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So sagen Sie Spam-Mails den Kampf an

Spam Mails den Kampf ansagen
So sagen Sie Spam-Mails den Kampf an

Spam-Mails sind ein Ärgernis, das den Posteingang immer wieder blockiert. Nimmt die unerwünschte Post überhand, ist Handlungsbedarf gefragt. Doch wie effizient sind Filter, die Robinsonliste oder Datensparsamkeit eigentlich?

Spam-Mails sind nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich

Nicht für jeden Nutzer des Internets ist eine Spam-Mail auf den ersten Blick ersichtlich. Ein falscher Mausklick genügt und schon befindet sich die Schadsoftware auf dem eigenen Computer. Schlimmstenfalls droht ein Totalausfall des eigenen Rechners. Damit Internetnutzer dieser Spam-Falle entgehen, sollten sie auf dem PC eine Virenschutzsoftware integrieren. Ergänzend ist es ebenso wichtig, das eigene Betriebssystem stets zu aktualisieren.

Zugleich raten Verbraucherzentralen an, bei der Anlegung einer neuen E-Mail-Adresse keine kompletten Namen preiszugeben.

Zudem sollten möglichst nur die Personen die eigene Mailadresse erhalten, die den Besitzern der E-Mail-Adresse auch bekannt sind. In diesem Zusammenhang empfehlen Spezialisten ebenfalls, die eigene Mailadresse nicht öffentlich im Web zu präsentieren. Auf diese Weise kann die E-Mail-Adresse nicht automatisch von sogenannten Web-Crawlern entdeckt und für ein Versenden von Spam-Nachrichten verwendet werden.

Keine Links öffnen

Wer eine Spam-Nachricht als eine solch unerwünschte Mail entlarvt hat, sollte bloß nicht in der Mail enthaltene Links öffnen oder gar auf die Nachricht antworten.
Bei der Aktivierung eines Links ist nicht ausgeschlossen, dass die eigene Mailadresse verifiziert wird. Zudem sollten User auch niemals Links betätigen, die vermeintlich für eine Austragung aus einer Empfängerliste angedacht sind. Schließlich könnten Versender von Spamnachrichten auf diese Weise ebenfalls eine Bestätigung für das Vorhandensein eines betreffenden E-Mail-Kontos erhalten. Stattdessen erhöht sich das Risiko, mit Spam-Mails überflutet zu werden.

Keine Links öffnen - Spam-Mails
Wer eine Spam-Nachricht als eine solch unerwünschte Mail entlarvt hat, sollte bloß nicht in der Mail enthaltene Links öffnen oder gar auf die Nachricht antworten

Sind die Betreffzeilen verdächtig?

Nach Aussagen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik – dem BSI – ist es ratsam, bereits bei Betreffzeilen Vorsicht walten zu lassen. Weisen Betreffzeilen beispielsweise auf eine Anmeldung oder gar einen Gewinn hin, ist der Blick auf den Absender unerlässlich. In diesem Fall ist zumeist eine kryptische Mailadresse des Versenders offensichtlich. Schnell kristallisiert sich die Mail als Spam heraus.

Im Idealfall besitzen Verbraucher mehrere Mailadressen, die nach Wichtigkeit sortiert sind.

Während eine Mailadresse ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird, könnten andere Mailoptionen für private Bereiche wie Onlineshopping oder soziale Netzwerke in Betracht kommen (Privatsphäre und Daten schützen – Die wichtigsten Regeln im Überblick). Mailanbieter wie Gmail offerieren weitere interessante Services, dank denen Mailadressen beispielsweise um einen sogenannten Alias erweitert werden können. So können einfache E-Mail-Adressen wie maxi@gmail.com beispielsweise auf maxi+onlinebanking@gmail.com erweitert werden.

Standardisierte Spamfilter sind heutzutage üblich

Zahlreiche Dienstleister von Mails haben die Spamfilter inzwischen standardisiert. So stellt GMX neben einem Virus- und Spamschutz mittlerweile ebenfalls eine Blacklist zur Verfügung. Diese Blacklist übernimmt die Funktion einer persönlichen Sperrliste. Diese Liste enthält alle Mailadressen, von denen die Empfänger keinesfalls Post erhalten möchten. Zudem wird der Spamschutz bei zahlreichen namhaften E-Mail-Anbietern ebenfalls automatisch aktiviert.

Stuft ein Nutzer eine Mail als Spam ein, landet die nächste Nachricht des gleichen Absender zumeist automatisch im Spamordner. Allerdings ist dieses System nicht zu 100 Prozent fehlerfrei.

Manuelle Nachkorrekturen sind hilfreich

Aus dem Grund steht es Anwendern frei, eine manuelle Nachkorrektur vorzunehmen. Auf diese Weise können irrtümlich als Spam eingestufte Mails aus den Spamordnern beseitigt werden. Im Gegenzug können nicht erkannte Spam-Mails auch im Nachhinein als solche markiert werden. Nach Vollendung dieser “Lernphase” funktionieren die meisten Filter sehr zuverlässig.

Ergänzend legt das BSI nahe, Eintragungen in der Robinsonliste des Interessenverbands Deutsches Internet – des I.D.I. – vorzunehmen. Zweck der Liste ist es, Verbrauchern einen Schutz vor unerwünschter Werbung zu bieten. Internetnutzer vermerken einfach und kostenfrei ihre Mailadresse auf der Homepage der Robinsonliste. Anliegend wird ein sogenanntes Schutzkonto angelegt. Für eine Registrierung auf der Robinsonliste ist jedoch eine Angabe von persönlichen Informationen wie dem vollständigen Namen sowie der Anschrift erforderlich. Daraufhin können registrierte Unternehmen auf diese Auflistung zugreifen und eingetragene Anschriften aus der Datenbank entfernen.

Keine Sicherheit durch Eintragungen auf der Robinsonliste

Doch es gibt auch einen Nachteil. In der Praxis wirken sich Eintragungen auf der Robinsonliste überhaupt nicht auf den Versand von Spam-Mails aus. Schließlich sind Unternehmen nicht verpflichtet, sich auf dem Portal zu registrieren oder Anschriftenlisten mit hinterlegten Verbraucher-Mailadressen ohne nach Wunsch nach Werbung zu durchforsten.

Deshalb gibt es auch kein Erfolgsrezept, das generell gegen Spamangriffe hilft. Beispielsweise funktioniert Datensparsamkeit überhaupt nicht bei Spammern, die maschinell und ohne System alle vorstellbaren Begriffskombinationen und Namen mit allen gängigen E-Mail-Endungen austesten.

HTML-Ansichten je nach Bedarf deaktivieren
Wer seine Mails anstatt auf der Website der Anbieter über spezielle Mailprogramme liest, sollte die HTML-Ansicht aus Sicherheitsgründen deaktivieren

HTML-Ansichten je nach Bedarf deaktivieren

Wer seine Mails anstatt auf der Website der Anbieter über spezielle Mailprogramme wie Thunderbirg oder Outlook liest, sollte die HTML-Ansicht aus Sicherheitsgründen deaktivieren. Schließlich ist in Spam-Mails als HTML-Text häufig ein Bild enthalten.
Wird das Bild geladen, entsteht automatisch eine Verbindung zum Versender der Mail. Im Gegenzug erhält der Versender automatisch eine Bestätigung über die Richtigkeit der Mailadresse.