InternetLifestyleTechnik

Der Messengerdienst Signal möchte seine Nutzer vor Spam schützen

Messengerdienst Signal
Der Messengerdienst Signal möchte seine Nutzer vor Spam schützen

Zukünftig möchte der Messengerdienst Signal Nachrichtenanfragen von Nicht-Kontakten sicherer gestalten. Nicht im eigenen Telefonbuch befindliche Profilbilder von Absendern bleiben deshalb so lange unkenntlich, bis Nutzer aktiv darauf tippen.

Keine falschen Entscheidungen treffen

Mit dieser Funktion möchten die Entwickler des Messengers verhindern, im Zuge einer Affekthandlung einfach auf Fotos attraktiv erscheinender Menschen oder anderweitiger irreführender Bilder zu tippen.

Dadurch minimiert sich das Risiko, Konversationen durchzuführen, die schlimmstenfalls zu Betrugsfallen führen.

Aus dem Grund werden in Zukunft auch keine Internetadressen mehr bei einer Nachrichtenanfrage angezeigt. Schließlich könnten sich hinter diesen Anfragen Phishing-Attacken oder gefälschte Websites verstecken, wie Entwickler Open Whisper Systems ausführte.

Signal Spam Schutz
Nicht im eigenen Telefonbuch befindliche Profilbilder von Absendern bleiben deshalb so lange unkenntlich, bis Nutzer aktiv darauf tippen – Bild: © prima91#317475418 stock.adobe.com

Anfragende blockieren oder melden

Doch damit eine Bildung von Spam nicht nur bei der Kommunikation sowie bei vereinzelten Nachrichten vermieden wird, können Nutzer zukünftig ebenfalls Anfragende blockieren bzw. etwaigen Anfragen melden.
Diese Maßnahmen sind sinnvoll, um Nachrichten sowie Konversationen aus dem kompletten Netzwerk abzuwehren. Mithilfe dieser Methode möchte Signal die Spam-Kampagnen bereits im Keim ersticken und frühzeitig unterbrechen.

Signal - Anfragende blockieren oder melden
Anfragende blockieren oder melden – Bild: © Aleksei#283583349 stock.adobe.com

Viele Neu-Anmeldungen in diesem Jahr

Eigenen Informationen zufolge hat sich die Frequentierung des Messengers im Jahr 2021 besonders deutlich erhöht, so dass die Plattform das Interesse vieler Betrüger und Betrügerinnen geweckt hat. Wie die Betreiber von Signal betonen, funktioniere die Abwehr von Spam auch ohne eine Überprüfung von Nachrichteninhalten oder Beziehungen zwischen mehreren Nutzern des Messengers.

Betätigen Anwender das Feld „Spam melden und blockieren“, werden nach Angaben des Anbieters ausschließlich die Telefonnummers des potentiellen Spammers sowie eine anonyme ID einmal an Signal versandt.

Werden Handynummern allerdings mehrfach als Spam gemeldet oder wirkt deren Verwendung automatisiert, müssen Anwender für ein automatisches Bremsen des Spams ein innerhalb der App bestehendes Rätsel lösen.

Spammern das Handwerk legen

Zur Einleitung dieser Maßnahme wagt Open Whisper Systems eine neue Idee. Im Normalfall wird die Software von Signal vollständig offengelegt und ist als Open Source frei einsehbar. Zur Spam-Bekämpfung ist ein neuer separater Serverbereich verfügbar. Zum Serverbereich gehörige Schnittstellen sind laut diesen Angaben zwar ebenfalls als Open Source zugänglich. Details zur exakten Umsetzung sind jedoch nicht bekannt, damit Spammer diese Maßnahmen nicht austricksen können.

Dennoch ändert sich durch diese Schritte nichts am grundlegenden Sicherheitsmodell von Signal, das auf einen effektiven Schutz der Privatsphäre ausgelegt ist. Ein exakter Starttermin für diese Maßnahmen ist bislang noch nicht bekannt.


Beitragsbild: © Wirestock #420468018 stock.adobe.com