Sport und Gesundheit

Drei Fitness-Mythen im Check

Fitness-Mythen im Check
Drei Fitness-Mythen im Check

In den Köpfen der Menschen kursieren viele Fitnessmythen, die einem die Freude am Training deutlich verderben können. Doch stimmt es wirklich, dass Jogging die Gelenke belastet und Frauen durch Sport einen Hängebusen bekommen? Darüber gibt ein Sportexperte nun Auskunft.

Mythos Nr. 1: Jogging schädigt die Gelenke

Diese These stimmt nicht. Sportexperten betonen sogar, dass Jogging einer Abnutzung der Gelenke entgegenwirkt. Allerdings ist es wichtig, den eigenen Körper nicht zu überfordern und insbesondere als Lauf-Anfänger keine Höchstleistungen von sich einzufordern.

Wie Dr. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt, wird Gelenkschmiere durch die Bewegung dünnflüssiger.

Infolge dessen wird auf Gelenkflächen befindlicher Knorpel gut mit Nährstoffen versorgt. Da sich durch das Laufen Bein- und Gesäßmuskeln stärken, werden die Gelenke im Alltag ebenfalls entlastet.
Für Anfänger gilt jedoch stets, langsam ins Lauftraining einzusteigen. Insbesondere in den ersten Wochen sind 15 bis 20 Minuten an Dauerlauf völlig ausreichend, damit sich Sehnen und Bänder den individuellen Bedingungen anpassen können.

Fitness Mythos - Jogging schädigt die Gelenke
Sportexperten betonen sogar, dass Jogging einer Abnutzung der Gelenke entgegenwirkt

Mythos Nr. 2.: Stärkere Muskulatur macht den Körper unbeweglich

Dieser Mythos trifft eher selten zu. Ein Beispiel sind Bodybuilder, deren sportliches Training ausschließlich auf einen Zuwachs von Muskeln abzielt. Diese Sportler nutzen allerdings nicht den kompletten Trainingsumfang und verzichten sogar weitgehend auf Stretching. In diesem Falle ist es nicht ausgeschlossen, dass sich durch die erhöhte Muskelspannung die Muskeln verkürzen.

In allen anderen Fällen gilt die Faustregel, dass ausgewogenes Krafttraining sogar die Beweglichkeit erhöht. Wer den Alltag relativ häufig in gebückter sitzender Haltung verbringt, läuft Gefahr, dass sich die Hüft-, Beinbeuge- und Brustmuskulatur verkürzen. Diesem Prozess wirkt Krafttraining sogar gezielt entgegen.

Stärkere Muskulatur macht den Körper unbeweglich
In den meisten Fällen gilt die Faustregel, dass ausgewogenes Krafttraining sogar die Beweglichkeit erhöht

Mythos Nr. 3.: Sport erhöht das Risiko für einen Hängebusen

Dieses Gerücht entspricht nicht der Wahrheit. Ganz im Gegenteil. Nach Aussagen von Sportexperten wirkt Sport sogar einem Hängebusen entgegen. Größe und Formgebung der weiblichen Brust ist in erster Linie von biografischen und genetischen Faktoren bedingt.

Zudem wirkt sich Muskeltraining ebenfalls nicht auf das Brustgewebe aus, weil sich die Brust überwiegend aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe zusammensetzt.

Der Brustmuskel ist hingegen vergleichsweise klein. Eine scheinbar größere Brust entsteht jedoch, wenn Frauen regelmäßig ihren Brustkorb trainieren. Sport stabilisiert den Busen, ermöglicht eine bessere Haltung und wirkt einem Hängebusen entgegen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte in einem Sport-BH schlüpfen.
Dieser Sport-BH minimiert die Bewegung der weiblichen Brust und wirkt zusätzlich einer verspannten Muskulatur im Nackenbereich entgegen.