Gartenpflanzen, die mit wenig Wasser auskommen

Die immer heißer und trockener werdenden Sommer, verbunden mit langen Trockenperioden und Wasserknappheit, zwingen viele Gartenfreunde zum Umdenken. Es kommt auf die Auswahl der richtigen Pflanzen für den Ziergarten an. Verschiedene Pflanzen können sich gut an die Trockenheit anpassen oder bevorzugen sogar warme, trockene Plätze. Sie kommen mit wenig Wasser aus.
Beliebte Sommerblumen oft nicht geeignet
Viele beliebte Sommerblumen benötigen viel Wasser und eignen sich daher kaum für die immer trockener werdenden Sommer. Auf nassen Standorten wachsen Weiderich, Felberich und Kreuzkraut. Sie eignen sich für Feuchtbiotope oder als Uferbepflanzung für Gartenteiche.
Auch Hortensien sind große Wasserverbraucher und kommen nicht gut mit langen Trockenperioden aus.
Ihre großen, ziemlich weichen Blätter haben keinen großartigen Verdunstungsschutz.

Merkmale von Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen
Hobbygärtner müssen auf einen farbenprächtigen Garten nicht verzichten, wenn sie nach Pflanzen suchen, die gut auf trockenen Standorten gedeihen. Solche trockenheitsresistenten Pflanzen haben häufig bestimmte Merkmale:
- Tiefwurzler können mit ihren tief in den Boden ragenden Wurzeln zu tiefer liegenden Wasservorräten gelangen. Zu den Tiefwurzlern gehören Rosen.
- Sonnenlicht wird von Pflanzen reflektiert, die silbrige oder graue Blätter haben. Diese Pflanzen heizen sich weniger stark auf. Die grauen Blätter haben eine feine Behaarung, die als Verdunstungsschutz dient. Salbei, Wollziest und Lavendel haben solche fein behaarten Blätter.
- Sukkulenten speichern in ihren Blättern Wasser und kommen gut mit langen Trockenperioden zurecht. Zu den sogenannten Dickblattgewächsen (Crassulaceae) zählen etwa Dachwurz (Sempervivum) und Fetthenne (Sedum). Auch die botanisch zu einer anderen Familie, den Wolfsmilchgewächsen, gehörende Wolfsmilch (Euphorbia) bildet bei vielen Arten sukkulente, wasserspeichernde Formen aus.
- Pflanzen mit derben und harten Blättern wie das Kleine Mannstreu verfügen über zusätzliche schützende Zellschichten und trocknen nicht so schnell aus.
- Pflanzen mit kleinen, zurückgebildeten Blättern verdunsten aufgrund der kleineren Oberfläche weniger Wasser. Ein Beispiel dafür ist Eisenkraut (Verbene).

Pflanzen auf Selbstversorgung vorbereiten
Gartenbesitzer können ihre Pflanzen mit dem richtigen Gießen auf die Selbstversorgung vorbereiten. Die Pflanzen sollten großzügig bewässert werden, damit das Wasser auch in tiefere Bodenschichten gelangt. So können sich die Wurzeln besser verzweigen.
Es genügt, die Pflanzen mit größeren Mengen, dafür aber seltener zu gießen. Je nach Bodenart werden pro Quadratmeter etwa 10 bis 20 Liter Wasser empfohlen – sandige Böden benötigen tendenziell weniger, lehmige oder tonige Böden mehr. Auch bei großer Hitze hält das Wasser dann einige Zeit vor.
Mit einem gut verzweigten Wurzelwerk erleiden die Pflanzen weniger Stress bei Trockenheit.
Die Wurzeln breiten sich auch in der Tiefe aus, sodass sich die Pflanzen selber besser mit Wasser versorgen können.
Pflanzen resistent gegen Trockenheit machen
Gartenfreunde können ihren vorhandenen Pflanzen helfen, besser mit Hitze und Trockenheit zurechtzukommen. Der Boden sollte möglichst dicht bepflanzt werden, damit er nicht so schnell austrocknet. Schutz vor dem Austrocknen bildet auch eine Mulchschicht. Sie schützt nicht nur vor Verdunstung, sondern lässt das Wasser auch besser in tiefere Regionen vordringen.

Stauden, die sich für trockene Standorte eignen
Eine mediterrane Gartengestaltung mit Stauden ist gut für lange Trockenperioden geeignet. Diese Pflanzen sind genügsam und kommen nur mit wenig Wasser aus. Steppenpflanzen wie Purpursonnenhut (Echinacea), Blauraute (Perovskia), Königskerze (Verbaskum) oder Salbei (Salvia) müssen bei längeren Trockenperioden nicht gewässert werden.
Die trockenheitsresistenten Pflanzen sind zumeist pflegeleicht.
Allerdings sind sie mitunter nur bedingt winterhart, da sie ihren Ursprung in wärmeren Regionen haben. Im Winter kommt es auf einen guten Schutz an.
Steingartenpflanzen sind ebenfalls pflegeleicht und benötigen nur wenig Wasser. Mauerpfeffer, Hängepolster-Glockenblume oder Fetthenne eignen sich für leicht erhöhte Terrassen oder die Begrünung von Stützmauern. Auch in der Natur leben diese Pflanzen häufig auf humusarmen, schotterreichen Böden.
Trockenheitsresistente Kübelpflanzen für Balkon und Terrasse
Kübelpflanzen für Balkon und Terrasse trocknen, auch wenn sie mit wenig Wasser auskommen, schneller aus als Pflanzen im Beet. Der Vorteil von Kübelpflanzen liegt darin, dass sie mehrjährig sind und bei Frost hereingenommen werden können. Die Pflanzen sollten nicht in der prallen Sonne stehen, damit sie nicht so schnell austrocknen.
Geranien gibt es hängend und aufrecht wachsend. Sie sind klassische Balkonpflanzen und haben ihren Ursprung in Südafrika. Sie kommen ebenso mit wenig Wasser aus wie Mittagsblumen, Gazanien oder Portulakröschen.
Für größere Kübel sind Gewürzrinde, Ginster oder Korallenstrauch geeignet. Auch sie müssen nur wenig gegossen werden.





