vergleichsweise sauber.

Im Rahmen der Studie stellte sich ebenfalls heraus, dass in Küchen mit bzw. ohne Spülmaschine unterschiedliche hygienische Zustände herrschen. In Haushalten mit Spülmaschine reinigen Personen nicht für einen Geschirrspüler geeignete Gegenstände weniger sorgfältig.

Hohe Keimbelastungen an Gummidichtungen

Übrigens zeigen Studien rund um Geschirrspüler auf, dass es am Geschirrspüler einige Bereiche gibt, die relativ häufig mit Viren oder Magen-Darm-Bakterien belastet sind. Dies ist beispielsweise an Gummidichtungen von Geschirrspülern der Fall. Auf den Gummidichtungen sondert sich oftmals ein feiner Biofilm ab, auf dem Bakterien, Pilze und Viren ideal gedeihen können.

Unter diesen Umständen stießen die Forschenden auf große Mengen an Hefepilzen, darunter Cryptococcus, Rhodotorula oder Candida.

Die meisten Proben wiesen ebenfalls krankheitserregende Bakterien wie Escherichia, Pseudomonas oder Acinetobacter auf.

Hartnäckiger Pilzbefall

Die Wissenschaftler waren insbesondere über das Ausmaß an Pilzbelastungen erstaunt. Je älter die Geschirrspülmaschinen waren, desto mehr Hefepilze waren nachweisbar. Die Pilzbelastung minimierte sich auch nicht durch den Einsatz von Wasser mit hohen pH-Wert, durch scharfe Reinigungsmittel oder hohe Spültemperaturen.
Den Forschern gegenüber vermittelten die Pilze den Anschein, als würden die Krankheitserreger resistenter und hartnäckiger werden. Im Gegenzug sorgten Maßnahmen wie ein Einsatz hoher Wassertemperaturen oder bestimmter Spülmittel dafür, dass sich die Anzahl an Bakterien auf den Gummidichtungen reduzierte.