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Heilpflanzen – Pflanzen mit heilender Wirkung

Heilpflanzen
Heilpflanzen - Pflanzen mit heilender Wirkung

Heilpflanzen und Kräuter gelten als bewährte Arzneimittel der Natur und als älteste Medizin der Welt. Dennoch werden die Pflanzen von vielen oft unterschätzt und ihr Potenzial für die Gesundheit bleibt verkannt. Dabei helfen die Wirkstoffe dieser Pflanzen auf natürliche Weise gegen verschiedene Beschwerden und unterstützen den Körper. In vielen alternativen Heilverfahren wie zum Beispiel der Homöopathie stellen Heilpflanzen eine wichtige Komponente dar, aber auch in der Schulmedizin kommen sie als aufbereitetes Produkt zum Einsatz.
Viele der Heilpflanzen können im heimischen Garten angepflanzt werden und so die Hausapotheke bereichern.

Definition von Heilpflanzen

Als Heilpflanzen gelten alle Pflanzen, die Wirkstoffe enthalten, mit denen Beschwerden und Krankheiten gelindert werden können.

Das pflanzliche Arzneimittel, das sogenannte Phytopharmaka, kann dabei von verschiedenen Bestandteilen der Pflanze wie zum Beispiel den Blüten, Blättern oder Wurzeln kommen.

Heilpflanzen und Heilkräuter wurden bereits im frühen Ägypten und antiken Griechenland verwendet. AB Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Schulmedizin wissenschaftlich akzeptiert, wodurch die Naturheilmedizin weniger angesehen war. Seit den letzten Jahren erfreuen sich Heilpflanzen aber wieder zunehmender Beliebtheit.

Definition von Heilpflanzen
Als Heilpflanzen gelten alle Pflanzen, die Wirkstoffe enthalten, mit denen Beschwerden und Krankheiten gelindert werden können

Verarbeitungsmöglichkeiten von Heilpflanzen

Heilpflanzen und Kräuter können auf verschiedene Weise verarbeitet und genutzt werden. Um Blüten und Blätter einer Heilpflanze zu nutzen, eignet sich am besten ein Aufguss. Hierfür kommen die frischen oder getrockneten Pflanzenteile in ein Teesieb, werden mit kochendem Wasser übergossen und müssen fünf bis zehn Minuten ziehen. Nach dem Abseihen wird der Teeaufguss getrunken. Die Wirkstoffe aus Beeren, Wurzeln und Rinden werden extrahiert, indem die Pflanzenteile in heißem Wasser geköchelt werden und die Flüssigkeit abgeseiht und kühl aufbewahrt wird.
Tinkturen haben eine noch stärkere Wirkung als Aufgüsse und werden durch die Extraktion mit Alkohol gewonnen.

Aufguss von Heilpflanzen
Um Blüten und Blätter einer Heilpflanze zu nutzen, eignet sich am besten ein Aufguss

Beliebte Heilpflanzen

Die folgenden Pflanzen haben eine positive Auswirkung auf die Gesundheit und kommen bei verschiedenen Beschwerden zum Einsatz. Die meisten der Pflanzen können auch im heimischen Garten gepflanzt werden.

Aloe Vera

Bei der Aloe Vera handelt es sich um eine Sukkulente, welche ursprünglich aus der arabischen Halbinsel stammt und schon seit mehreren Tausend Jahren als natürliches Heilmittel zum Einsatz kommt. Die Pflanze ist relativ pflegeleicht und eignet sich daher gut als Zimmerpflanze.

Aloe Vera hat eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung und kann zum Beispiel zur Linderung von Verbrennungen oder zur Behandlung von Akne eingesetzt werden.

Für die Anwendung auf der Haut wird eines der Blätter abgerissen und die darin enthaltene Flüssigkeit wird auf die betroffene Hautstelle gerieben.

Löwenzahn

Der Löwenzahn kann bei Bluthochdruck, Verstopfung und Husten eingesetzt werden. Er regt die Durchblutung an und trägt zur Linderung von Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie zum Beispiel Blähungen und Verdauungsproblemen bei. Der Löwenzahn hat eine appetitanregende und antriebssteigernde Wirkung, sodass er allgemein zur Stärkung geschwächter Menschen eingesetzt werden kann.

Löwenzahn findet sich in nahezu jedem heimischen Garten oder auf Wiesen, sodass jeder von dessen Wirkungen profitieren kann. Für eine Löwenzahn-Kur kann die Pflanze zum Beispiel als Tee oder als frische Pflanze zu sich genommen werden.

Löwenzahn
Der Löwenzahn kann bei Bluthochdruck, Verstopfung und Husten eingesetzt werden

Rosmarin

Rosmarin wird gerne als Gewürz verwendet, doch die Pflanze kann noch mehr: Sie beugt Blähungen und Völlegefühl vor und regt neben der Verdauung auch die Durchblutung an.

Durch die entzündungshemmenden Substanzen und Antioxidantien wirkt sich Rosmarin positiv auf das Immunsystem aus.

Studien besagen zudem, dass durch die Pflanze die Konzentrationsfähigkeit gesteigert wird.
Rosmarin kann zur Durchblutungsförderung als Öl im Bad verwendet werden. Zudem kann eine Rosmarinlimonade oder Rosmarinsalz hergestellt werden.

Ringelblume

Ringelblumen haben schöne gelb bis orange-rote Blüten und sind beliebte Blumen im Garten. Doch die Pflanzen sehen nicht nur schön aus, sondern hat zudem antiseptische und antibakterielle Eigenschaften. Die Blüten sind häufig Bestandteil von Salben oder Cremes. Auch Entzündungen im Mund und Rachen können durch die Pflanze gelindert werden.

Neben Cremes und Salben zum Auftragen auf die Haut kommen die Blüten aufgebrüht auch als Tee zum Einsatz.

Heilpflanze - Ringelblume
Die Blüten der Ringelblume sind häufig Bestandteil von Salben oder Cremes

Mariendistel

Die Mariendistel findet sich vor allem als wild wachsende Pflanze am Wegesrand in warmen Regionen.

Die Samen der Pflanze kommen schon seit vielen Jahren zur Stärkung der Leber zum Einsatz.

Heutzutage hat sich die Mariendistel auch bei der Leberverfettung bewährt. Die Pflanze schützt die Leber nicht vor Giftstoffen, sondern beschleunigt zudem die Regeneration der Leberzellen.

Kamille

Kamille gilt als Klassiker unter den Heilpflanzen. Sie wirkt antibakteriell sowie entzündungshemmend und hilft bei Bauchschmerzen. Aufgebrüht als Tee kann Kamille die Muskeln im Magen-Darm-Trakt entkrampfen und die Verdauung unterstützen. Mit den gelb-weißen Blüten eignet sich Kamille auch gut als Bepflanzung im Garten.