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Zeitlos schön: Parkett und Echtholzböden

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Zeitlos schönes Parkett

Eiche, Birke, Ahorn oder Kastanie – Parkett und andere Echtholzböden liegen wieder im Trend. Schließlich handelt es sich dabei um zeitlos schöne Bodenbeläge, die auch schon vor siebzig Jahren der absolute Hit waren, und nun wieder hohe Beliebtheit erfahren. Wir haben die Vorteile des Parketts, die verschiedenen Materialien für Echtholzböden und einige Pflegetipps für Sie zusammengetragen.

Was ist der Vorteil von Echtholz?

Der Trend, der zuletzt eher Richtung Laminat und Vinyl ging, hat sich wieder zu natürlichen Materialien gedreht. Nun stehen Parkett und Dielen in jeglichen Ausführungen und Farben wieder hoch im Kurs. Breite Schlossdielen und Fischgrätparkett werden wieder öfter verlangt und verlegt. Doch warum?

Insgesamt entwickelt sich alles wieder mehr Richtung Natur und Nachhaltigkeit.

Man kauft hochwertige Lebensmittel aus der Region, im Büro (Ideen für ein nachhaltiges Büro) werden nach Forschungsergebnissen Pflanzen aufgestellt, billig ist nicht mehr Trumpf.

Auch bei den Bodenbelägen setzen Investoren und Besitzer wieder auf Natürlichkeit und das positive Flair, das ein Echtholzboden verbreitet. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist die Fußwärme von Echtholz, die besonders im Winter vorteilhaft ist. Allerdings muss bei Dielen und Parkett auf die Luftfeuchtigkeit im Raum geachtet werden. Die sollte idealerweise konstant sein, da sich sonst das Holz ausdehnt oder zusammenzieht. Parkett ist ansonsten pflegeleicht, nimmt ein paar Wassertropfen nicht übel und benötigt nur in größeren Abständen Pflege.

Bei der Planung eines Echtholzbodens stellt sich zudem die Frage nach dem Verlegemuster, denn das kann einen Raum größer, kleiner oder geordneter erscheinen lassen – eine Möglichkeit, die bei Vinyl oder Kork nicht gegeben ist. Beim Muster Englischer Verband werden die Hölzer versetzt gelegt und verleihen dem Raum eine harmonische Wirkung, das Fischgrätmuster wird in V-Form verlegt und lässt einen Raum groß und imposant wirken, ein auffälliges Muster mit ausgeglichener Wirkung ist das Würfelmuster.

Planung Verlegemuster Echtholzboden
Bei der Planung eines Echtholzbodens stellt sich die Frage nach dem Verlegemuster, denn das kann einen Raum größer, kleiner oder geordneter erscheinen lassen

Die besten Holzarten für Ihre Räume

Wenn es um das richtige Parkett für Ihre Räume geht, kommt es vor allem auf das Holz an.
Soll es ein dunkles Holz sein – oder doch lieber ein eher heller Ton? Wie soll die Ökobilanz des Materials sein, die Härte, Elastizität oder Belastbarkeit?
Die folgenden Holzarten werden besonders gern für Parkett verwendet…

Eiche

Eiche passt im Grunde in jede Wohnung und zu jedem Einrichtungsstil. Deswegen kann der Bodenbelag auch dann bleiben, wenn sich der Wohnstil ändert. Eiche ist ein vielfältiges Holz, das sich gut bearbeiten lässt und durch Räuchern, Ölen oder Beizen andere Nuancen erhält.
Daher finden sich in den Farbpaletten für Parkett gleich mehrere Eichentöne. Die Eiche ist bekanntermaßen ein heimischer Baum, wodurch die Ökobilanz positiv ausfällt.

Ahorn

Wenn ein heller Holzton gewünscht ist, dann ist Ahorn das Holz der Wahl. Junges Holz des Ahornbaumes ist gelblich weiß, durch Alterungsprozesse tendiert das Material irgendwann zu einem Grau-Weiß. Ahorn ist, wie auch Eiche, ein heimischer Baum, so dass keine langen Transportwege zurückgelegt werden müssen, um das Parkett bis in Ihr Wohnzimmer zu bringen.
Durch die helle, freundliche Farbe eignet sich Ahorn als Bodenbelag für Räume im skandinavischen Stil.

Ahornholz Boden
Wenn ein heller Holzton gewünscht ist, dann ist Ahorn das Holz der Wahl

Nuss

Darf es etwas dunkler sein? Der Nussbaum zeigt sich in schickem Dunkelbraun mit deutlicher Maserung und wirkt als Bodenbelag besonders edel. Allerdings ist der Nussbaum vor allem in wärmeren Regionen zuhause und muss daher erst importiert werden. Durch die Pflege mit einem farblosen Öl werden Härte und Elastizität des Holzes erhalten.

Buche

Hell und warm, durch Trockenprozesse sogar leicht rötlich – das zeichnet Buchenholz aus.
Es ist ein schweres Hartholz, das mit guter Pflege durch Öl oder Wachs eine hohe Lebensdauer und Robustheit aufweist. Buche ist vor allem deswegen beliebt, weil das Holz schick wirkt, ohne einen Raum zu verdunkeln.

Kirsche

Wenn ein Kompromiss zwischen dunkel und hell gefragt ist, ist Kirsche eine gute Idee. Das Holz ist rotbraun und verfügt über eine feine Maserung. Kirsche wirkt zudem schick und freundlich. Die Oberfläche lässt sich gut bearbeiten und pflegen, so dass Kirschparkett lange hält.

Akazie

Die Akazie ist in Australien und Afrika zuhause. Sie ist als Bodenbelag vor allem deswegen beliebt, weil sie einen warmen Rot-Braun-Ton zeigt und einen seidigen, natürlichen Glanz mitbringt.
Besonders gern wird Akazienparkett dort verlegt, wo ein Landhausstil geplant ist.

Pflegemaßnahmen für Parkettboden

Massivholzboden ist nicht nur schön, sondern auch mit einem Staubsauger oder einem leicht feuchten Tuch schnell gesäubert. Besonders Dielen können aufgrund ihrer dicken Nutzschicht bei Bedarf abgeschliffen oder noch einmal anders bearbeitet werden. Darüber hinaus nimmt diese Art von Bodenbelag Feuchtigkeit auf. Wenn also einmal etwas ausläuft, ist das zwar unschön, aber keine Katastrophe. Man wischt die Flüssigkeit weg – so gut es geht – , der Boden sollte darunter nicht wirklich leiden.

Parkett sollte – vor allem direkt nach der Verlegung – sorgfältig mit Öl gepflegt werden, idealerweise in zwei Durchgängen.

Je nach Parkettart sollte diese Behandlung regelmäßig wiederholt werden. Oxidatives Parkett – also Parkett, das das Öl aufnimmt – sollte zum Beispiel alle ein bis zwei Jahre behandelt werden, abhängig ist das aber auch vom Holz. Vorab sollte das Holz gut abgeschliffen und entstaubt werden, damit das Ergebnis des Ölens nicht beeinträchtigt wird. Zusätzlich sollte die Raumtemperatur zwischen 18 und 25°C betragen und direkte Sonneneinstrahlung beim Ölen vermieden werden.

Parkettboden Pflege
Direkt nach der Verlegung sollte das Parkett sorgfältig mit Öl gepflegt werden

Parkett in verschiedenen Einrichtungsstilen

Im Grunde war das Parkett schon immer beliebt und lässt sich auch hervorragend in Retro- bzw. Vintagestile integrieren. Ab den 60er Jahren wechselten die zeitgemäßen Einrichtungsgegenstände von Nierentischen, abgerundeten Ecken und dunklen Holztönen zu plüschigen Teppichen, Macramée-Elementen, der Kombination Orange-Braun, einem leicht spacigen Flair,groß gemusterten Möbeln und hohen Schrankwänden zu ersten Sperrholzschränken.

Wenn also eine Einrichtung mit orange-braunen Elementen geplant ist, lässt sich vorab schon der richtige Holzton aussuchen. Für einen Shabby Chic mit minimalistischer Einrichtung eignet sich auch Akazienholz, zu dem weiße Möbel mit entsprechendem Effekt ausgesucht werden könnten. Räume, die exklusiv wirken sollen, können mit dunkleren Holztönen ausgelegt werden. Dann sind jedoch passende Möbel und eine gute Ausleuchtung wichtig, damit der Raum nicht zu dunkel erscheint.

Fazit

Echtholz liegt im Trend. Und das ist auch gut so, da es lange hält, wirklich schön aussieht und eben pflegeleicht ist. Wenn Sie also demnächst ein Haus bauen oder eine Wohnung sanieren wollen, sollte ein Echtholzboden definitiv auf Ihrer Optionenliste stehen. Vielleicht entscheiden Sie sich aber auch für Akazie, Ahorn oder Buche? Ein gebeiztes oder geräuchertes Material? Und dann können Sie noch das Verlegemuster wählen.

Mit der Materialauswahl können Sie auch gleich einen Plan für die Pflege Ihres neuen Bodens erstellen und so einen zeitlos schönen Bodenbelag Ihr Eigen nennen.