Haus und GartenInternetTechnik

Tipps für besseres WLAN

Tipps für besseres WLAN
Tipps für besseres WLAN

Es ist besonders ärgerlich, wenn für eine schnelle Internet Flatrate gezahlt wird, aber davon nicht viel ankommt oder nicht in jedem Raum ein vernünftiger WLAN-Empfang herrscht. Nicht immer ist daran der Provider Schuld, viele Störquellen lassen sich ganz einfach beseitigen.
Die Geschwindigkeit des WLANs hängt in erster Linie von der Entfernung zum Netzwerkrouter und der Anzahl an Personen, die das WLAN gerade nutzen, ab. Mit den folgenden Tipps und Tricks lässt sich der WLAN-Empfang verbessern.

WLAN Geschwindigkeit online prüfen

Um auszuschließen, dass die Störungen am Provider liegen, sollte zunächst überprüft werden, wie schnell der Breitbandanschluss zu Hause ist. Dafür kann beispielsweise die Webseite speedtest.net genutzt werden.

Der Test sollte einmal am Netzwerkkabel und einmal über WLAN gemacht werden.

Fällt die Geschwindigkeit über das drahtlose Netz deutlich schlechter aus als über das Kabel, ist die Störung vermutlich auf das WLAN und nicht auf den Provider zurückzuführen.

Router-Stellplatz optimieren

Die Reichweite sowie die WLAN-Signalstärke lassen sich durch die Wahl des Router-Stellplatzes maßgeblich beeinflussen. Die meisten Modelle haben in der Regel eine Reichweite von etwa 20 bis 30 Metern.
Daher sollte der WLAN-Router möglichst zentral in der Wohnung stehen. Der Router sollte etwas erhöht und frei stehen. Metallgegenstände und andere elektronische Geräte gelten als Störquellen und sollten sich möglichst nicht in der Nähe des Routers befinden. Die Ausrichtung des Routers ist ebenfalls relevant. In einigen Fällen hilft es bereits den Router zu drehen.

Router Stellplatz optimieren
Die Reichweite sowie die WLAN-Signalstärke lassen sich durch die Wahl des Router-Stellplatzes maßgeblich beeinflussen

Router-Software aktualisieren

In der Regel wird der Router einmal installiert und dann soll er vor sich arbeiten. Doch wie jedes andere technische Gerät auch, sollte der Router regelmäßig aktualisiert werden.

Die Hersteller der Router entwickeln die Firmware weiter und veröffentlichen regelmäßig Updates.

Um zu prüfen, ob ein Update verfügbar ist, loggt man sich in die Benutzeroberfläche des Routers ein und sucht dort nach Updates. Ist ein Update verfügbar, kann es mit einem Klick heruntergeladen und installiert werden. Durch regelmäßige Software-Aktualisierungen kann der WLAN-Empfang verbessert werden und zudem erhöht sich auch die WLAN-Sicherheit des Netzwerks und potenzielle Sicherheitslücken sowie Fehler werden behoben.

Einstellung der richtigen Frequenz

Für das WLAN kann entweder das 2,4 GHz- oder auch das 5 GHz-Band genutzt werden. Die meisten Router verwenden standardmäßig das 2,4 GHz-Band. Diese Frequenz wird auch von vielen elektrischen Geräten wie beispielsweise Telefonen und Funkfernbedienungen genutzt, wodurch es zu Überlastungen und Störungen kommen kann.
Durch einen Wechsel auf das 5 GHz-Band kann das WLAN-Signal verstärkt werden. Dies lässt sich in der Regel über die Weboberfläche einstellen. Wichtig hierbei ist allerdings, dass die WLAN-Geräte das 5 GHz-Frequenzband auch unterstützen müssen. Ist dies nicht der Fall, kommt meist keine WLAN-Verbindung zustande. Moderne Router weisen inzwischen häufig den Dualband-Betrieb auf. Diese Router können beide Frequenzbänder unterstützen und die mobilen Geräte nutzen automatisch die schnellste Verbindung.

Einstellung der richtigen Frequenz
Für das WLAN kann entweder das 2,4 GHz- oder auch das 5 GHz-Band genutzt werden

WLAN-Kanal ändern

Im Router lässt sich konfigurieren auf welchem WLAN-Funkkanal das Signal gesendet werden soll. In jedem Router ist der Kanal bereits voreingestellt, daher ist es möglich, dass nicht nur der eigene Router auf diesem Kanal funkt, sondern auch der Router des Nachbarn.

Wird der Standard-Funkkanal von vielen Parteien gleichzeitig verwendet, kann es zu einem Abbruch der WLAN-Verbindung kommen.

Der Funkkanal lässt sich in der Regel in der Router-Konfiguration ändern. Inzwischen gibt es auch diverse Apps, die einem den besten Funkkanal anzeigen. Wer das 5 GHz-Frequenzband nutzt, sollte die Wahl des richtigen Kanals dem Router überlassen. Die meisten Router bieten hierfür eine spezielle Funktion.

Maximale WLAN-Signalstärke einstellen

Die Sendeleistung lässt sich bei vielen Routern manuell konfigurieren, sodass eingestellt werden kann, wie stark oder schwach das WLAN-Signal gesendet werden soll. Dafür gibt es in der Regel eine Skala von 0 bis 100 %. Um das WLAN zu optimieren, kann der Regler auf 100 % geschoben werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass auch Personen in der näheren Umgebung das WLAN sehen können.

Daher sollte die Sendeleistung schrittweise so weit wie möglich reduziert werden, sodass das WLAN-Signal gerade noch ausreichend ist. Damit wird das Risiko für potentielle Angriffe minimiert.

Reichweite mit Repeatern steigern

Vor allem in größeren Wohnungen oder Häusern ist die Distanz zwischen Sender und Gerät oft einfach zu groß.

Die einfachste Lösung zur Steigerung der Reichweite ist die Nutzung eines WLAN-Repeaters.

Diese Geräte werden in eine Steckdose gesteckt und verstärken den WLAN-Empfang. Der Repeater sollte am besten in der Mitte zwischen dem WLAN-Router und dem Zimmer, in dem der WLAN-Empfang verbessert werden soll, platziert werden.

Tipps für besseres WLAN im Überblick:

  • Geschwindigkeit des Breitbandanschlusses prüfen
  • Stellplatz des Routers optimieren
  • Software des Routers aktualisieren
  • Frequenz einstellen
  • Kanalwahl des Routers ändern
  • Maximale WLAN-Stärke einstellen
  • Reichweite mit Repeatern steigern