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Zaunbegrünung – Die besten Pflanzen für den Gartenzaun

Zaunbegrünung
Zaunbegrünung - Die besten Pflanzen für den Gartenzaun

Heutzutage ist es üblich, die meisten Gärten und Grundstücke mit einem Zaun abzugrenzen. Ist die Umzäunung jedoch nicht blickdicht, wertet die passende Bepflanzung das Areal zusätzlich auf. Allerdings ist nicht jedes Gewächs zur Zaunbegrünung geeignet. Einige Pflanzen wachsen schneller, andere langsamer. Während einige Gewächse nur lückenhaft wachsen, ermöglichen andere Arten komplette Blickdichte.
Deshalb ist es wichtig, nichts dem Zufall zu überlassen.

Kletterpflanzen sind eine gute Wahl

Wer einen Doppelstabmattenzaun kaufen möchte, hat die Umrandung häufig schnell aufgestellt. Anschließend ist es sinnvoll, Kletterpflanzen zu verwenden. Der Vorteil dieser Pflanzenart besteht darin, dass sich die Gewächse schnell am Zaun entlang rangeln und den Konturen der Konstruktionen anpassen.

Die Pflanzenauswahl hängt in erster Linie von der Beschaffenheit des Zauns ab.

So sind Pflanzen mit hohem Gewicht nicht für leichte Maschendrahtzäune geeignet. Während Wilder Wein, Hopfen, Blauregen oder der Schlingenknöterich vor allem für hohe stabile Zäune geeignet ist, kommen Gewächse wie Wicken, Clematis, die Herzblume oder Kapuzinerkresse für alle Zaunarten infrage.

Kletterpflanzen sind eine gute Wahl
Kletterpflanzen sind eine gute Wahl

Farbenfrohe Kletterpflanzen in der Übersicht

Die Prunkwinde ist eine gute Wahl, um den Zaun so schnell wie möglich zu begrünen. Wird der Samen zur Frühjahrszeit ausgebracht, gedeihen die Pflanzen bereits kurze Zeit später. Anfangs erstrahlt die Blüte in Rosa. Einige Zeit später färbt sie sich blau.
Dieses Gewächs ist besonders gut für Pflanzungen in südlicher Ausrichtung geeignet. Prunkwinden benötigen helle Standorte, damit durch erhöhte Sonneneinstrahlung eine üppige Blüte entsteht. Wird das Grün regelmäßig gedüngt und bewässert, wachsen die Kletterpflanzen bis zu drei Meter hoch.

Besonderheiten der Schwarzäugigen Susanne

Die Schwarzäugige Susanne zieht die Blicke mit ihren sonnengelben Blütenblättern und einem schwarzen Auge in der Mitte magisch an. Besonders vorteilhaft sind für dieses Gewächs ebenfalls sonnige warme Standorte. Damit die Pflanze optimal gedeiht, ist regelmäßiges Düngen und Gießen notwendig. Staunässe schadet der Schwarzäugigen Susanne. Bei guter Pflege erreichen die Pflanze eine Höhe von bis zu zwei Metern.

Die Schwarzäugige Susanne für die Zaunbegrünung
Die Schwarzäugige Susanne zieht die Blicke mit ihren sonnengelben Blütenblättern und einem schwarzen Auge in der Mitte magisch an

Der Feuerdorn

Diese Pflanze belohnt ihre Besitzer über den gesamten Sommer hinweg mit einer üppigen Blütenpracht. Zur Herbstzeit begeistert das Gewächs ebenfalls. Spätestens ab Oktober verwandeln sich die Blüten in strahlende orangefarbige Beeren. Der Pflegeaufwand für den immergrünen Strauch ist sehr gering.

Die Pflanze ist gut für halbschattige Standorte geeignet. Ein nährstoffreiches und lockeres Substrat regt das Wachstum an. Da das Gewächs sehr gut auf Schnitte reagiert, können Gartenbesitzer die gewünschte Ausdehnung und Höhe problemlos anpassen.

Begrünung von Holzzäunen

Holzzäune kommen überwiegend für eine Begrenzung von Gartengrundstücken zum Einsatz. Dieses natürliche Material erschafft einen harmonischen Übergang vom Garten bis hin zur Abgrenzung.

Bei einer Bepflanzung der Holzzäune ist es jedoch wichtig, dass zahlreiche Gewächse die Qualität des Holzes beeinträchtigen und sich dadurch die Lebensdauer der Schutzbarriere verkürzt.

So ist es nicht ausgeschlossen, dass holzige Klettergewächse Schädigungen wie Risse in der Holzstruktur verursachen. Deshalb sind für einen Holzzaun vor allem einjährige krautige Pflanzen geeignet. Die Stängel dieser Gewächse winden sich am Zaun in die Höhe, ohne dass nachhaltige Schäden entstehen. Für eine Bepflanzung sind Gewächse wie die Kapuzinerkresse, Duftende Platterbse, Prunkwinde oder Wicke eine gute Wahl. Die luftige leichte Struktur dieser Pflanzen bildet die Grundlage dafür, dass sich keine Feuchtigkeit anstaut und sich Verwitterungserscheinungen herausbilden.
Die Gewächse können einfach aus Samen gezogen werden. Zur Sommerzeit locken die farbenfrohen Blüten Insekten (Mehr zum Thema: So wird Ihr Garten insektenfreundlich) und Vögel an. Allerdings ist es wichtig, dass die einjährigen Pflanzen zur Herbstzeit vom Holzzaun beseitigt werden.

Begrünung von Holzzäunen
Bei einer Bepflanzung der Holzzäune ist es jedoch wichtig, dass zahlreiche Gewächse die Qualität des Holzes beeinträchtigen und sich dadurch die Lebensdauer der Schutzbarriere verkürzt

Begrünung von Kunststoffzäunen

Kunststoffzäune sind besonders langlebig und robust. Da sich diese Barrieren nicht verfärben, ist deren Reinigung auch relativ unkompliziert. Optisch stechen die Konstruktionen jedoch deutlich aus ihrer natürlichen Umgebung hervor. Bei der Wahl der Begrünung sind Hobbygärtnern nur wenige Grenzen gesetzt. Holzige Pflanzen sind durchaus eine gute Wahl. Ist der Bewuchs allerdings besonders dicht, kann in der Nähe der Zäune ein Feuchtigkeitsstau entstehen. Somit bilden sich an diesen Stellen schlimmstenfalls Schimmel und Grünalgen heraus.

Besonders gut sind für Kunststoffzäune die Clematis, Wilder Wein, Feuerdorn oder das Rote Geißblatt geeignet. Durch die Verwendung dieser Gewächse wird ein zuverlässiger Sichtschutz erzielt. Zumeist bedarf es nur eines Sommers, damit die Kletterpflanzen Zaunhöhe erreichen.

Begrünung von Aluminiumzäunen

Metallzäune sind ideal für eine Begrünung geeignet, da sich deren senkrechte Stäbe zugleich als ideale Rankhilfe erweisen.

Ein Aluminiumzaun ist deshalb auch gut dafür geeignet, dass schwere und holzige Gewächse daran gedeihen.

Ideale Pflanzen für einen Aluminiumzaun sind Kletterrosen, Wilder Wein, Efeu oder Hortensien. Diese begrünten Metallzäune bestechen mit ihrem verspielten romantischen Design und sind deshalb auch für eine Abgrenzung von Terrassen und Sitzgelegenheiten eine gute Wahl.

Begrünung von Aluminiumzäunen
Metallzäune sind ideal für eine Begrünung geeignet, da sich deren senkrechte Stäbe zugleich als ideale Rankhilfe erweisen

Die indirekte Zaunbegrünung als Alternative

Um die Zäune nicht unmittelbar zu begrünen, sind neben der Schutzbarriere angelegte Grünstreifen eine gute Wahl. Diese Grünstreifen sind ideal dafür geeignet, um einen attraktiven Blick auf den Zaun zu gewährleisten und zugleich einen Sichtschutz zu erschaffen. Allerdings ist es bei diesem Gestaltungskonzept notwendig, vor dem Zaunfeld ein Beet anzulegen.
Dieses Vorhaben erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Umgraben des Bodens
  2. Beseitigung von Wurzeln, Steinen und Unkraut
  3. Aufwertung des Bodens
  4. Einebnung der Fläche
  5. Wahl der Pflanzen
  6. Aushebung der Pflanzlöcher
  7. Einsetzen der Pflanzen
  8. Auffüllung mit Substrat
  9. Erde andrücken
  10. Angießen der Pflanzen

Eine wichtige Voraussetzung für die meisten Blühpflanzen ist es jedoch, einen optimalen sonnigen Standort für die Zaunfläche auszuwählen. Mehrere Stunden an Sonnenlicht pro Tag sind eine wichtige Grundlage für eine üppige Blüte. Außerdem empfiehlt es sich, dass Gartenbesitzer die Gewächse im Verhältnis zur Wuchs- und Zaunhöhe auswählen.

Ein großer Vorteil angepflanzter Sträucher besteht darin, dass dadurch innerhalb kürzester Zeit ein natürlicher Sichtschutz entsteht. Die Gewächse sind sehr gut schnittverträglich und deshalb in ihrer Ausdehnung und Formgebung individuell anpassbar. Eine Begrünung mit Blühpflanzen ist mit der Sonnenblume, dem Rittersporn oder der Stockrose empfehlenswert. Zudem sind Ziergräser wie Schilf oder Bambus eine gute Möglichkeit, damit die Zäune kaschiert werden und vor den neugierigen Blicken anderer Menschen schützen.