Finanzen

Sparen statt Nikotin – Wie sich Raucher ein kleines Vermögen ansparen

Sparen statt Nikotin
Sparen statt Nikotin - Wie sich Raucher ein kleines Vermögen ansparen

Zigaretten sind ein ungesundes Genussmittel, das darüber hinaus jede Menge Geld kostet. Wer regelmäßig raucht, investiert im Laufe seines Lebens eine beträchtliche Summe für den Tabak. Aktuelle Berechnungen zeigen auf, dass Raucher innerhalb von 30 Jahren bis zu 300.000 Euro ansparen könnten. Hierfür müssten sie anstatt in Zigaretten allerdings in ETF-Sparpläne investieren.

Raucher investieren viel Geld in den Nikotinkonsum

Seit einiger Zeit geht die Anzahl an Rauchern zwar schrittweise zurück. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge greifen in Deutschland noch immer knapp 14 Millionen Menschen täglich zur Zigarette. Der Nikotinkonsum wirkt sich allerdings nicht nur auf die Gesundheit aus. Zugleich wird die Finanzen der Raucher beansprucht. Heutzutage kostet ein Päckchen mit 20 Zigaretten durchschnittlich 6,70 Euro.

Wer täglich eine ganze Schachtel raucht, muss in fünf Jahren fast 13.000 Euro bezahlen.

Diese Kosten würden sich über 30 Jahre hinweg auf mehr als 114.000 Euro summieren. Diese Berechnung legt die Annahme zugrunde, dass sich die Preise für Zigaretten jährlich um etwa 2,9 Prozent erhöhen. Diese Annahme basiert auf durchschnittlichen Preissteigerungen der vergangenen zehn Jahre.

Ein hohes Sparpotential

Möchten sich Raucher deshalb auf Sparkurs begeben, könnten sie bei einem Tabakverzicht monatlich 204 Euro sparen. Wer das eingesparte Geld in einen Fondssparplan investieren würde, spart somit in 30 Jahren ein Vermögen von ungefähr 319.000 Euro an. Für diese Rechnung wurde das eigentlich für die Zigaretten vorgesehene Geld in einen Sparplan mit einer durchschnittlichen Rendite des internationalen Aktienindex MSCI World investiert. Im Gegenzug wurden die Sparraten um 2,9 Prozent pro Jahr für die durchschnittliche Preissteigerung für Tabak angepasst.

Wer einen langfristigen Vermögensaufbau erzielen möchte, trifft insbesondere mit thesaurierenden Fonds eine gute Wahl. Bei diesem Fondsprinzip werden Dividenden und Kursgewinne nicht an Anleger ausgezahlt, sondern direkt wieder investiert. Deshalb wirken sich etwaige Wertsteigerungen besonders stark aus.

Eine gute Motivation für einen Rauchentzug

Im Zuge der Veräußerung der Anteile wird den Anlegern nicht das komplette Fondsvermögen ausgezahlt. Rund 26,375 Prozent erwirtschafteter Kursgewinne gehen für Soli sowie die Abgeltungssteuer an den Staat. Nach Abzug der Steuern könnten die Ex-Raucher dennoch gut 281.000 Euro auf ihrem Konto verbuchen. Diese Aussichten dürften Grund genug sein, sich vom Nikotin abzuwenden.