Natur

Vogel des Jahres 2022: Der Wiedehopf

Wiedehopf - Vogel des Jahres 2022
Vogel des Jahres 2022: Der Wiedehopf - Bild: © Piotr Krzeslak #210990919 stock.adobe.com

Der Wiedehopf wurde als „Vogel des Jahres 2022“ ausgezeichnet. Wie der Naturschutzbund Deutschland sowie der bayerische Landesbund für Vogelschutz vor wenigen Tagen bekanntgaben, erhielt der Vogel insgesamt 32 Prozent aller Stimmen. Damit ließ die Vogelart tierische Konkurrenten wie den Feldsperling, Steinschmätzer, die Mehlschwalbe oder den Bluthänfling hinter sich.

Im Vorjahr erhielt das Rotkehlchen den Titel

Mittlerweile riefen die beiden Naturschutzverbände zum zweiten Mal in Folge zur Wahl des Vogels des Jahres auf. Der Titel wurde zwar schon einmal vor etwa 50 Jahren vergeben. Doch damals bestimmte eine Experten-Jury über die Wahl des jeweiligen Jahresvogels.

Nunmehr war zum ersten Mal im Jubiläumsjahr die Bevölkerung dazu aufgerufen worden, sich für einen Vogel des Jahres auszusprechen.

An der virtuellen Wahl beteiligten sich nach Aussagen des Naturschutzbunds über 142.000 Personen.

Rotkehlchen
Im Vorjahr erhielt das Rotkehlchen den Titel – Bild: © NickVorobey.com #128769753 stock.adobe.com

Ein Tier mit auffälligem Federkleid

Wie LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer nach der Abstimmung verlauten ließ, gilt der Wiedehopf als einer der auffälligsten heimischen Vögel. Dessen in Orangerot strahlendes Federkleid und dessen markante Federhaube hätten gewiss den einen oder anderen Wähler überzeugt.
Darüber hinaus steht das Tier für ein wichtiges Thema rund um den Naturschutz.

Wiedehopf
Der Wiedehopf, ein Tier mit auffälligem Federkleid – Bild: © WildMedia #341048232 stock.adobe.com

Eine gefährdete Tierart

Trotz der unverwechselbaren Optik des Vogels macht sich der Wiedehopf hierzulande eher rar. Deutschlandweit sind nur noch wenige hundert Brutpaare des Vogels gemeldet, der somit als gefährdet gilt.

Nach Angaben des Naturschutzbunds zufolge ist der Wiedehopf auf artenreiche und offene Landschaften angewiesen.

Dazu gehören beispielsweise Böschungen, Obstgärten oder Weinberge. Der Verlust natürlicher Nistplätze sowie der Insektenschwund tragen dazu bei, dass der Vogel hierzulande immer seltener gesichtet wird.