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Was kostet eine Haartransplantation?

Haartransplantation
Was kostet eine Haartransplantation?

Mit der rasanten Entwicklung in Medizin und Technik steht auch die Frage nach einer Haartransplantation immer öfters im Raum. Volles Haar hat sich in unserer Zeit zu einem Qualitätsstandard für Schönheit entwickelt. Wer kahle Stellen hat fühlt sich meist unwohl, alt und nicht gesund.
In diesem Artikel werden wir uns deswegen dem Thema der Haartransplantation widmen und aufklären, wie teuer sie ist, und warum es wichtig ist, sich einen seriösen Anbieter zu suchen.

Kosten für eine Transplantation der Haare

Die Kosten für die Transplantation von Haaren unterscheiden sich erheblich nicht nur nach Anbieter, sondern auch je nachdem, wohin transplantiert wird und welche Fläche es zu bedecken gilt.

Die Prozedur wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, kann aber auch unter Vollnarkose gemacht werden.

Mit Kosten von bis zu 12.000€ ist daher zu rechnen, wobei das die Obergrenze ist und sich die meisten Operationen um die 4000 € bewegen.

Ursachen für Haarausfall

Als Ursachen für Haarausfall kommen verschiedene Faktoren in Betracht. Zunächst ist zu sagen, dass eine Menge von bis zu 150 ausfallenden Haaren pro Tag völlig normal ist. Auf dem Kopf eines Menschen befinden sich in der Regel in etwa 100.000 Hare – also definitiv genug um lange etwas davon zu haben.
Nach einer Stresssituation, wie sie beispielsweise ein Friseurbesuch darstellt, oder das Waschen der Haare, können schon mal bis zu 300 Haare Lebewohl sagen.

Haare wachsen in drei Phasen:

  1. Wachstumsphase (Anagen)
  2. Übergangsphase (Katagen)
  3. Ruhephase (Telogen)

Ungefähr 90% aller Haare auf unseren Köpfen befinden sich im Zustand des Wachsens. Auf die Neuanlage des Haares erfolgt die ca. zwei Wochen andauernde Übergangsphase, welche zur Ruhephase führt, in der das Haar ungefähr drei Monate verweilt bevor es ausfällt.

Ursachen für Haarausfall
Als Ursachen für Haarausfall kommen verschiedene Faktoren in Betracht

Die Ursachen für Haarausfall sind daher vielfältig, aber zumeist durch den Überschuss an männlichen Hormonen verursacht. Männliche Geschlechtshormone verändern dicke Haare zu dünnem sogenannten Vellushaar. Der Haarbalg ist anfangs zwar nach wie vor vorhanden, aber die Wachstumsphase ist stark verkürzt: Im Endstadium verkümmern die Haarbälge auf diese Art und Weise und stellen die Produktion ein.

Weitere Ursachen können sein:

  • Hormonale Veränderungen in der Menopause
  • Chemische Verhütungsmittel
  • Störungen der Schilddrüse
  • Stress
  • Häufige Vollnarkosen
  • Medikamente (zum Beispiel Betablocker)
  • Zytostatika wie sie in der Chemotherapie zur Anwendung kommen
  • Alopecia areata

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Ob ‚Mann‘ eine Glatze entwickeln wird oder nicht scheint genetisch festgelegt zu sein, aber auch äußere Einflüsse wie die Ernährung und der Lebenswandel spielen hier eine Rolle. Das erste Anzeichen sind die sogenannten Geheimratsecken. Auf diese Erscheinung folgt der Ausfall der Haare am Hinterkopf (‚Tonsur’ von lat. tonsura – das Scheren als Bezeichnung für die kreisrund geschorene Stelle am Hinterkopf katholischer Mönche).

Danach verbinden sich die Geheimratsecken mit der Tonsur, ein Haarkranz bleibt zurück.

Dieser Haarausfall wird als ‚androgyner Haarausfall‘ bezeichnet und ist nicht reversibel, da die Haarbälge ja verkümmern. Beim ‚diffusen Haarausfall‘ kann die ursprüngliche Haarpracht wiederhergestellt werden.

Von dieser Variante sind meist Frauen betroffen, die entweder Androgen empfindliche Haarfollikel haben, Medikamente einnehmen oder generell einen hohen Androgenspiegel aufweisen, beispielsweise in der (Prä-)Menopause, wenn der Hormonhaushalt sich verändert.
In der Schwangerschaft ist das Haar besonders dicht, da mehr Haare in der Ruhephase verweilen. Wenn das Kind dann auf der Welt ist, endet diese Phase und es fallen vermehrt Haare aus. Dieser Zustand muss nicht therapiert werden, selbst eine Substitution mit den Mineralien Eisen und Zink und/oder dem Spurenelement Selen ist nicht notwendig.

Entwicklung zur Glatze
Ob ‚Mann‘ eine Glatze entwickeln wird oder nicht scheint genetisch festgelegt zu sein, aber auch äußere Einflüsse wie die Ernährung und der Lebenswandel spielen hier eine Rolle

Vorgang der Transplantation

Die übliche Methode hat zwei Varianten: FUE (Follicular Unit Extraction) und FUT (Follicular Unit Transplantation).
Bei der FUE-Methode werden Haare individuell verpflanzt. Ganze Gewebestreifen vom Hinterkopf werden bei der FUT-Methode versetzt.

Die FUE-Methode ist nicht geeignet für Menschen mit langem Haar, da die OP-Vorbereitung das Scheren des Kopfes vorsieht. Die FUE-Methode ist zeitaufwändig und damit auch teuer. Die FUT-Methode ist auch für Menschen mit langem Haar geeignet. Es werden Streifen entnommen (also mehrere Follikel auf einmal), dann aber jedes einzelne Haarfollikel präpariert für den Umzug. Bei beiden Methoden ist das Einsetzen gleich: es werden kleine Löcher in die Kopfhaut gebohrt, in die dann die individuellen Grafts verpflanzt werden. Bei der FUT-Methode kommt es zu linienförmigen Narben an der Entnahmestelle. Außerdem kann bei dieser Variante nur Kopfhaar entnommen werden, wohingegen bei der ersten Methode auch Haare von anderen Körperstellen auf den Kopf verpflanzt werden können.

Bei der Haartransplantation spricht man von ‚Grafts‘. Ein Graft ist ein Haarfollikel aus dem 2-3 Haare wachsen. Doch was kostet eine Haarimplantation? Das Verpflanzen eines Grafts kostet zwischen 3 und 5€. Je nach Größe des Areals fallen also Kosten zwischen 1.000€ und 12.000€ an. In Einzelfällen übernehmen die Krankenkassen einen Teil der Kosten, wenn dem Patienten von einem Psychiater oder Psychologen bescheinigt wird, dass er nachweislich und über Gebühr unter dem Ausfall seiner Haare leidet.

Je nachdem, ob unter Teil- oder Vollnarkose operiert wird, ist der Patient schon am nächsten Tag oder erst eine Woche später wieder arbeitsfähig. Drei Monate nach Transplantation kann man mit einem sichtbaren Ergebnis rechnen.