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Radsport – Eine Einführung

Radsport - Rennradfahren
Radsport - Eine Einführung

In Deutschland gab es im Jahr 2016 insgesamt 73 Millionen Fahrräder. Dieser Anteil ist erheblich. Schließlich leben in Deutschland ungefähr 83 Millionen Menschen. Die Fahrräder werden für verschiedene Einsatzmöglichkeiten verwendet. Schließlich sind Radfahrer nicht automatisch Radsportler. Wer aktiv Radsport betreibt, schöpft aus dem Vollen.
Die Vielfalt an Radsportarten reicht vom klassischen Rennradfahren auf der Bahn oder Straße über Einrad-Downhill-Fahren und Kunstrad-Fahren bis hin zum BMX-Trick-Fahren und Mountainbiking. Diese Disziplinen üben hierzulande knapp 150.000 Radsportler aus.

Rennrad fahren: Hilfreiche Tipps für Einsteiger

Wer ins Rennradfahren einsteigen möchte, sollte erst einmal ausprobieren, ob die jeweilige Sportart und das damit verbundene Fahrgefühl tatsächlich Freude bereiten.

Für erste Tests ist es sinnvoll, Schnupperangebote lokaler Vereine zu testen.

Einige Radsportler bevorzugen die Bahn, andere die Straße. Für unterschiedliche Strecken sind auch verschiedene Fahrräder geeignet.

Rennradfahrer
Einige Radsportler bevorzugen die Bahn, andere die Straße

Wo sollten Rennradeinsteiger fahren?

Ein großer Vorteil des Rennradfahrens besteht darin, dass dieser Radsport eigentlich überall ausgeübt werden kann. Ein Rennrad und ein Helm genügen, um die Straße zu erobern.
Eine Alternative ist die Bahn im Velodrom. Für Fahrten mit einem Rennrad ist generell Bodenbelag gut geeignet, auf dem die eigenen Reifen gut greifen. Schotterpisten oder Waldwege sind hingegen nur wenig geeignet.

Rennrad
Ein großer Vorteil des Rennradfahrens besteht darin, dass dieser Radsport eigentlich überall ausgeübt werden kann

Tipps für die richtige Ausrüstung

Die Ausrüstung für Einsteiger für den Radrennsport ist relativ umfassend.

Neben einem für Einsteiger geeigneten Rennrad sind Klickpedale sowie zu Pedalen passende Schuhe oder ein Fahrradhelm zwingend notwendig.

Eine Radfahrbrille als Schutz vor Fahrtwind ist ebenso unerlässlich wie die richtige Funktionskleidung, einschließlich einer Radlerhose. Zudem sollte das Equipment Fahrradwerkzeug, eine Trinkflasche samt Halterung, Pulsmesser und Fahrradtacho beinhalten. Für eine gute Ausrüstung sollte ein Rennradanfänger rund 1.000 bis 1.500 Euro einplanen. Schließlich kostet vor allem das Rennrad vergleichsweise viel Geld.

Rennrad Ausrüstung
Neben einem für Einsteiger geeigneten Rennrad sind Klickpedale sowie zu Pedalen passende Schuhe oder ein Fahrradhelm zwingend notwendig

Welches Rennrad soll es für Einsteiger sein?

Ob aus Alu oder Carbon: Diese Frage muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch generell ist ein Aluminium-Modell für Fahranfänger völlig ausreichend. Im Gegensatz dazu sind Carbonausführungen vergleichsweise teuer und recht anfällig für Schäden. Nachfolgender Überblick könnte wichtige Anhaltspunkte liefern:

  • Wettkampfrennräder sind für klassische Straßenfahrten geeignet
  • Aerodynamisch geformte Aero-Rennräder sind eine gute Wahl für ambitionierte Rennfahrer
  • Leichtbau-Rennräder sind eine gute Wahl für alle, die häufig im Gebirge unterwegs sind
  • Zeitfahr-Rennräder eigenen sich für Hardcore-Zeitfahrer oder Triathleten
  • Gravel-Bikes erleichtern den Radsport im Gelände
  • Allrounder-Rennräder sind für Einsteiger die beste Wahl

Die passende Rahmenhöhe und Oberrohrlänge spielt beim Kauf der Rennräder eine wichtige Rolle. Unterschiede zwischen Damen- und Herrenrennrädern sind marginal. Dennoch ist es wichtig, dass die Länge und Höhe der Rennräder den Körpermaßen der Personen angepasst sind.

Hinweise zur Schaltung

Im Regelfall setzt sich die Schaltung eines Rennrads aus zwei Kettenblättern vorn sowie zehn Ritzeln am Hinterrad zusammen. Diese Konstruktion wird als Kompaktkurbel bezeichnet.

Eine ideale Kettenblatt-Abstufung erfolgt von 50 auf bis zu 35 Zähne.

Für Anfänger ist die 105er-Serie von Shimano beispielsweise eine gute Wahl.

Wie mit dem Rennradtraining beginnen?

Eine besondere Herausforderung besteht im Umgang mit Klickpedalen. Diese Klickpedale vermitteln Radsportlern ein besonders intensives Gefühl, mit dem Gefährt verbunden zu sein. Ein großer Vorteil der sogenannten Cleats ist es, nicht nur in Pedale treten zu müssen, sondern diese auch mitzuziehen. Dieser schwungvolle Antritt spart Energie. Anfangs sollten Rennradeinsteiger intensiv Fahrten in der Kurvenlage üben.

Aufgrund des typischen Rennrad-Aufbaus fühlt sich die Lenkung anders als bei einem normalen City-Fahrrad an. Radrennsportler lehnen sich stets leicht mit in die Kurve. Deshalb empfiehlt es sich, die Kurven zuerst auf freien Flächen zu üben. Aller Anfang ist schwer. Aus dem Grund sollten Rennradler nicht zu viel erwarten und langsam in den Radsport einsteigen. Wichtig ist es, sich regelmäßig – ungefähr zweimal pro Woche – aufs Fahrrad zu setzen.

Rennrad Cleats
Ein großer Vorteil der sogenannten Cleats ist es, nicht nur in Pedale treten zu müssen, sondern diese auch mitzuziehen

Die wichtigsten Radsportarten im Überblick

Es gibt verschiedene Radsportarten, die mehr oder weniger bekannt sind. Wir stellen die wichtigsten Disziplinen vor:

  1. Rennradfahren auf der Straße: Zum Straßenradsport gehören neben der Tour de France ebenfalls Jedermann-Wettbewerbe wie die Cyclassics aus Hamburg
  2. Bahnradsport: In Kreisen sprinten Rennradfahrer beim Bahnradsport um die schnellsten Geschwindigkeiten
  3. Mountainbike: Beim Cross-Country-Fahren fahren Sportler querfeldein; Downhill führt einen Berg oder ein Waldstück hinab; Dirt-Bike-Fahren ist mit Motocross vergleichbar und führt über Parcours aus Hügeln und Kickern
  4. BMX-Räder: sehr kleine Fahrräder dienen der Austragung von Rennen oder Absolvierung von Tricks
  5. Kunstrad-Fahren: Mit speziellen Hallenrädern werden Kunststücke und Turnübungen wie Pirouetten, Handstand oder Synchronformationen durchgeführt; Unterscheidung zwischen Einer- und Zweier-Kunstrad-Fahren
  6. Rand-Radsportarten: Unterscheidung zwischen Radball, Bikepolo oder Downhill-Einrad-Fahren