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Die spanischen Illas Cíes – ein Paradies für Naturfreunde

Die spanischen Illas Cíes
Die spanischen Illas Cíes – ein Paradies für Naturfreunde - Foto: © vicenfoto #91712189 - stock.adobe.com

Die spanischen Illas Cíes vor der Atlantikküste Galiciens sind noch ein Geheimtipp und ein Paradies für Naturfreunde. In diesem hochsensiblen Naturparadies, das zum Nationalpark Illas Atlánticas de Galicia gehört, ist der Besuch streng reguliert. Wer die Inseln besuchen möchte, benötigt eine Genehmigung.

Die Illas Cíes als Teil des Nationalparks der Galicischen Atlantikinseln

Die Illas Cíes gehören zum Nationalpark der Galicischen Atlantikinseln, zusammen mit den Inseln Cortegada, Sálvora und Ons. In den Sommermonaten ist die Zahl der Besucher auf den Illas Cíes auf 1.800 Menschen pro Tag reguliert. Die Touristen müssen ihre Abfälle wieder mit zurück auf das Festland nehmen, um das empfindliche Ökosystem nicht zu stark zu belasten.

Die drei Inseln der Illas Cíes sind unbewohnt, doch sie können von Tagestouristen und Campern besucht werden.

Der kleine Archipel besteht aus der Insel Monteagudo im Norden, der mittleren Insel Faro und der Insel San Martiño im Süden. Die südliche Insel ist ein Vogelschutzgebiet und darf nicht betreten werden.

Auf der Insel Monteagudo befinden sich ein Fähranleger, ein Campingplatz und der Strand Praia de Rodas, ein langgestreckter weißer Sandstrand. Er wurde bereits mehrfach zu einem der schönsten Strände der Welt gewählt. Im Februar 2007 erklärte ihn die britische Tageszeitung Guardian sogar zum weltweit schönsten Strand. Der Campingplatz liegt hinter dem Sandstrand.

Die Lagune O Lago liegt zwischen den Inseln Monteagudo und Faro. Auf der Westseite ist sie durch einen Steg vom offenen Meer abgegrenzt. Bei Flut sind die Übergänge zu Fuß zwischen den beiden Inseln durch den stark angestiegenen Meeresspiegel unterbrochen.

Die Inseln befinden sich vor den Fjorden des spanischen Festlands. Das salzige Wasser des Atlantiks und das süße Flusswasser der Fjorde stehen im ständigen Austausch. So sind eine hohe Wasserqualität und Nährstoffkonzentration gewährleistet.

Das einzigartige Unterwasserparadies ist ein Traum für Taucher und Schnorchler. Es ist Heimat von Walen, Fischen, Kraken, Krustentieren und Meeresschildkröten. Mehr als 200 Algenarten sind dort angesiedelt.

Illas Cíes als Teil des Nationalparks der Galicischen Atlantikinseln
Die Illas Cíes gehören zum Nationalpark der Galicischen Atlantikinseln, zusammen mit den Inseln Cortegada, Sálvora und Ons – Foto: © Rui Vale de Sousa #83710292 – stock.adobe.com

Genehmigung für den Besuch der Inseln

Wer die Illas Cíes besuchen möchte, benötigt eine Genehmigung. Das gilt auch für die Inseln Cortegada, Sálvora und Ons, die ebenfalls zum Nationalpark gehören. Eine solche Genehmigung ist auch schon für das Befahren mit dem eigenen Boot erforderlich, wenn nicht der Anker geworfen wird.

Die Genehmigung ist kostenfrei und muss bis zu 90 Tage im Voraus auf der offiziellen Webseite der Behörde Xunta de Galicia beantragt werden.

Sie muss bei der Buchung der Fähre am Hafen oder online bereits vorliegen. Die Genehmigung wird zusammen mit einem Code ausgegeben, der bei der Fährbuchung anzugeben ist.

Genehmigung für den Besuch der Inseln
Wer die Illas Cíes besuchen möchte, benötigt eine Genehmigung – Foto: © rudiernst #542971189 – stock.adobe.com

Anreise auf die Illas Cíes

Die Reise auf die Illas Cíes beginnt meist mit einem Flug nach Madrid oder Barcelona. Von dort geht es weiter nach Vigo, Cangas oder Baiona, um mit der Fähre auf die Insel zu gelangen. Die Fähren fahren von Mai bis Mitte Oktober täglich. Außerhalb dieser Saison fahren sie nur an einzelnen Wochenenden. Online über die Reedereien Mar de Ons oder Nabia können die Fähren gebucht werden.

Unterkunft auf Monteagudo

Auf der Insel Monteagudo befindet sich ein Campingplatz, auf dessen Webseite vorab eine Reservierung vorgenommen werden kann. Unterkünfte können auch auf der Insel Ons gebucht werden, die sich nördlich von Monteagudo befindet.

Der Campingplatz ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit auf der Insel.

Zelte können dort gemietet werden. Zum Campingplatz gehört ein Restaurant, in dem Fische und Meeresfrüchte serviert werden. Auch die für die Region berühmten Krakengerichte werden dort angeboten. Am Schiffsanleger befindet sich eine Cafeteria.

Aktivitäten auf den Illas Cíes

Monteagudo bietet Möglichkeiten zum Baden, Tauchen und Wandern. Monteguado hat neben dem Hauptstrand Praia de Rodas noch einige kleinere Strände und Badebuchten. Praia de Figueiras ist ein FKK-Strand. An allen Stränden ist die Wasserqualität hervorragend.

Wanderer können die wunderschöne Natur erkunden. Der längste Wanderweg ist die Ruta Monte Faro, die an der Infohütte bei der Playa de Rodas beginnt und zum Leuchtturm im Süden der Insel Faro führt, von wo aus man einen schönen Blick auf die Insel San Martiño hat. Die Strecke ist insgesamt rund 7 Kilometer lang (Hin- und Rückweg). Es gibt auf den Illas Cíes noch weitere schöne Wanderwege, die alle gut ausgeschildert sind.