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Feuchtigkeit im Keller – Was tun?

Feuchtigkeit im Keller
Feuchtigkeit im Keller – Was tun? – Bild: © Karin & Uwe Annas #71270125 – stock.adobe.com

Viele Immobilienbesitzer träumen von einem trockenen Keller. In dem Fall bietet das Untergeschoss genügend Platz für Wäsche, Einrichtung und Werkzeug. Doch bei eindringender Nässe wendet sich das Blatt. Nach und nach macht sich ein unangenehmer Geruch breit, so dass sich im Laufe der Zeit zumeist Schimmel bildet. In dieser Situation sind zumeist eine Entfeuchtung und Kellersanierung von Nöten.
Allerdings hängt die Wahl der Maßnahmen von den individuellen Bedingungen ab.

Wie gelangt Feuchtigkeit in den Keller?

Für einen feuchten Keller sind unterschiedliche Ursachen verantwortlich. Bildet sich an Wänden Schwitzwasser heraus, werden die Mauern schnell in Mitleidenschaft gezogen. Es droht Schimmelbefall. Treten zwischen Sommer und Winter große Temperaturunterschiede im Kellerbereich auf, sind regelmäßige Lüftungen erforderlich.
Zudem dringt die Feuchtigkeit durch schlecht isolierte Türen und Fenster in die Räumlichkeiten ein.

Ein weiterer Grund für feuchte Keller sind defekte Leitungen, die zumeist zum Wasseranschluss bzw. Rohrsystemen gehören.

Zudem dringt Wasser oft von außen in die Räume ein. Angegriffene Mauern, Poren und Ritzen sind für Wasser ein willkommener Anlass, sich seinen Weg in den Keller zu bahnen. In diesem Fall bedarf es einer besonderen Ursachenforschung, um den genauen Eintrittsort zu finden.
Hausbesitzer sollten sich in dieser Situation fragen, wo das Wasser genau einsickert und ob die Flüssigkeit von außen ansteigt. Bei dieser Art der Ursachenforschung könnte eine leichte Hanglage oder ein steigender Grundwasserspiegel eine ausschlaggebende Ursache sein.

Feuchter Keller
Für einen feuchten Keller sind unterschiedliche Ursachen verantwortlich – Bild: © cunaplus #232461600 – stock.adobe.com

Wann bedarf es der Unterstützung durch einen Handwerker?

Mit etwas handwerklicher Erfahrung ist es für Hobby-Heimwerker durchaus möglich, die Feuchtigkeitsschäden selbst zu bekämpfen. Doch häufig sind feuchte Keller auf Ursachen zurückzuführen, die für Laien nur schwer ersichtlich sind.
Nur in seltenen Fällen ist der Eintrittsbereich des Wassers auch der Bereich, an dem das Feuchtigkeitsproblem ursächlich entsteht. Das bedeutet wiederum, dass vorgenommene Maßnahmen möglicherweise ins Leere führen und sich Schimmel noch zusätzlich ausbreitet.

Handwerker aus unmittelbarer Nähe

Vor allem in einem komplizierten Fall ist die Kontaktaufnahme zu einem Spezialisten dringend erforderlich.

Erfahrene Experten sind bei Schimmelbefall im Keller mit typischen Problemen vertraut und können dadurch die Schadensstellen gut ausfindig machen.

Ob überregionales Großunternehmen oder selbständiger Handwerker – diese Entscheidung muss jeder für sich allein treffen. Generell gilt: Je näher sich der Standort der Handwerker in der Nähe des eigenen Wohnsitzes befindet, desto flexibler können Firmen auf Termine reagieren und schneller vor Ort erscheinen.

Kontaktaufnahme zu einem Spezialisten
Vor allem in einem komplizierten Fall ist die Kontaktaufnahme zu einem Spezialisten dringend erforderlich – Bild: © Valmedia #293708911 – stock.adobe.com

Die Wahl einer geeigneten Methode

Die Wahl einer geeigneten Methode für die Kellersanierung hängt von der individuellen Ursache ab. In erster Linie ist es wichtig, zwischen Außen- sowie Innenabdichtung zu differenzieren. So ist eine Innenabdichtung unerlässlich, falls Außenwände des Kellers überhaupt nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen zugänglich sind.

Eine Außenabdichtung ist empfehlenswert, falls Nässe seitlich in die Mauern eindringt. Eine mögliche Option wäre es bei diesem Szenario, die Wände abzudichten. Hierbei wird im Regelfall ein Spezialputz oder eine Wandabdichtung verwendet. Beide Abdichtungsoptionen vermeiden, dass Wasser in die Mauer eindringen kann.
Eine andere Lösung ist eine sogenannte Flächeninjektion, welche der eindringenden Feuchtigkeit den Weg versperrt. Hierbei geben Experten eine Injektionslösung in die Wand ein, welche alle Poren und Ritzen versiegelt. Da das Wasser nicht mehr hinein tröpfeln kann, bleibt die Feuchtigkeit außen vor. Bei älteren Gebäuden ist es gelegentlich sinnvoll, eine sogenannte mechanische Horizontalsperre zu integrieren.

Wann ist eine Innenabdichtung ratsam?

Eine Innenabdichtung ist sinnvoll, falls Wasser von unten über den Boden in den Keller gelangt oder eine Außenabdichtung im Gegenzug überhaupt nicht vorgenommen werden kann. In diesem Fall müssen Wände sowie der Boden von innen versiegelt werden.

Für Boden ist ein undurchlässiger Belag geeignet.

Für Wände ist ein Spezialputz oder eine Injektion vorstellbar. Im direkten Vergleich mit einer Außenabdichtung hält eine Innenabdichtung zwar trocken. Allerdings wirkt diese Maßnahme nicht zuverlässig dem Eindringen von Feuchtigkeit ins Gemäuer entgegen. Aus baulicher Sicht ist diese Maßnahme dennoch häufig die einzige Option.