Finanzen

Junge Menschen investieren in Gold und Aktien

Junge Menschen investieren in Gold und Aktien
Junge Menschen investieren in Gold und Aktien

Aktuellen Untersuchungen zufolge investieren viele junge Menschen überwiegend in Aktien. Nun zeigt eine weitere Studie auf, dass sie in jüngster Vergangenheit ebenfalls sehr häufig Gold kauften. Hierbei spielt ein Aspekt eine besonders wichtige Rolle.

Insgesamt 39 Prozent aller jungen Menschen besitzen Aktien

Einer Studie der „Aktion pro Aktie“ verweist darauf, dass insgesamt 39 Prozent aller Deutschen unter 25 Jahren Aktien besitzen.

Vor drei Jahren belief sich dieser Anteil nach Aussagen dieses Zusammenschlusses von mehreren Online-Brokern auf nur 26 Prozent.

Häufig agieren junge Investoren dabei sehr spekulativ und sind zudem an Kryptowährungen interessiert.

Zugleich stellt sich heraus, dass die ebenfalls als Generation Z bekannte Altersgruppe zunehmend an Gold interessiert ist. Zu dieser Erkenntnis kam eine aktuelle Studie der Reisebank sowie dem CFin – Research Center for Financial Services von der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Demzufolge haben insgesamt 23 Prozent aller Mitglieder der sogenannten Generation Z während der Corona-Pandemie Gold erworben. Der Anteil der Gesamtbevölkerung betrug hingegen nur 15,6 Prozent.

Junge Menschen besitzen Aktien
Insgesamt 39 Prozent aller jungen Menschen besitzen Aktien

Traditionelle Orte wie Banken für den Erwerb von Gold

Diese Entwicklung kommt in den Augen von Jens Kleine als Professor an der Steinbeis-Hochschule und Initiator der Studie tatsächlich etwas überraschend. Er geht davon aus, dass auch jüngere Menschen von positiven Aspekten von Gold wie Inflationsschutz oder Wertabsicherung überzeugt sind. Für den Erwerb des Golds wählen junge Menschen überwiegend traditionelle Orte aus. Schließlich kauft ein Großteil der Privatinvestoren das Gold direkt vor Ort in Banken.

Im Gegensatz zu älteren Investoren entscheiden sich jüngere Menschen allerdings auch recht häufig für Wertpapiere wie Gold-ETFs. Die Geldanleger kaufen dabei Anteile an Fonds. Im direkten Vergleich kristallisiert sich allerdings auch heraus, dass jüngere Menschen weniger Geld als ältere investieren.
Während sich die Höhe der Investitionen in der Gesamtbevölkerung auf 4.550 Euro beläuft, beträgt dieser Anteil bei jüngeren Personen nur rund 2.900 Euro. Allerdings verwundern diese Angaben nicht, da das Vermögen Jüngerer zumeist auch geringer ist.

Bank
Traditionelle Orte wie Banken für den Erwerb von Gold

Nachhaltigkeit ist wichtig

Zugleich ist die Herkunft des Goldes für junge Menschen besonders wichtig. So legt die sogenannte Generation Z besonders großen Wert auf die zweifelsfreie Herkunft der Geldanlage.

Der Nachhaltigkeitsaspekt ist für die jungen Geldanleger ebenfalls ein erheblicher Faktor.

Deshalb sind viele junge Menschen auch bereit, den einen oder anderen Cent mehr für „nachhaltiges Gold“ auszugeben. Hierzulande hat sich der Besitz von Gold seit 2019 auch von 8.918 auf 9.089 Tonnen erhöht. Diese Zahlen entsprechen einem Anteil von rund fünf Prozent des internationalen Goldbestands. Insbesondere für Münzen und Barren wurde in jüngster Vergangenheit ein deutlicher Anstieg vermerkt. Dabei besitzt jeder Deutsche heute durchschnittlich 75 Gramm.
Vor zwei Jahren belief sich der Anteil noch auf 71 Gramm. Im Gegensatz dazu reduzierte sich der Besitz von Schmuck leicht von 58 auf 56 Gramm pro Person.

Unterschiedliche Lagermöglichkeiten

Insgesamt 41,5 Prozent aller in Deutschland wohnhaften Goldbesitzer lagern dieses Hab und Gut in Schließfächern ihrer Bank. Vor zwei Jahren betrug dieser Anteil noch 39 Prozent. Im Gegenzug fiel jedoch der Anteil der Personen leicht, die das Edelmetall in ihren eigenen vier Wänden aufbewahren.
Für Edelmetalldepots spezieller Anbieter hat sich der Anteil in den letzten Jahren ebenfalls mehr als verdoppelt.

Schließfächer in Bank
Insgesamt 41,5 Prozent aller in Deutschland wohnhaften Goldbesitzer lagern dieses Hab und Gut in Schließfächern ihrer Bank

Verschiedene Motivationen für den Erwerb von Gold

Als Grund für die vermehrten Investitionen in Gold führen die meisten Befragten eine Absicherung und Werterhaltung des eigenen Vermögens auf. Während rund ein Drittel das Edelmetall als Schutz vor Inflation betrachtet, betrachten gute 23 Prozent das Gold als Rettungsanker im Falle einer Währungsreform.

Rund 17,6 Prozent entscheiden sich hingegen für die Investition, da sie sich eine Preissteigerung davon erhoffen. Jede sechste Person betrachtet Gold sogar als eine Art Statussymbol. Ein knappes Drittel betont, Gold aus ästhetischen Gründen als Geldanlage zu bevorzugen.