Sport und Gesundheit

Golf spielen – Anfänger-Tipps und Golf-Knigge

Golf spielen
Golf spielen - Anfänger-Tipps und Golf-Knigge

Aller Anfang ist schwer. Dieser Grundsatz gilt ebenfalls für angehende Golfspieler. Doch wer sich gut informiert und weiß, worauf er sich einlässt, wird die Vorzüge dieser Sportart gewiss schnell zu schätzen wissen.

Nur wenige physische Anforderungen an Spieler

Ein großer Vorteil dieser Sportart besteht darin, dass Golf wie kaum eine andere Sportart physischen Anforderungen der Sportler angepasst werden kann. Ansprüche an schnelle Reaktionen oder besondere Geschwindigkeiten sind zwar nicht besonders hoch. Dennoch sollte die Anstrengung keinesfalls unterschätzt werden.

Die Zahlen sprechen für sich: Durchschnittlich legen die Spieler während einer Runde binnen fünf Stunden bis zu zehn Kilometer zurück. Der Energieverbrauch beläuft sich in dieser Zeit auf maximal 1.500 Kilokalorien. Für einen exakten Schlag benötigen Golfspieler zudem viel Konzentration. Risikoreiche Spitzenbelastungen verringern das Risiko einer Verletzung deutlich. Bei einem klassischen Spiel schlägt der Puls der Golfspieler von 100 bis zu 150 Schlägen je Minute.

Golfen - wenige physische Anforderungen
Ein großer Vorteil dieser Sportart besteht darin, dass Golf wie kaum eine andere Sportart physischen Anforderungen der Sportler angepasst werden kann

Eine wichtige Voraussetzung: Gut zu Fuß unterwegs sein

Wer mit dem Golfsport beginnen möchte, sollte so gut zu Fuß sein, dass mehrere Kilometer in Folge über mehrere Stunden hinweg unproblematisch sind.

Die Sportart ist zwar eine Art Dauerbelastung, bietet jedoch keine Belastungsspitzen.

Deshalb ist Golf sogar für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte etwaig bestehende gesundheitliche Risiken im Vorfeld dennoch mit einem Mediziner abklären.

Eine gute Körperkoordination als wichtige Grundlage

Eine gute Koordinationsfähigkeit ist eine wichtige Basis, um Golfsport erfolgreich auszuüben. Diese Voraussetzung schließt insgesamt sieben folgende Teilfähigkeiten ein:

  1. auf äußere Signale reagieren
  2. Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen sowie Körperbewegungen
  3. Koordinierung der Bewegung verschiedener Körperpartien zur Gesamtkörperbewegung
  4. Haltung und Wiederherstellung des Gleichgewichts
  5. gute Raumorientierung unter Einbeziehung von Objekten wie Schläger und Golfball
  6. Erfassung Reproduktion von Bewegungsrhythmen
  7. Anpassung an neue Umgebungsbedingungen während Ausführung einer Bewegung

Gute Fertigkeiten in diesen Bereichen sind eine wichtige Basis, um tatsächlich die Platzreife zu erzielen. Im Gegenzug minimieren diese Eigenschaften zugleich das Verletzungsrisiko, das sich beim Golfsport generell auf ein Minimum bezieht. Doch vor allem Anfänger können sich verletzen, falls es ihnen an Körperkoordination mangelt und sie dadurch beim Schlag in die Erde hacken.

Golfen - gute Körperkoordination
Eine gute Körperkoordination gilt als wichtige Grundlage

Die wichtigsten Golftaktiken für Anfänger

Erfüllen angehende Golfspieler alle wichtigen Anforderungen, sind nachfolgende Taktiken eine weitere wichtige Taktik für Anfänger. Diese Methoden erhöhen die Chancen auf dem Green, dem Fairway und am Abschlag.

Erste Taktik: Analyse der Golfballlöcher

Von Anfang an sollten Golfspieler die einzelnen Löcher gedanklich in mehrere Zonen einteilen. Diese Zonen beziehen sich auf die Spielbahn, die sich zwischen dem eigentlichen Loch sowie dem Abschlag befindet. Eine gute Zone zeichnet sich durch eine gute Ausgangsposition für den nachfolgenden Schlag sowie eine günstige Trefferwahrscheinlichkeit aus.

Zweite Taktik: Auf ein geringes Risiko achten

Zudem sollten Golfspieler Zonen auswählen, die eine gute Position für den nächsten Schlag versprechen und dennoch leicht getroffen werden können.
Bei dieser Wahl sollten Golfspieler allerdings eigene Schwäche berücksichtigen. Eine mögliche Schwäche könnte sein, dass Spieler dazu neigen, beim Schlag zu einer Seite auszuweichen.

Golftaktik
Golfspieler sollten Zonen auswählen, die eine gute Position für den nächsten Schlag versprechen und dennoch leicht getroffen werden können

Dritte Taktik: Auf den eigenen Körper hören

Wer sich zu konzentriert auf das Golfspiel fokussiert, berücksichtigt den eigenen Körper häufig nicht genug. Deshalb ist es besonders wichtig, auf physische Signale wie eine drohende Ermüdung oder ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Tipps für die richtige Ausrüstung

Golfsport-Einsteiger sollten anfangs keinesfalls zu viel Geld in eine Ausrüstung investieren. Schließlich gibt es überall Schnupperangebote, die zumeist Leihoptionen für die komplette notwendige Ausrüstung inkludieren.

Um erste Erfahrungen auf dem Golfplatz zu gewinnen, genügt es zunächst, sich in einfache Laufschuhe sowie der Witterung angepasste Kleidung zu hüllen.

Wer hingegen die Platzreife anstrebt, sollte nicht auf Golfschuhe sowie ein Hemd mit Kragen bzw. ein Poloshirt verzichten. Eine gute Wahl sind zudem Golfhandschuhe, da diese Accessoires einen festen Griff ermöglichen. Weiterhin schützen Golfhandschuhe davor, dass die Schläger beim schwungvollen Ausholen nicht verrutschen.
Eine Wasserflasche ist ein ebenso wichtiger Bestandteil wie die Golftasche, die durch ein integriertes Gestell stabilisiert wird und insgesamt 14 Schläger enthält. Diese Trolleys erleichtern die Fortbewegung auf dem Golfparcours. Die Wahl der Schläger können Einsteiger anfangs ebenfalls auf die Hälfte beschränken. Bereits diese Auswahl ermöglicht es potentiellen Golfspielern, die Vor- und Nachteile von Puttern, Eisen und Hölzern kennenzulernen. Zusätzlich dürfen Golfbälle bei der Wahl der Ausrüstung nicht fehlen.

Golfausrüstung
Golfsport-Einsteiger sollten anfangs keinesfalls zu viel Geld in eine Ausrüstung investieren

Tipps für eine erfolgreiche Suche nach dem Golfclub

Ein ausschlaggebendes Kriterium der Wahl eines Golfplatzes ist es für Golfanfänger, ob die Parcours ohne Platzreife überhaupt bespielt werden dürfen. Diese Suchfunktion steht beispielsweise auf der Internetplattform der Vereinigung clubfreier Golfspieler des Deutschen Golf Verbands e. V. zur Verfügung.
Wer regelmäßig Golf trainieren möchte, sollte sich außerdem für einen Golfplatz in direkter Nähe entscheiden. Da Anfänger auf Golfplätzen ohne Platzerlaubnis auch keine Clubmitgliedschaft benötigen, können sie auf Wunsch auch mehrere Parcours ausprobieren.

Für ein erfolgreiches Training: Wichtige Golfregeln im Überblick

Die nachfolgenden Golfregeln helfen Golfspielern dabei, die sportliche Herausforderung auf dem Golfplatz zu meistern.
So ist es beispielsweise erforderlich, dass Golfer den Ball stets so spielen, wie dieser liegt. Zugleich müssen Golfspieler den Platz auch so bespielen, wie sie diesen vorfinden. Die Aufgabe der Golfer ist es außerdem, vom Abschlag bis zum Loch den gleichen Ball zu spielen. Diese Spielgeräte dürfen nur ersetzt werden, falls es die Golfregeln ausdrücklich vorsehen.

Außerdem muss jeder Golfspieler selbst darauf Acht geben, die eigenen Bälle zu spielen. Deshalb ist es empfehlenswert, die Golfbälle zu markieren. Landen die Golfbälle im Aus oder sind die Bälle überhaupt nicht mehr auffindbar, müssen die Spieler den Schlag an der Stelle des misslungenen Schlags wiederholen. Zudem ist ein Strafschlag fällig. Beurteilen Golfspieler einen Ball als unschlagbar, können sie auf nachfolgende Weise fortfahren:

  • Wiederholung des Schlags von der Stelle, die ursprünglich bespielt wurde
  • Golfball wird innerhalb von zwei Schlägerlängen von der Position gedropt, an welcher sich der unspielbare Ball befindet
  • Spieler geht nach Belieben und dropt an der gedachten Linie, die vom Loch über den unspielbaren Golfball verläuft

Zudem dürfen auf dem Boden befindliche Äste und Blätter straffrei fortbewegt werden. Eine weitere Regel besagt, dass Spieler den Schläger in Hindernissen wie einem Wasserhindernis oder Bunker nicht aufsetzen dürfen. Auf dem Green sind Golfspieler berechtigt, den Golfball für eine Säuberung straffrei aufzunehmen. Während bewegliche Hindernisse ohne Strafe beseitigt werden dürfen, ist bei unbeweglichen Hindernissen ein “Droppen” innerhalb einer Schlägerlänge gestattet.