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Tattoos entfernen – Methoden im Überblick

Tattoos entfernen - Methoden im Überblick
Tattoos entfernen - Methoden im Überblick

Ob Kurzschlussentscheidung oder Liebeskummer: Es gibt viele gute Gründe dafür, weshalb man ein Tattoo wieder entfernen lassen möchte. Für dieses Vorhaben stehen unterschiedliche Methoden zur Wahl.

Methode 1: Die Laserung

Behandlungen mit dem Laser sind eines der bekanntesten Verfahren, um ein Tattoo wieder zu beseitigen. Mithilfe der Laserstrahlen dringen Farbpigmente in die Haut ein, so dass das Tattoo nach mehreren Sitzungen verblasst und letztendlich komplett verschwindet.

Die Höhe der Behandlungskosten und die Anzahl der Sitzungen orientiert sich an der Größe und Farbauswahl des unerwünschten Tattoos.

Nach den Behandlungen empfiehlt es sich, die Wundheilung durch eine regelmäßige Verwendung von Wund- und Heilsalbe zu unterstützen. Eine Laserung wird durch einen Spezialisten oder Hautarzt vorgenommen und bildet so gut wie keine Narbenbildung. Die Erfolgsquote für die vergleichsweise kurzen Sitzungen beläuft sich auf 80 Prozent. Allerdings verursacht eine Tattooentfernung mit einem Laser häufig recht starke Schmerzen.

Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass Betroffene bis zu 20 Sitzungen für eine komplette Tattooentfernung wahrnehmen müssen. Für farbintensive Tattoos ist diese Maßnahme eher weniger geeignet. Je Sitzung müssen Kunden mit einem Preis von 50 bis 300 Euro rechnen. Der Preis hängt von der Größe der Tätowierung sowie der Gesamtanzahl an Sitzungen ab.

Tattoos mit dem Laser entfernen
Behandlungen mit dem Laser sind eines der bekanntesten Verfahren, um ein Tattoo wieder zu beseitigen

Methode 2: Die Anti-Tattoo-Creme

Wer eine schmerzfreie Alternative zur Laserung sucht, sollte sich näher mit der Anti-Tattoo-Creme befassen. Erfolge verspricht die Anwendung dann, wenn Betroffene die tätowierten Bereiche über ein halbes Jahr hinweg regelmäßig eincremen. Ebenso wie einer Laserung verblasst die Tätowierung auf Dauer. Für ein Tattoo sind im Regelfall fünf Tiegel an Bleichcreme nötig. Diese schmerzfreie Methode bedarf keiner Unterstützung durch einen Arzt oder Spezialisten.

Zudem ist die Creme einfach im freien Handel erhältlich. Allerdings ist das Verfahren relativ teuer, da jeder Tiegel an Creme ungefähr 80 Euro kostet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Bleichcreme mehrere Hautschichten reizen kann.

Methode 3: Chirurgische Beseitigung des Tattoos

Insbesondere für kleinere Tattoos kommt eine operative Beseitigung der Tätowierungen in Betracht. Mediziner beseitigen das Motiv hierbei mit einem Skalpell oder einer Hautstanze, um die Haut im Anschluss zu vernähen. Abhängig vom jeweiligen Heilungsprozess, wird das Tattoo binnen zehn bis 14 Tagen beseitigt.

Allerdings ist eine chirurgische Beseitigung aufgrund einer erhöhten Narbenbildung nur dann sinnvoll, falls andere Verfahren wie eine Laserbehandlung nicht den gewünschten Erfolg erbracht haben.

Mit einer chirurgischen Tattoo-Beseitigung wird die Tätowierung vollständig entfernt. Neben dem vergleichsweise hohen Preis von maximal 3.000 Euro müssen Betroffene mit Narbenbildung rechnen. Zudem ist eine Infektiongsgefahr bei Wundheilung nicht ausgeschlossen.

Methode 3: Cover-up-Tattoos

Wer eine alte Tätowierung durch ein neues Tattoo ersetzen möchte, sollte über das sogenannte Cover-up-Verfahren nachdenken. Hierbei sticht ein Tätowierer ein neues Tattoo auf die alte Abbildung. Mittlerweile haben sich zahlreiche Tattoostudios etabliert, die auf die Cover-ups spezialisiert sind. Nach einem Beratungsgespräch wählen Tätowierer und Kunden ein neues Motiv aus, in welches die Farb- und Formgebung der alten Tätowierung integriert werden.

Abhängig von der Größe des Cover-ups kostet dieses Verfahren mindestens 100 Euro. In aller Regel ist für ein Cover-up nur eine Sitzung notwendig. Allerdings ist die neue Abbildung zumeist größer als das ältere Tattoo. Schließt die Tätowierung zu viele oder zu dunkle Farben ein, können die alten Bilder eventuell nicht überdeckt werden.

Die Qual der Wahl

Der persönliche Geldbeutel und Zeitansätze wirken sich maßgeblich auf die Wahl des Verfahrens aus. Grundsätzlich legt das Bundesinstitut für Risikobewertung allerdings nahe, für eine Tattoobeseitigung stets medizinisch anerkannte Methoden durch geschultes Personal auszuwählen.