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Kein Schnäppchen – Tanken zum Jahresanfang

Tanken zum Jahresanfang
Kein Schnäppchen - Tanken zum Jahresanfang

2021 müssen Autofahrer noch tiefer in die Tasche greifen. Weil der CO2-Preis erhöht wurde, steigen die Benzinkosten deutschlandweit deutlich an. Doch mit welcher Preiserhöhung müssen Kfz-Fahrer nun im Einzelnen rechnen?

Erhöhte Spritpreise um ungefähr sechs Cent

Die Preise für Benzin und Diesel haben sich an Deutschlands Tankstellen zu Jahresbeginn um etwa sechs Cent erhöht. Diese Informationen leitete der ADAC auf Anfrage weiter.

Für Super E10 berechneten Preisbeobachter des Automobilclubs einen landesweiten Durchschnittspreis von 1,334 Euro je Liter.

Diese Kraftstoffsorte kostete am 31. Dezember durchschnittlich noch 1,275 Euro. Die Kosten für Diesel erhöhten sich im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 1,164 Cent auf 1,227 Cent pro Liter.

Erhöhte Spritpreise
Die Preise für Benzin und Diesel haben sich an Deutschlands Tankstellen zu Jahresbeginn um etwa sechs Cent erhöht

Hintergründe der Preiserhöhung

Der CO2-Preis für Verkehr und Heizen wurde zum Jahresanfang 2021 eingeführt, um fossile Energien zu verteuern sowie klimaschonende Alternativen zu forcieren. Für jede Tonne an CO2, die durch das Verbrennen von Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel entsteht, wird zunächst ein Betrag von 25 Euro berechnet. Im Gegenzug wurde die Mehrwertsteuer wiederum von 16 Prozent dem alten Prozentsatz von 19 Prozent angepasst.
Diese beiden Maßnahmen wirken sich nach Informationen des Mineralölwirtschaftsverbands auf den Kraftstoffpreis mit einem Anteil von zehn bis elf Cent pro Liter aus. Zum Jahresanfang berechnete der Branchenverband einen vergleichbaren Preisanstieg wie der ADAC.

Tankstellengesellschaften möchten wettbewerbsfähig bleiben

Der durchschnittliche Dieselpreis stieg um sieben Cent auf 1,21 Euro pro Liter an. Der Preis für Benzin der Sorte Super E10 hat sich mit 1,32 Euro ebenfalls um sieben Cent je Liter erhöht. Das heißt, dass Tankstellengesellschaften durch den harten Wettbewerb nicht die kompletten Kosten vollumfänglich an Autofahrer weiterleiten. Darauf verwies ein Sprecher des Verbands.