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Diese Suchmaschinen ermöglichen Kindern ein sicheres Surfen

Suchmaschinen für Kinder
Diese Suchmaschinen ermöglichen Kindern ein sicheres Surfen

In der heutigen Zeit hat das Internet einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft und es wird auch von Kindern häufig genutzt. Kinder finden das Internet, indem es viel zu entdecken gibt, besonders spannend. Allerdings gibt es vieles im Netz, was für Kinder nicht geeignet ist. Es ist wichtig den Kindern einen sicheren Zugang ins Internet zu ermöglichen, ohne sie komplett davon fernzuhalten. Um den Kindern ein sicheres Surfen zu ermöglichen, gibt es spezielle Suchmaschinen, die für Kinder konzipiert wurden.

Wie funktionieren Suchmaschinen für Kinder?

Kindersuchmaschinen zeigen durch sogenannte Whitelists nur die Inhalte, die für Kinder geeignet sind. Bei den Whitelists handelt es sich um Listen, auf denen die Webseiten eingetragen sind, die ausschließlich Inhalte enthalten, welche für Kinder unbedenklich sind. Die Webseiten, die auf die Whitelist aufgenommen werden, dürfen neben ungeeigneten Themen wie Gewalt und Pornografie auch keine Inhalte, die zum Kaufen anregen sollen oder wo Daten gesammelt werden, enthalten.

Während bei anderen Suchmaschinen wie Google die Indexierung automatisch erfolgt; durch sogenannte Webcrawler die das komplette World Wide Web durchsuchen, findet dies bei Kindersuchmaschinen überwiegend manuell statt.

Die Mitarbeiter dieser Suchmaschinen entscheiden selbst, welche Seiten auf den Whitelists landen. Durch diese manuelle Betreuung erinnern die Kindersuchmaschinen eher an Webkataloge aus den Anfängen des Internets.
Die Kindersuchmaschinen bieten neben der eigentlichen Suchfunktion auch noch weitere Inhalte wie besondere Webangebote und Spiele.

Kindersuchmaschinen eher Webkataloge
Kindersuchmaschinen zeigen durch sogenannte Whitelists nur die Inhalte, die für Kinder geeignet sind

Die beliebtesten Kindersuchmaschinen

Die folgenden Suchmaschinen richten sich speziell an Kinder und gehören zu den beliebtesten Kindersuchmaschinen:

Blinde Kuh

Blinde Kuh ist wohl die bekannteste und auch deutschlandweit die älteste Suchmaschine für Kinder. Sie ermöglicht Kindern bereits seit 1997 ein sicheres Surfen. Die Suchmaschine richtet sich an Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Damit eine Website in den Index, welcher 30.000 Webseiten umfasst, aufgenommen werden kann, muss sie strenge Kriterien erfüllen. Geleitet wird die Suchmaschine vom Blinde Kuh e.V. und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Kindersuchmaschine. Im Jahr 2006 hat Blinde Kuh den Grimme Online Award gewonnen.

Die Suchmaschine ist komplett werbefrei.

Zu jedem Suchergebnis gibt die Suchmaschine einer Altersempfehlung an sowie einen Beschreibungstext mit einem kleinen Bild. Die Vorschläge zur Suchanfrage werden nach Kategorien wie Videos oder Nachrichten sortiert. Besonders an der Suchleiste ist, dass sich diese auch als Taschenrechner nutzen lässt. In der Kopfzeile befinden sich noch weitere Bereiche wie „Surf Tipps“, „Spiele“ oder „Mach mit“. Unter Letzterem können Kinder eigene Berichte, Geschichten und Reportagen einreichen.

FragFINN

Auch die Kindersuchmaschine fragFINN gibt es bereits seit einigen Jahren. FragFINN richtet sich an Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Bei der Suchleiste handelt es sich um eine modifizierte Variante der Google-Suche. Die Suchmaschine umfasst etwa 5.000 Webseiten, welche von Mitarbeitern auf die Kindersicherheit geprüft wurden. Auch eine Bildersuche ist mit fragFINN möglich. Anders als bei anderen Suchmaschinen führen Bilder und Videos bei fragFINN zu keiner Weiterleitung. Bilder verlinken auf Artikel und die Videos leiten direkt auf den Tigerentenclub weiter. Neben der Suchmaschine für den PC bietet fragFINN auch eine Kinderschutzapp für Smartphones und Tablets an. Bei dieser handelt es sich um einen Browser, mit dem die Kinder auf kindgerechte Webseiten zugreifen können. Eltern können mittels der App zudem andere Apps auf dem Smartphone sperren. Betrieben wird fragFINN von dem fragFINN e.V., welcher unter anderem von Google und der Deutschen Telekom finanziert wird.

Neben der Suchleiste bietet die Suchmaschine auch weitere Inhalte, wie beispielsweise Videos und Spiele. Außerdem gibt es den Menüpunkt „Leichte Sprache“, unter dem den Kindern in einfacher Sprache die Funktionsweise von fragFINN erläutert wird. Als Besonderheit gibt es zudem die sogenannten FINNreporter, bei denen Videoreportagen von Kindern zur Verfügung gestellt werden.

Helles Köpfchen

Bei der Suchmaschine Helles Köpfchen geht das Angebot weit über die Suchmaschine hinaus. Bei der Webseite handelt es sich eher um ein großes Web-Portal, welches sich an Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren richtet. Betreiber der Webseite ist die private Firma Cosmos Media UG. Dies hat zur Folge, dass die Suchmaschine auf eine Finanzierung durch Werbung angewiesen ist, weshalb sich auf der Startseite auch jede Menge Werbeanzeigen finden. Die Werbung lässt sich allerdings direkt auf der Startseite ausschalten.
Helles Köpfchen wird durch das Ministerium für Bildung und das Familienministerium gefördert und ist Teil der Initiative „Ein Netz für Kinder“.

Zusätzlich zu der Suchfunktion bietet die Webseite diverse Spiele, Sachtexte zu verschiedenen Themen, politische Reportagen sowie eine Community.

Eltern sollten allerdings beachten, dass die Kindersuchseiten keinen kompletten Schutz bieten und Kinder bei der Nutzung des Internets von einem Erwachsenen begleitet werden sollten.