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Geocaching: Auf Schatzsuche in der Natur

Geocaching
Geocaching

Geocaching ist ein Trend, der sich mittlerweile seit mehreren Jahren großer Beliebtheit erfreut. Mit viel Liebe zum Detail vollführen Naturliebhaber hierbei eine Schnitzeljagd, bei der jedes Straßenschild oder gar Futterstätten für Tiere wichtige Hinweise liefern könnten. Doch wie funktioniert Geocaching genau?

Wie funktioniert Geocaching?

Unter Einsatz von Navigationsapps fürs Handy oder GPS-Geräten begeben sich Geocacher dabei auf die Suche nach einem Versteck, dem Cache. Ist die Suche erfolgreich, tragen die Finder die Informationen in das Logbuch ein, das am Ende der jeweiligen Ziele versteckt ist. Ist das Versteck gefunden, notieren Cacher die entsprechenden Informationen dann online.

Ein internationaler Trend

Geocaching ist ein Trend, der sich hierzulande immer mehr durchsetzt. Für viele Naturenthusiasten ist Geocaching eine besondere Herausforderung, die mittlerweile in vielen Ländern weltweit praktiziert wird.

Ob in verlassenen Höhlen Mallorcas, in heimischen Gefilden in Deutschland oder auf den höchsten Bergen Schottlands – überall kommen Geocacher auf ihre Kosten.

Während einige dieser Schatzsuchen besonders hohe Wanderattribute einfordern, sind andere Herausforderungen darauf ausgelegt, in Teams Rätsel zu lösen. An Gleichgesinnten mangelt es hierzulande in deutschen Städten oder in der Natur nicht. Denn seit ein Visionär namens Dave Ulmer im Mai 2000 online die ersten Koordinaten eines Caches veröffentlichte, hat sich viel getan. Damals vergrub Ulmer im US-amerikanischen Nordwesten nahe Portland einen schwarzen Plastikeimer. Darin versteckte er beispielsweise eine Software mit topographischen Karten der USA, Nahrungsmittel, Bücher sowie Videos. Dazu vermerkte er die Worte: “Nehmt etwas mit, lasst etwas da! Notiert alles im Logbuch! Habt Spaß!”

Hierzulande gibt es eine spezielle Geocaching-Website

Nur einen Tag vorher beendeten die USA eine Störung der GPS-Signale, durch welche Zivilisten die Standorte nicht exakt zuordnen konnten. Binnen kürzester Zeit begaben sich mehrere Internetnutzer nach Ulmers Nachricht auf die Suche nach dem Schatz.

Es dauerte nicht mehr lange, bis die ersten Seiten online gingen, auf denen neue Verstecke eingetragen wurden. Heute ist die Webseite als geocaching.com bekannt und hierzulande unter geocaching.de verfügbar.

Die Caches befinden sich überall

Für den Start bedarf es nur eines GPS-Geräts oder einer Smartphone-App, um die Koordinaten einzugeben. Diese Koordinaten werden entweder direkt online angegeben oder müssen schlichtweg erraten werden.

Doch eines ist wichtig: Niemand sollte sich beim Geocaching allein auf die Geräte verlassen.

Gehen Geocacher in die richtige Richtung, zeigen die Geräte zumeist eine kleinere Entfernung an. Ist der Radius beispielsweise auf fünf Meter eingeschränkt, sollte man sich schon in seinem Umfeld umschauen. So sind im Wald Verstecke geeignet, die sich an Baumstämmen, unter Laub, in Astlöchern oder an Wurzeln befinden. Insbesondere in der Natur sind Geocacher natürlich auch gefragt, um keine größeren Schäden anzurichten. Deshalb ist es umso wichtiger, etwaige Wege so wenig wie möglich zu verlassen. Besonders naturverträglich und effizient ist es deshalb dann, wenn Hinweise auf das Versteck gegeben werden.

Geocache
Die Geocaches gibt es in verschiedenen Größen

Schätze in verschiedenen Größen

Die Größe der jeweiligen Schätze sind im Netz in etwa beschrieben. Von der kleinen magnetischen Metalldose bis hin zur riesigen Munitionskiste ist dabei alles möglich. Genauso unterschiedlich sind die Rätsel, die von deutlich formulierten Koordinaten bis hin zu in Zahlen abzuwandelnden Buchstaben reichen. In diesem Fall würde der Buchstabe “A” beispielsweise für die Zahl “1” oder “B” für “2” stehen. Diese Suche erstreckt sich zum Teil über bis zu 15 Stationen.

Manchmal ist es beim Geocaching ebenfalls nötig, Puzzleteile richtig zusammenzufügen, um dann auf die nächsten Koordinaten zu stoßen. Eine andere Option ist es, dass entsprechende Informationen unter UV-Licht sichtbar werden. Außerdem ist es möglich, dass Batterien an die Caches gehalten werden müssen, um anschließend eine Botschaft abzuspielen. Der Kreativität sind dabei nur wenige Grenzen gesetzt.

Organisierte Geocachingtouren

Die Routen kann eigentlich jeder legen, der sich für das Geocachingkonzept begeistert. Inzwischen bieten sogar Museen oder Tourismusverbände die GPS-gestützten Touren an.

In der Pädagogik spielen die Cachingangebote ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein Beispiel sind die Brandenburger Naturfreunde, die Geocachingtouren durchführen, um Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen Aufenthalte in der Natur zu versüßen. Auf diesen Touren sind die Teilnehmer zum Beispiel gefordert, um Umfänge von Bäumen mit den Armen zu vermessen und damit deren ungefähres Alter zu bestimmen.

Zusätzlich sind die Touren darauf ausgelegt, Wissensfragen zu Pflanzen zu beantworten. Die Ausflüge bieten ihren Teilnehmern so manchen Aha-Effekt. Für die Kinder bedeutet das Geocaching ebenfalls, sich an der frischen Luft aufzuhalten und nach Belieben zu toben.

Viele Geocaching-Schätze in ganz Deutschland

Diese gelungene Mischung aus Natur und Technik entwickelte Geocaching aber erst im Laufe der Zeit. Seitdem im Oktober 2000 in Brandenburg das erste Geocache in Deutschland versteckt wurde, hat sich dieser Bereich stetig verändert. Heute können Geocacher die Schatzsuche deutschlandweit überall starten. Schließlich sind die Caches heute längst überall versteckt.