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Vietnam entdecken – Ein Reiseratgeber

Vietnam
Vietnam entdecken – Ein Reiseratgeber

Reisen nach Vietnam führen in ein Land in Südostasien, das mit seinem Facettenreichtum beeindruckt. Während im Norden riesige Reisterrassen und nebelverhangene Berge die Blicke auf sich ziehen, lockt der Süden mit tropischen Palmenstränden. Da sich das Land von Norden nach Süden auf einer Länge von 1.650 Kilometern erstreckt, ist Vietnam wie für eine Rundreise geschaffen.
Wer eine Region hingegen in all ihren Facetten erleben möchte, kommt in dem asiatischen Land ebenfalls auf seine Kosten.

Die wichtigsten Einreisebestimmungen im Überblick

Eine Einreise ist für Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum für eine Dauer von maximal 15 Tagen auch ohne Visum möglich. Wer zwischen 15 und 30 Tagen in Vietnam verweilt, könnte bei der vietnamesischen Einwanderungsbehörde ein e-Visum für 25 Dollar erwerben.

Diese Anforderungen können sich allerdings jederzeit verändern.

Umso wichtiger ist es, sich vor Reiseantritt stets beim Auswärtigen Amt über aktuelle Einreisebestimmungen zu informieren.
Von Deutschland aus sind direkte Flugverbindungen vom Airport in Frankfurt/Main möglich. Umsteigeverbindungen werden über Singapur oder Bangkok in die Metropolen Hanoi oder Saigon bzw. in die Ferienorte Phu Quoc oder Nha Trang angeboten. Mit etwas Glück sind die Flüge bereits zum Schnäppchenpreis buchbar.

Einreise nach Vietnam
Eine Einreise ist für Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum für eine Dauer von maximal 15 Tagen auch ohne Visum möglich

Wann ist die beste Reisezeit für einen Urlaub?

Im Laufe der Zeit avancierte Vietnam zu einem wirtschaftlich florierenden und touristisch interessanten Land, das wie für Badeurlauber, Kulturkenner und Backpacker geschaffen ist.
Die Frage nach der perfekten Reisezeit lässt sich allerdings nur schwer beantworten, da das Land in drei Klimazonen unterteilt ist. Der südliche Teil des Landes wird von tropischem Klima dominiert. In dieser Region schwanken die Temperaturen über das ganze Jahr hinweg von 30 bis 35 Grad Celsius. Als beste Reisezeit für den Süden gilt der Zeitraum von November bis Januar. Zu dieser Zeit ist es nicht nur trocken. Zugleich erreichen die Temperaturen zu dieser Zeit angenehme 28 bis 30 Grad. Regenzeit herrscht in Südvietnam von Juni bis Oktober.

Vietnam beste Reisezeit
Wann ist die beste Reisezeit für einen Urlaub?

Zentralvietnam wird von tropischem bis wechselfeuchtem Klima dominiert. Die beste Reisezeit für Zentralvietnam ist von Februar bis Mai, da die Temperaturen dann konstante 24 bis 28 Grad erreichen. Während das Thermometer im Juni auf bis zu 31 Grad Celsius klettert, müssen Reisende in der Taifun-Saison von Oktober bis November mit Erdrutschen und Überschwemmungen rechnen.

Nordvietnam wird hingegen von subtropischem Klima bestimmt. Zur Winterzeit fallen die Temperaturen von November bis April auf bis zu zehn Grad. Als Hauptsaison für Nordvietnam gilt die Zeit von September bis November, wenn sich das Temperaturniveau auf 32 Grad Celsius einpegelt.

So lecker ist die vietnamesische Küche

Asiatische Menüs lassen auch in Vietnam Genießerherzen höher schlagen.

Das Nationalgericht ist die pikante Pho-Suppe, die zumeist mit Huhn beim Pho Ga oder Rindfleisch beim Pho Bo angereichert wird.

Zusätzlich bietet die vietnamesische Küche vielfältige Reis- und Nudelspezialitäten.

Pho - vietnamesisches Nationalgericht
Pho gilt als vietnamesisches Nationalgericht und ist gerade im Westen des Landes ein Markenzeichen

Tipps für die Suche nach passenden Unterkünften

Vietnam punktet mit einer großen Auswahl an Unterkünften, die von einfachen Gasthäusern über Mittelklassehotels bis hin zu Luxusresorts reichen. Schnell fällt auf Reisen auf, dass der Anteil an Refugien von amerikanischen sowie französischen Hotelketten besonders hoch ist. Kostenfreies WLAN gehört bei den meisten Unterkünften zum Standardangebot dazu.

Zudem sind Klimaanlagen ein weit verbreitetes Extra. Nahezu alle Domizile können Urlauber im Vorfeld buchen. Schließlich bieten vor allem größere Hotelketten oftmals Frühbucherrabatte von bis zu 40 Prozent an. Eine Buchung einfacher Unterkünfte lohnt sich vor Reiseantritt ebenfalls. Häufig sind die Residenzen auf eine begrenzte Anzahl an Zimmern limitiert. Deshalb kann es durchaus geschehen, bei Bedarf auf die zweite oder dritte Wahl auszuweichen.

Suche nach passenden Unterkünften
Tipps für die Suche nach passenden Unterkünften

Details zu Hotels

Die meisten Hotels werden in Vietnam in zwei Gruppen unterteilt. Vermehrt treffen Reisende auf Mittelklassehotels, die keiner spezifischen Kette angehören und deshalb bei Menschen des einheimischen Mittelstands oder bei Touristen mit mittlerem Budget hoch im Kurs stehen. Diese Räumlichkeiten verfügen zumeist über eigene Bäder und Klimaanlagen.
Hoteleigene Restaurants und ein Wäscheservice gehören zumeist zu den Angeboten dazu. Durchschnittlich kosten Doppelzimmer dieser Etablissements ungefähr 30 bis 40 Euro pro Nacht.

Luxushotels sind als Ergänzung zur Hotellandschaft in erster Linie in den Gebieten zu Hause, die bei ausländischen Touristen heiß begehrt sind.

Diese Domizile sind zumeist etwas außerhalb am Strand oder mitten in Geschäftsvierteln gelegen. In Anlagen wie diesen fehlt es Hotelgästen an nichts. Häufig bieten Hotelbetreiber ebenfalls Touren oder Shuttlebusse an. Mit etwas Glück können Hotelgäste die Etablissements bereits ab 50 Euro pro Nacht buchen. Insbesondere zur Nebensaison oder mit Tarifen mit Vorauszahlung sind die Hotels ein Schnäppchen.
Im Regelfall kosten die Übernachtungen jedoch jeweils rund 80 bis 150 Euro. Hierbei wirkt sich die Lage deutlich auf den Hotelpreis aus.

Details zu Hostels

Ebenso wie in ganz Südostasien bietet Vietnam eine riesige Bandbreite an einfachen Unterkünften für Langzeitgäste oder Backpacker. Vor allem sogenannte Homestays sind in Vietnam weit verbreitet. Bei diesen Residenzen übernachten die Gäste in den Häusern ihrer Gastgeber. Während die oberen Etagen Gästen vorbehalten sind, schlafen die Familien häufig im Erdgeschoss. Da zahlreiche dieser Unterkünfte noch relativ neu sind, sind die Einrichtungen zumeist recht modern.

Unterkünften für Langzeitgäste oder Backpacker
Ebenso wie in ganz Südostasien bietet Vietnam eine riesige Bandbreite an einfachen Unterkünften für Langzeitgäste oder Backpacker

Den meisten Gastgebern ist es dabei wichtig, dass Gäste sowie die Hausbesitzer einen guten Kontakt zueinander aufbauen. Zudem erfreuen sich Bungalows in Vietnam großer Beliebtheit. Diese Unterkünfte begeistern mit geringen Kosten, einer einfachen Ausstattung und guter Lage am Meer. Wer im Urlaub in Vietnam allerdings größeren Wert auf Luxus legt, sollte stattdessen nach anderen Unterkünften Ausschau halten.
Klassische Hostels werden in Vietnam zumeist nur von Reisenden mit besonders knappem Budget genutzt. Der Grund hierfür ist schnell erklärt. Bei einer Reise zu zweit zahlen Urlauber für zwei Betten in Hostels häufig nicht viel weniger als für Mittelklassehotels.

Die schönsten Reiseziele des Landes

Durch die langgestreckte Form des Landes sind alle wichtigen Reiseziele Vietnams wie an einer Perlenkette von Süd nach Nord aneinandergereiht. Ein beliebtes Transportmittel ist der sogenannte Wiedervereinigungsexpress, der Attraktionen wie die Hauptstadt Hanoi, Ho Chi Minh Stadt oder das alte Saigon miteinander vereint.

Auf einer Zugreise ist ebenfalls möglich, in Vietnam ab Hanoi in die Gebirgswelt von Sapa an die chinesische Grenze zu reisen.

Eine Weiterreise ist von Ho Chi Minh Stadt problemlos zum Mekong Delta oder der Insel Phu Quoc möglich. Wer einen Strandurlaub in Vietnam plant, kann zwischen unterschiedlichen Badeorten wählen. Sonnenanbeter fühlen sich von der malerischen Insel Phu Quoc, Mui Ne oder Nha Trang magisch angezogen. Der malerische Sandstrand zwischen Hoi An und Da Nang ist ebenfalls eine Reise wert.

Die schönsten Reiseziele des Landes
Durch die langgestreckte Form des Landes sind alle wichtigen Reiseziele Vietnams wie an einer Perlenkette von Süd nach Nord aneinandergereiht

Vietnam und seine schönsten Sehenswürdigkeiten

Vietnam begeistert mit Sehenswürdigkeiten, die unterschiedlicher kaum sein können. Deshalb sollten sich Urlauber Ausflüge zu diesen Attraktionen nicht entgehen lassen.

Reisetipp Nummer 1: Hanoi

In der Hauptstadt Vietnams pulsiert das Leben. Dennoch bieten die Tempel und Seen der Stadt auch genügend Punkte, um dort in Ruhe zu verweilen.
Kunstkenner sollten sich Abstecher in die Museen der Stadt nicht entgehen lassen. Das Ho Chi Minh Museum schreibt als letzte Ruhestätte des Staatsgründers Geschichte.

Reisetipp Nummer 2: Halong Bay

Die bekannteste Bucht Vietnams ist nur einen Tagesausflug von Hanoi entfernt. Für Reisende ist es empfehlenswert, mindestens eie Nacht auf einem der Boote zu verbringen, um eine Art Minikreuzfahrt durchzuführen.
Wer in der Halong Bay etwas mehr Zeit verbringen möchte, sollte ebenfalls auf Cat Ba Island vorbeischauen. Die um die Halong Bay gelegene Insel zieht mit fantastischen Höhlen und idyllischen Landschaften die Blicke auf sich.

Halong Bay
Die bekannteste Bucht Vietnams, die Halong Bay ist nur einen Tagesausflug von Hanoi entfernt

Reisetipp Nummer 3: Sapa

Im Norden des Landes gelegen, verbreitet Sapa weit mehr als einen Hauch von Ursprünglichkeit.
Unzählige Reisterrassen und kleine Bergdörfer dominieren die Region, die Wanderer wie von Zauberhand anzieht. Viele Aktivurlauber nutzen ebenfalls die Gelegenheit, um von Sapa aus zu Mehrtagestouren zu starten.

Reisetipp Nummer 4: Hue

Diese alte Kaiserstadt ist ein beliebter Anlaufpunkt, um von einer Rundreise von Norden in den Süden zu starten.
Allerdings ist die Stadt selbst so facettenreich, dass mindestens zwei Übernachtungen in Hue auf der Tagesordnung stehen sollten. Am Parfüm-Fluss entlang ziehen imposante Grabmäler der Kaiser auf Bootsfahrten die Blicke auf sich. Ein Highlight ist ganz gewiss die Thien Mu-Pagode.

Reisetipp Nummer 5: Ho Chi Minh Stadt

Das einstige Saigon formt einen starken Kontrast zu Hanoi. Architektonisch und kulturell überrascht Ho Chi Minh Stadt immer wieder aufs Neue. Zusätzlich zur Kathedrale und kleinen Teilen der kolonialen Altstadt lockt die Metropole mit weiteren Attraktionen wie dem Remnants Museum.
Diese Ausstellung begeistert mit erstklassigen Exponaten wie Dokumenten oder Überresten aus dem Krieg.

Ho Chi Minh Stadt
Das einstige Saigon formt einen starken Kontrast zu Hanoi

Reisetipp Nummer 5: Mekang Delta

Die Flussmündung des Mekong in Richtung Meer nimmt eine große Fläche ein. Dieser Strom unterteilt sich wiederum in viele kleine Unterflüsse. Auf diese Weise bildete sich ein landwirtschaftlich genutztes Areal heraus, das Gäste ebenfalls mit einem Boot erfahren können. Mitten im Delta befinden sich sogar mehrere Unterkünfte, die zum Verweilen einladen.
Die Shops vor Ort sind bestens dafür geeignet, um Souvenirs wie selbst gebrannten Reisschnaps zu erwerben.

Die schönsten Inseln Vietnams

Das asiatische Land begeistert mit pittoresken Ausflugszielen auf umliegende Inseln. Doch dann gibt es diese Inseln, die noch schöner als alle anderen sind. Eines dieser Paradiese ist Phu Quoc. Dieses vor der Küste von Kambodscha im Golf von Thailand gelegene Paradies zieht seine Besucher mit schneeweißen Sandstränden und einem Nationalpark mit exotischen Tieren und dichtem Regenwald die Besucher magisch an.

Zweifelsohne ist Hang Rai eine der schönsten Inseln Vietnams, die auf einer Seite zum Meer hin offen und auf der anderen Seite von einer beeindruckenden Berglandschaft umgeben ist.

Wer sich auf diese Insel einlässt, darf sich auf prächtige Höhlenlandschaften und ein traumhaft schönes Korallenriff freuen. Das i-Tüpfelchen von Hang Rai ist allerdings die aus dem Meer ragende Steinformation, in denen sich durch die Wellen des Meeres ein Wasserfall bildet. Diese Insel ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert.
Das Kontrastprogramm ergänzt die Insel Binh Ba, die per Fähre vom Cam Ranh Hafen erreichbar ist. Nicht nur die am Strand gelegene an eine Schildkröte erinnernde Steinformation ist einen Besuch wert. Naschkatzen haben auf Binh Bah die Möglichkeit, sich auf aufblasbaren Tischen mitten in den Wellen ein Dinner im Meer zu gönnen. Diese kulinarische Erfahrung macht gewiss Lust auf Mee(h)r.