MERKUR BANK Depot im Test 2017

Bei der Merkur Bank handelt es sich um ein für eine Privatbank noch recht junges Unternehmen. Sie wurde im Jahr 1959 von der Familie Horowicz als Merkur Bank Horowicz KG in München gegründet. Das Institut hatte sich ursprünglich auf Bau- und Bauträgerfinanzierungen in München und Stuttgart spezialisiert. Dieses Geschäftsfeld wurde um Mittelstandsfinanzierungen und Leasing erweitert. Die Refinanzierung kommt über das Einlagengeschäft zustande. Die Merkurbank ist an vier Standorten, München, Jena, Plauen und Auerbach mit Filialen vertreten. Das Onlinegeschäft bei Einlagen und Wertpapieren ermöglicht die Merkur Bank seit 2009. Seit der Umwandlung in die Merkur Bank KGaA wird die Aktie an der Börse München gehandelt. Knapp 200 Mitarbeiter verwalteten im Jahr 2014 rund 814 Millionen Euro an Einlagen und 813 Millionen Euro an Krediten.

Konditionen und Transaktionskosten

Der erste Blick bei der Auswahl eines Depots gilt in der Regel den Kosten. Für die Depotverwaltung berechnet die Merkur Bank keine Kosten. Bezüglich der Ordergebühren zählen die Münchner zu den Banken, die sich von einer prozentualen Courtage verabschiedet haben und zumindest bei Inlandsgeschäften auf eine feste Provision setzen. Diese beträgt 25 Euro pro Order. Für eine Transaktion an einer ausländischen Börse fallen 0,25 Prozent des Kurswertes an, mindestens 50 Euro.

Ausführungen im außerbörslichen Direkthandel sind generell kostenfrei.

Wer sein Vermögen mit Fonds auf- oder ausbauen möchte, profitiert von hohen Rabatten auf den Ausgabeaufschlag. Bis zu einem Anteilswert von 100.000 Euro reduziert sich der Ausgabeaufschlag um 50 Prozent, bei einer größeren Transaktion entfällt er komplett. Die Merkur Bank ist dazu eine der wenigen Banken, die ihren Kunden einen kostenlosen Zugang zu Echtzeit-Kursen ermöglicht.

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Welche Besonderheiten bietet die Merkur Bank ihren Kunden?

Es ist nicht unüblich, dass Banken ein Tagesgeldkonto als Referenzkonto für das Depot anbieten. Mit dem Tagesgeldkonto „Plus“ der Merkurbank sichern sich Anleger 0,65 Prozent Zinsen auf bis zu 200.000 Euro. Der Haken dabei ist allerdings, dass dafür eine jährliche Kontoführungsgebühr von 149 Euro fällig wird. Das Guthaben muss also ausreichen hoch sein, damit sich dieses Tagesgeld rechnet.

Gebührenfrei ist dagegen der Versand von PushTANs für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Einige Institute haben diese Notwendigkeit für das Onlinebanking inzwischen auch als Geldquelle erkannt.

Wer eine Wertpapierberatung wünscht, kann diese in einer der vier Filialen in Anspruch nehmen.

Wie erfolgt die Depoteröffnung bei der Merkur Bank?

Die Depoteröffnung erfolgt online über den Button „Depot eröffnen“. Im Vorfeld beschreibt die Merkur Bank die Vorgehensweise Schritt für Schritt. Nach dem Ausfüllen des Antragsformulares drucken die Neukunden das Formular aus und senden es im Rahmen des PostIdent-Verfahrens an das Institut zurück. Voraussetzung für die Depoteröffnung ist die Volljährigkeit des Antragstellers, ein Wohnsitz in Deutschland und ein Girokonto bei einer deutschen Bank. Für das Ausfüllen des Kontoeröffnungsantrages bietet die Merkur Bank unter der Rufnummer 089 59 99 80 bei Fragen telefonische Unterstützung an. Alternativ steht für die Kontaktaufnahme auch noch ein E-Mail-Kontaktformular zur Verfügung.

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Nach Prüfung des Eröffnungsantrages wird das Depot freigeschaltet.

Trading und Sicherheit

Da die Merkur Bank nur das klassische Wertpapiergeschäft anbietet, bedarf es keiner speziellen Handelsplattformen wie MetaTrader oder Webtrader. Die Handelsplattform überzeugt durch ein klares und übersichtliches Layout.

Merkur Bank Handelsplattform

Der Zugriff auf das Depot erfolgt ausnahmslos mittels PushTAN, bietet folglich die Sicherheit zweier unterschiedlicher Geräte beim Handel.

Um die Sicherheit der Kundengelder ist es ebenfalls bestens bestellt. Neben der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH, die für 100.000 Euro je Kunde geradesteht, ist die Merkur Bank auch noch Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. Dieser haftet im Falle der Münchner Bank mit bis zu 14 Millionen Euro pro Anleger.

Welche Vorteile und welche Nachteile bietet das Merkur Bank Wertpapierdepot?

Natürlich möchte sich jeder potenzielle Kunde vor der Depoteröffnung sicher sein, dass die Auswahl auf ein Depot fällt, welches ihm am Ende mehr Nutzen als Aufwand bringt. Alles andere wäre absurd.

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Die Vorteile

  • Kostenlose Depotführung
  • Kostenloser Zugriff auf Echtzeitkurse
  • Feste Kosten für Inlandsorders
  • Kostenloser außerbörslicher Handel
  • Sehr hohe Rabatte auf den Ausgabeaufschlag bei Fonds
  • Klar strukturierte und intuitiv zu bedienende Handelsplattform

Die Nachteile

  • 149 Euro jährliche Kontoführungsgebühr für das Tagesgeldreferenzkonto zum Depot.
  • Kein VideoIdent-Verfahren möglich.

Fazit unseres Tests

Das Wertpapierdepot der Merkur Bank richtet sich an konservative Anleger, da es nur den klassischen Wertpapierhandel unterstützt. Für Trader, die auch CFDs oder Forex handeln möchten, kommt dieses Depot nicht infrage. Auch wenn es Broker gibt, die niedrigere Festcourtagen ansetzen, verlangen diese in der Regel wiederum eine Gebühr für das Bereitstellen der Echtzeitkurse. Unter dem Strich gilt, dass Anleger anhand eines Rechenexempels ermitteln sollten, wer am Ende das tatsächlich günstigere Angebot bereithält. Anleger sollten die Merkur Bank auf jeden Fall in die engere Wahl einbeziehen.

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Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Merkur Bank Depot gemacht?

Schreiben Sie uns, gerne nehmen wir Ihre Erfahrungen in unseren detaillierten Depot-Test mit auf!