Haus und Garten

Wasserbetten – Hält der Deckenboden das hohe Gewicht aus?

Wasserbetten - Hält der Deckenboden das hohe Gewicht aus?
Wasserbetten - Hält der Deckenboden das hohe Gewicht aus?

Der Kauf eines Wasserbetts ist eine Entscheidung, die viele Verbraucher nicht von einem Tag auf den anderen treffen. Beispielsweise sind viele Menschen darüber unsicher, ob der Deckenboden dem hohen Gewicht der Betten standhält. Doch gibt es wirklich einen Anlass zur Sorge? Wie schwer sind Wasserbetten eigentlich?

So schwer ist ein Wasserbett

Ein leeres Wasserbett wiegt durchschnittlich ungefähr 100 Kilogramm. Diese Angabe gelten für 200 x 200 Zentimeter große Wasserbetten, die mit einer leeren Matratze, Schaumkeilen sowie einem Podest ausgestattet sind.

Der größte Anteil des Gewichts wird jedoch durch das Wasser verursacht. Dieser Gedanke jagt vielen potentiellen Käufern Sorgenfalten aufs Gesicht.

Ein Gesamtgewicht von rund 700 Kilogramm

Die Füllmenge für eine Wasserbetthälfte beläuft sich auf ungefähr 260 bis 300 Kilogramm. Wer für zwei Personen ein Wasserbett kaufen möchte, muss deshalb mit einem Wassergewicht von ungefähr 520 bis 600 Kilogramm rechnen.

Das Gewicht des Betts wird hinzu addiert, so dass sich das Gesamtgewicht auf maximal 700 kg beläuft.

Ein Deckenboden ist laut DIN-Regeln robust genug

Da sich das Gewicht über vier Quadratmeter verteilt, beträgt die Last pro Quadratmeter höchstens 175 Kilogramm. Doch bedeutet diese Angabe nun, ob der Deckenboden dieser Last standhält? Hierzulande gibt es strenge Vorschriften für Gebäude, denen die Immobilien detailliert entsprechen müssen.

So wurde zu Beginn der 1970er Jahre eine Regel eingeführt, derzufolge Decken in Deutschland eine Mindestlast von 200 Kilogramm je Quadratmeter tragen müssen. Diese Richtlinie basiert auf der Vorschrift nach DIN 1055-3, die für Holzdecken sowie Betonbauten gültig ist.

Deckenboden - Mindestlast
Decken in Deutschland müssen eine Mindestlast von 200 Kilogramm je Quadratmeter tragen

Im Zweifelsfall geben ein Statiker Auskunft

Wer in einem älteren Haus lebt und auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich im Zweifelsfall ebenfalls an einen Statiker wenden. Diese Experten berechnen exakt, inwiefern eine Decke das jeweilige Gewicht trägt.

Der Rat eines Baustatikers ist ebenfalls sinnvoll, falls ein Wasserbett auf dem Spitzboden aufgebaut werden soll. Denn bei Spitzböden sind die Anforderungen zumeist noch strenger.

Ungefähr so schwer wie ein volles Bücherregal

Verteilt sich das Maximum von 700 Kilogramm auf mehrere Quadratmeter, ist die Last gar nicht mehr so hoch. In anderen Situationen würde sich schließlich auch niemand darüber sorgen, ob Zimmerdecken für die Last geeignet sind – beispielsweise bei einem Besuch von mehreren Personen. Die Last von 175 Kilogramm je Quadratmeter relativiert sich ebenfalls, falls dieses Gewicht mit einem ähnlichen Szenario verglichen wird.

So treten beispielsweise wesentlich höhere Lasten pro Quadratmeter auf, wenn sich mehrere Personen zusammen auf einem Sofa platzieren.

Volle Bücherschränke erreichen ein ähnliches Gewicht.

Bei der Produktion wird nichts dem Zufall überlassen

Versicherungsgesellschaften bestätigen in diesem Zusammenhang, dass der Aufbau eines Wasserbetts auch kein besonders großes Risiko birgt. Im Vorfeld arbeiteten die Hersteller mit Experten zusammen, um das Gewicht der Betten sowie zulässigen Deckenlasten exakt zu kalkulieren.

Das bedeutet wiederum, dass sich die Sorgen um eine zu hohe Deckenbelastung bei einem Wasserbett auf ein Minimum belaufen.

Standort des Wasserbett
Man sollte sich vor dem Aufstellen genau überlegen, für welche Position das Bett geeignet ist

Das Wasserbett aufstellen: Worauf achten?

Dennoch sollten sich Besitzer der Wasserbetten vor Augen führen, dass sich ein gefülltes Wasserbett aufgrund des hohen Eigengewichts nur schwer verschieben lässt. Deshalb sollte man sich vor dem Aufstellen genau überlegen, für welche Position das Bett geeignet ist. Eine Neuausrichtung des Schalfbereichs funktioniert mit nur einer entleerten Matratze. Andernfalls drohen Schäden am Bett sowie auf dem Fußboden.

In unmittelbarer Umgebung sollte eine Steckdose mit FI-Schutzschaltung angebracht sein, um riskanten Stromstößen entgegenzuwirken. Der Anschluss ist für ein Beheizen des Wasserbetts erforderlich. Zugleich ist der Abschluss einer Hausrat- und Haftpflichtversicherung notwendig, falls ein Wasserschaden entsteht.