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Zecken – Fakten und Schutzmaßnahmen

Zecke
Zecken – Fakten und Schutzmaßnahmen

Zecken sind ab einer Temperatur von etwa acht Grad aktiv und somit vor allem in den Monaten März bis Oktober verbreitet. Durch die milden Winter gibt es in Deutschland inzwischen ganzjährig immer mehr Zecken als noch in den Vorjahren. In Europa ist die häufigste Zeckenart der gemeine Holzblock.
Bei einem Stich können die Blutsauger Krankheiten übertragen, weshalb beim Aufenthalt in der Natur entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden sollten.

Was sind Zecken?

Bei Zecken handelt es sich um wenige Millimeter große Spinnentiere mit acht Beinen und einem rundlichen Körper.

Zecken überwintern im Boden und werden bei Temperaturen von etwa acht Grad aktiv.

Dann begeben sie sich auf die Suche nach Wirten, um sich von deren Blut zu ernähren. Sobald sie einen Wirt gefunden haben, krabbeln sie auf dem Körper herum, um eine passende Stelle zum zustechen zu finden.
An Stellen, an denen die Haut weich ist, ritzen sie die Haut mit ihren Mundwerkzeugen an, verankern sich mit dem Stechapparat in der Wunde und saugen sich mit Blut voll. Sobald sie sich vollgesaugt hat, schwillt ihr Körper stark an und sie fällt ab, sofern sie nicht vorher entfernt wird. Um die Einstichstelle herum bleibt eine juckende, kleine Rötung zurück.

Was sind Zecken
Bei Zecken handelt es sich um wenige Millimeter große Spinnentiere mit acht Beinen und einem rundlichen Körper

Zecken halten sich überwiegend da auf, wo es warm und feucht ist. Somit finden sie sich vermehrt im Gras, Gebüsch, am Wegrand und im Unterholz. Befinden sich Krankheitserreger im Blut eines Tieres, von welchem sich die Zecke ernährt, können diese auf die Zecke übertragen und an Menschen weitergegeben werden.

Durch Zecken übertragbare Krankheiten

Zu den beiden am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten gehören die Borreliose sowie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Borreliose

Bei der Borreliose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche durch Borrelien-Bakterien ausgelöst wird.

Die Krankheit betrifft vor allem die Haut, das Nervensystem und die Gelenke, aber auch andere Organsysteme können betroffen sein.

Anzeichen für eine Borreliose sind kreisförmige Hautrötungen um die Einstichstelle (Wanderröte), Gelenkschmerzen, grippeähnliche Symptome sowie Nervenschmerzen. Die Symptome treten in einigen Fällen erst nach Monaten oder Jahren auf. Die Krankheit verläuft meistens mild und lässt sich gut mit Antibiotika behandeln.

FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Viruserkrankung, die sich durch grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber auszeichnet.
Die Symptome treten etwa ein bis zwei Wochen nach dem Stich auf. Nach einigen Tagen oder Wochen kann es erneut zu Symptomen bis hin zu einer Hirnhautentzündung oder einer Rückenmarkentzündung kommen.

Schutzmaßnahmen gegen Zecken

Um eine Erkrankung durch Zeckenbisse zu vermeiden, ist es wichtig vor dem Aufenthalt im Freien geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen:

  • Zecken finden sich überwiegend im hohen Gras und im Unterholz an, weshalb ein Aufenthalt dort vermieden werden sollte.
  • Lange und geschlossene Kleidung stellt einen guten Schutz vor Zeckenbissen dar. Es empfiehlt sich zudem die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Auf glatten Stoffen haben es die Zecken schwerer sich festzuhalten und rutschen ab. Zudem ist es ratsam helle Kleidung zu tragen, da hier die dunklen Zecken leichter zu sehen sind.
  • Durch die Verwendung insektenabweisender Mittel können Zecken ebenfalls ferngehalten werden.
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte der gesamte Körper nach Zecken abgesucht werden. Da Zecken dünne und warme Hautstellen bevorzugen, sollten vor allem die Kniekehlen, der Bauch- und Brustbereich sowie die Stellen unter den Armen und zwischen den Beinen abgesucht werden. Bei Kindern sind außerdem häufig auch Nacken, Haaransatz und Kopf betroffen.
  • Frei laufende Haustiere sollten ebenfalls regelmäßig auf Zecken untersucht werden, denn sie können vom Fell des Tieres aus auf den Menschen über wandern.
Schutzmaßnahmen gegen Zecken
Um eine Erkrankung durch Zeckenbisse zu vermeiden, ist es wichtig vor dem Aufenthalt im Freien geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen

Zecken entfernen

Je länger sich die Zecke festsaugt, desto höher ist das Infektionsrisiko, weshalb Zecken sofort entfernt werden sollten. Um eine Zecke zu entfernen, können spezielle Hilfsmittel wie Zeckenzangen, Zeckenkarten oder Zeckenhaken verwendet werden, aber auch die Nutzung einer normalen Pinzette ist möglich. Die Zecke sollte knapp über der Haut gegriffen und langsam rausgezogen werden.

Drehen oder quetschen der Zecke gilt es zu vermeiden, da Stress die Abgabe von Erregern in die Wunde begünstigt.

Sobald die Zecke entfernt wurde, sollte die Einstichstelle desinfiziert werden. Dazu kann Alkohol oder ein Wunddesinfektionsmittel verwendet werden. Falls der Zeckenrüssel abgerissen wurde und stecken bleibt, ist dies in der Regel harmlos, kann aber zu einer kleinen Entzündung führen. In diesem Fall kann der Zeckenrüssel von einem Arzt entfernt werden.

Auch nach erfolgreicher Entfernung der Zecke sollte die Einstichstelle die nächsten Wochen noch beobachtet werden. Sollte sich die Stelle röten oder grippeähnliche Symptome auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.