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Feuerstellen für den Garten – Welche Arten gibt es und was gilt es zu beachten?

Feuerstellen im Garten
Feuerstellen für den Garten – Welche Arten gibt es und was gilt es zu beachten? - Bild: © janny2 #159260585 – stock.adobe.com

In der kalten und dunklen Jahreszeit ist eine Feuerstelle im Garten oder auf der Terrasse besonders schön, denn sie spendet Wärme und Licht. Das Knistern des Holzes und Flackern des Feuers sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.
Es gibt verschiedene Arten von Feuerstellen, die im Garten errichtet werden können. Es ist allerdings nicht jede Art von Feuer im Garten ohne Genehmigung erlaubt und es müssen einige Dinge beachtet werden.

Welche Arten von Feuerstellen für den Garten sind möglich?

Es gibt folgende Arten von Feuerstellen für den Garten:

Lagerfeuer

Das klassische Lagerfeuer ist besonders schön und zeitlos. Da es sich hierbei um ein offenes Feuer handelt, stellt sie allerdings ein erhöhtes Risiko dar. Damit das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreitet, sollten einige Vorkehrungen getroffen werden.

Der Platz für das Feuer sollte frei von Laub, Ästen, Gras, Bäumen und Sträuchern sein.

Zudem empfiehlt es sich eine flache Grube auszuheben, die als Feuerstelle für das offene Feuer dient. Die ausgehobene Erde sollte in der Nähe bereitgehalten werden, falls das Feuer außer Kontrolle gerät und das Löschen erforderlich ist. Die Feuerstelle kann auch mit Steinen umrahmt werden. Diese Umrandung sieht nicht nur schön aus, sondern bietet auch Schutz davor, dass sich das Feuer ausbreitet.

Gemauerte Feuerstellen

Gemauerte Feuerstellen können entweder vertieft, ebenerdig oder erhöht gebaut werden. Hierbei ist eine gute Planung wichtig, denn die Feuerstellen sind fest und können nur mit großem Aufwand wieder entfernt werden. Daher sollte auch der Platz für die Feuerstelle mit Bedacht gewählt werden.

Brennbare Materialien wie Bäume oder Holzhütten sollten weit genug entfernt sein und die Feuerstelle sollte sich auch nicht zu nah an den Nachbarn befinden, um diese nicht zu stören. Eine Feuerstelle lässt sich relativ schnell selbst mauern, auch von weniger erfahrenen Personen.

Gemauerte Feuerstelle
Gemauerte Feuerstellen können entweder vertieft, ebenerdig oder erhöht gebaut werden – Bild: © Lux pictura #214002202 – stock.adobe.com

Mobile Feuerstellen

Mobile Feuerstellen können flexibel an verschiedenen Orten aufgestellt werden und bei Nichtgebrauch auch einfach verstaut werden. Daher bieten sie sich besonders für kleinere Gärten an. Die bekanntesten mobilen Feuerstellen sind wohl Feuerschalen und Feuerkörbe. Diese gibt es in verschiedenen Größen und sie ermöglichen das kontrollierte Abbrennen von Holz, ohne dass die Flammen zu groß werden und sich ausbreiten.

Aus diesem Grund muss für Feuerschalen und Feuerkörbe keine Genehmigung eingeholt werden. Auch bei mobilen Feuerstellen sollte genügend Abstand zu Nachbarn und brennbaren Materialien gehalten werden.

Mobile Feuerstelle
Die bekanntesten mobilen Feuerstellen sind wohl Feuerschalen und Feuerkörbe – Bild: © CLement #191596391 – stock.adobe.com

Welche rechtlichen Regelungen müssen beachtet werden?

Vor dem Anlegen einer Feuerstelle im Garten sollte man sich bei der jeweiligen Gemeinde darüber informieren, ob eine Genehmigung eingeholt werden muss. Die Vorschriften unterscheiden sich je nach Region oder Gemeinde.

Für offene Feuer ist in den meisten Fällen eine Genehmigung erforderlich, welche häufig nur noch in der Osterzeit erteilt wird.

Offene Feuer, für die keine Genehmigung eingeholt wurde, können hohe Geldstrafen nach sich ziehen. Wird das Feuer hingegen in einem Feuerkorb oder einer Feuerschale mit einem Durchmesser von weniger als einem Meter entfacht, gilt es nicht als offenes Feuer, weshalb hierfür auch keine Genehmigung erforderlich ist.

Was gilt es bei einer Feuerstelle zu beachten?

Auch beim Anzünden und Betreiben des Feuers gibt es einige Dinge zu beachten. Wird dagegen verstoßen, kann eine bereits erteilte Genehmigung wieder entzogen werden.

  • Es muss ein ausreichend großer Abstand von ca. 50 Metern zu brennbaren Materialien und Nachbarn eingehalten werden
  • Bei großer Trockenheit oder starkem Wind darf aufgrund der Waldbrandgefahr kein Feuer entzündet werden
  • Es darf nur trockenes und naturbelassenes Holz verbrannt werden
  • Zum Verbrennen eignen sich am besten unter anderem abgelagerte Holzscheite, kurze Zweige und Holzbriketts
  • Beim Verbrennen von Laub, frischen Zweigen und nassem Holz entsteht besonders viel Qualm, welcher die Nachbarn belästigen kann. Daher darf dies nicht verbrannt werden
  • Abfälle, Papier und Pappe dürfen nicht verbrannt werden
  • Holz aus dem Wald zu holen ist nicht erlaubt. Dafür ist eine Genehmigung vom Förster oder der Stadt notwendig
  • Das Feuer muss stets von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden
  • Löschmittel sollten bereitgehalten werden und beim Verlassen der Feuerstelle muss das Feuer vollständig gelöscht werden
  • Brandbeschleuniger bewirken eine erhöhte Verletzungsgefahr durch Verpuffung, weshalb darauf verzichtet werden sollte

Bei einem Lagerfeuer sollte das Feuerholz erst kurz vor dem Anzünden aufgeschichtet werden, da sich in den Holzhaufen gerne Igel und andere kleine Tiere verstecken.